„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Zwischen Klassenerhalt, Abstiegskampf und Saisonabschluss ging es für die Leihspieler des SV Darmstadt 98 in der Rückrunde um einiges. Während Paul Will mit der SpVgg Greuther Fürth noch um den Ligaverbleib kämpft, haben Leon Klassen (Grazer AK), Meldin Dreskovic (Nyíregyháza Spartacus FC), Fabio Torsiello (Alemannia Aachen) und Othmane El Idrissi (Viktoria Aschaffenburg) ihre Spielzeiten bereits beendet. Wir schauen auf die vergangenen Wochen der Leihspieler der Lilien.
Als Tabellenvorletzter ging die SpVgg Greuther Fürth in den letzten Spieltag der Saison 2025/26. Tore mussten her im direkten Abstiegsduell mit Fortuna Düsseldorf. Und das Kleeblatt lieferte. Am 34. Spieltag schenkte Fürth der Fortuna aus Düsseldorf drei Treffer ein und rettete sich damit in die Relegation. Seinen Teil dazu beigetragen hat auch Paul Will. Der seit der Rückrunde vom SV Darmstadt 98 ausgeliehene Sechser war ein entscheidender Faktor für Grün-Weiß. Seit der Winterpause lief es für das Kleeblatt besser. Die Hinrunde beendeten die Franken mit gerade einmal 15 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Im zweiten Saisonabschnitt sammelten sie dann 22 Zähler und stehen in der Rückrundentabelle auf Platz elf.
Außer im Spiel gegen die Lilien, in dem er aus vertraglichen Gründen nicht auflaufen konnte, ließ Fürths Cheftrainer Heiko Vogel den 27-Jährigen in jeder Partie von Anfang an ran, in nur drei Spielen waren es nicht die vollen 90 Minuten. Und auch in dem letzten so wichtigen Spiel für Fürth trug er das Trikot über die volle Distanz. Das macht insgesamt 15 Rückrundeneinsätze. Nun stehen für Will und Co. im Kampf um den Klassenerhalt noch zwei weitere Partien an: In der Relegation um den Zweitliga-Verbleib geht es gegen Rot-Weiss Essen (22.5./20.30 Uhr und 26.5/20.30 Uhr) – das Team von Ex-Lilie Klaus Gjasula.
Der Grazer AK steckte am letzten Spieltag gegen Blau-Weiß Linz noch mitten im Abstiegskampf. Doch ein frühes Tor, vorbereitet von Leon Klassen, leitete den Sieg für den Klassenerhalt früh ein. In der sechsten Spielminute fing Klassen den Ball in der gegnerischen Hälfte ab, spielte sofort weiter auf seinen Teamkollegen Lichtenberger, der aus rund 20 Metern den Ball ins Tor zimmerte. Beim Stand von 2:0 stand der 25-jährige noch einmal im Fokus, indem er einmal mehr seinen enormen Einsatz unter Beweis stellte. Ein Linzer Spieler wäre bereit gewesen, einen vom Grazer Torhüter abgeblockten Ball im Netz zu versenken, doch Klassen schmiss sich voll rein und grätschte den Ball zur Ecke.
Genauso wie Paul Will ist Klassen bei seiner Leihstation unverzichtbar. Der Grazer AK hat den Linksverteidiger seit der Rückrunde ausgeliehen. Seitdem lief er in jedem Spiel von Beginn an auf und stand dabei nahezu immer über die komplette Spielzeit auf dem Platz – lediglich dreimal wurde er ausgewechselt (87., 69. und 89. Minute). Insgesamt kommt Klassen auf 15 Einsätze für die Österreicher samt einem Tor und einem Assist.
Was sich nach den ersten Spielen von Meldin Dreskovic bei seiner aktuellen Station, Nyíregyháza Spartacus FC, schon abgezeichnet hat, hat sich auch in den restlichen Spielen der Rückrunde bestätigt. In der ungarischen Liga steht der 28-Jährige die meiste Zeit auf dem Platz und hat sich durch eine souveräne Rückrunde mit dem SFC zum Ende aus dem Abstiegskampf ferngehalten. Zum Abschluss der Saison stehen sie zwar auf dem viertletzten (neunten) Tabellenplatz, konnten sich aber durch die vielen Punkte in der Rückrunde deutlich absetzen. Zwölf Punkte trennen sie von einem Abstiegsplatz.
In der letzten Partie gegen den Tabellenletzten sprang für Nyíregyháza ein Punkt heraus, Dreskovic sammelte dabei noch einen Scorerpunkt. Der Innenverteidiger mit der 98 auf dem Rücken spielte auf Teamkollege Kovacsreti, der aus 32 Metern abzog und den Ball im Netz zappeln ließ. Seine Bilanz in der Rückrunde der Saison 2025/26: 14 Spiele, ein Tor, zwei Assists.
Im Sommer 2025 ging es für Fabio Torsiello auf Leihbasis in die 3. Liga zu Alemannia Aachen. Direkt mit drei Drittliga-Einsätzen und einem weiteren Spiel im Landespokal Mittelrhein gestartet, musste er im August aufgrund einer Knieverletzung operiert werden, was es ihm nicht möglich machte, vor Anfang Februar wieder eine Option für Trainer Mersad Selimbegović zu sein.
Anfang März war er dann erstmals wieder Teil des Kaders und sammelte bis zum Ende der Saison fünf Einsätze. Die Alemannia zeigte nach der Winterpause dabei eine ordentliche Leistungssteigerung. Nach der Hinrunde waren sie mit 21 Punkten Siebzehnter und standen damit auf einem Abstiegsplatz. In der Rückrunden-Tabelle belegen sie den zweiten Platz mit 43 Punkten und haben sich mit dieser Leistung insgesamt von der Abstiegszone auf den siebten Platz katapultiert.
Viktoria Aschaffenburg beendete diese Saison durch eine Niederlage am letzten Spieltag auf dem vorletzten und damit 17. Tabellenplatz. Othmane El Idrissi kam in der Liga auf insgesamt neun Einsätze, im bayrischen Landespokal bestritt er eine weitere Partie.