„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Zwei Siege aus den ersten zwei Spielen: So einen erfolgreichen Start in die 2. Bundesliga ist den Lilien schon seit Jahrzehnten nicht mehr gelungen. Mit einem dritten Sieg in Folge könnten sie einen historischen Saisonstart schaffen. Denn: Die Darmstädter sind in ihrer Geschichte noch nie mit drei Siegen in eine Zweitliga-Saison gestartet. Um das zu erreichen, wollen die Lilien am Sonntag (24.8./13.30 Uhr) gegen Hertha BSC alles auf dem Platz lassen. Welche Statistiken für den 3. Spieltag sonst noch interessant sind, lest Ihr hier in unseren Top Facts.
Nach dem souveränen 4:1-Auftakterfolg gegen den VfL Bochum und dem 1:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Nürnberg sammelten die Lilien ganze sechs von sechs Zweitliga-Punkten. Aber nicht nur das ist bemerkenswert. Durch die zwei Siege gelang den Lilien etwas Besonderes: Erstmals seit der Saison 1987/88 sind die Südhessen mit zwei Siegen aus zwei Spielen in einer Zweitliga-Saison gestartet. Am Wochenende gegen die Hertha könnte aus einem besonderen ein historischer Saisonstart werden: Drei Siege zum Auftakt in eine Zweitliga-Saison gelangen den Lilien noch nie.
Wenn die Hertha in den vergangenen sieben Monaten ein Motto gehabt hätte, dann wohl dieses: „Trifft Reese nicht, gewinnt die Hertha nicht.“ Denn den letzten Sieg ohne ein Tor des Angreifers feierte die Alte Dame im Januar dieses Jahres – beim 2:1-Auswärtserfolg in Paderborn, als Derry Scherhant und Michael Cuisance trafen. Seitdem war Fabian Reese immer Torschütze, wenn die Hertha aus Berlin als Sieger vom Platz ging. In den ersten beiden Partien dieser Saison blieb Reese noch ohne Torbeteiligung, ein Dreier sprang dementsprechend noch nicht raus für die Blau-Weißen. Doch im Duell mit den Lilien dürfte Reese wohl hochmotiviert sein, genau das zu ändern.
Das Merck-Stadion am Böllenfalltor ist in der 2. Bundesliga eine bislang noch uneinnehmbare Festung für die Herthaner: Siebenmal trat der Hauptstadtklub im deutschen Unterhaus in Darmstadt an, fünfmal gingen die Südhessen als Sieger vom Platz, zweimal wurden die Punkte geteilt. Die Darmstädter sollten jedoch gewarnt sein, denn die Berliner wissen durchaus wie man am Bölle gewinnt: Beispiele wie die 0:2-Pokalniederlage zuhause gegen die Hertha aus dem Jahr 2018 oder auch die 0:2-Heimniederlage in der Bundesliga aus dem Jahr 2017 sollten für die Südhessen warnende Exempel sein, dass Punkte am Sonntag (24.8.) nicht unbedingt vorprogrammiert sind.
Natürlich sind Saison-Statistiken nach dem zweiten Spieltag aufgrund der sehr begrenzten Stichprobe immer nur bedingt aussagekräftig, trotzdem können sie schon bestimmte Trends aufzeigen… Und Darmstadt zeichnete an den ersten zwei Spieltagen die Offensiv-Power aus: Mit fünf Toren nach zwei Partien erzielte einzig Arminia Bielfeld (sieben) mehr. Vor allem nach Ballgewinn geht es rasant zu bei den Südhessen: Sechs Kontertorschüsse und drei Kontertore sind beides Ligabestwert in der aktuellen Saison.
Die blau-weißen Vereinsfarben bei Hertha BSC sind für Leitl kein Neuland – schließlich trug er sie bereits in seiner aktiven Karriere, allerdings bei den blau-weißen Lilien. Von 2004 bis 2007 stand der frühere Mittelfeldspieler in der Regionalliga Süd für den SV Darmstadt 98 auf dem Platz. In insgesamt 93 Einsätzen für die 98er erzielte er 14 Treffer und bereitete drei weitere Tore vor.
Mit Jean-Paul Boëtius läuft bei den Lilien ein ehemaliger Herthaner auf. Der gebürtige Niederländer begann seine Karriere bei Feyenoord Rotterdam, ehe er über Leihen nach Genk und Basel schließlich in die Bundesliga wechselte – zunächst zu Mainz 05, später in der Saison 2022/23 zu Hertha BSC. Für die Hauptstädter bestritt er 21 Partien in der Bundesliga. Insgesamt stehen 143 Bundesliga-Spiele mit zwölf Toren und 20 Vorlagen in seiner Vita. Seit seinem Wechsel zum SV 98 sammelte Boëtius bereits 13 Zweitliga-Einsätze und bereitete dabei zwei Treffer vor.
Auch Fabian Holland trug einst das Hertha-Trikot. Der gebürtige Berliner durchlief sämtliche Jugendmannschaften der „Alten Dame“ und absolvierte 25 Pflichtspiele für die Profis, ehe er nach Darmstadt wechselte.
Ein weiterer Ex-Herthaner im aktuellen SV98-Kader ist Lilien-Neuzugang Marco Richter. Der 27-Jährige stand zwischen 2021 und 2023 für den Hauptstadtklub auf dem Platz. In 66 Einsätzen – davon knapp 60 in der Bundesliga – erzielte er 14 Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 13 | 5 | 3 | 5 | 15:16 |
| Auswärts | 11 | 2 | 3 | 6 | 8:17 |
| Gesamt | 24 | 7 | 6 | 11 | 23:33 |