„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Ein besonderer Sonntag erwartet die Zuschauer im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Nicht nur, weil der SC Paderborn noch um den Aufstieg kämpft und der SV Darmstadt 98 seinen fünften Tabellenplatz festmachen will, sondern auch, weil Fabian Holland an diesem Tag sein letztes Spiel für die Lilien absolvieren wird. Alle Fakten und Zahlen zum Duell zwischen den Südhessen und den Ostwestfalen haben wir hier für Euch zusammengepackt. Hier findet Ihr die Top Facts zur Partie am Sonntag (17.5./15.30 Uhr).
Der SV Darmstadt 98 möchte an diesem letzten Spieltag der Saison 2025/26 seinen aktuellen Tabellenplatz, den fünften, festmachen. Hertha BSC liegt jedoch nur einen Punkt hinter den Südhessen und könnte, falls die 98er keinen Sieg einfahren, mit einem Dreier gegen Arminia Bielefeld noch selbst Platz fünf erklimmen. Daher ist auch diese letzte Partie in dieser Spielzeit für die Lilien eine enorm wichtige.
Der SC Paderborn dagegen hat noch die Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga. Aktuell stehen die SV Elversberg, Hannover 96 und der SCP bei 57 Punkten, durch das schlechtere Torverhältnis belegen die Ostwestfalen aktuell den vierten Platz. Um am Ende auf dem Relegationsplatz oder einem direkten Aufstiegsplatz zu stehen, müssen sie hoffen, dass die 96er und/oder die Elversberger patzen und gleichzeitig selbst punkten.
Es ist nicht nur ein besonderes Spiel, weil es der letzte Spieltag der Saison ist, sondern auch, weil ein ganz großer Name sein letztes Spiel für den SV Darmstadt 98 absolviert. FABIAN HOLLAND: 318-mal stand er für die Südhessen mit der Lilie auf der Brust auf dem Feld. Und keinmal weniger ließ er dabei sein Herz auf dem Platz. Damit hat er die viertmeisten Einsätze in der Darmstädter Vereinsgeschichte.
Seine Zweikampfstärke, aber dennoch faire Spielweise meist auf der Linksverteidiger-Position zeigte sich ebenfalls in dieser Vielzahl an Einsätzen: Nur einmal sah der gebürtige Berliner die Rote Karte und zweimal Gelb-Rot. Zudem verewigte sich Holland mit sieben Tore – davon viele enorm sehenswert – und 28 Assists beim SV 98.
Holland wechselte 2014 zum SV Darmstadt 98 und stieg im Jahr 2015 mit den Lilien in die Bundesliga auf. Allen Widerständen trotzend erkämpfte er sich im Folgejahr mit der Mannschaft den Bundesliga-Klassenerhalt. Im Januar 2019 übernahm der heute 35-Jährige das Kapitänsamt und führte das Team 2023 erneut zum Aufstieg ins Oberhaus. Bis zum Juli 2025 behielt er die Kapitänsbinde und verabschiedet sich nun als Legende und Leader der Lilien.
Aktuell führt Noel Futkeu, Stürmer der SpVgg Greuther Fürth, die Torschützenliste mit 18 Treffern an. Seine direkten Verfolger: Mateusz Zuckowski vom 1. FC Magdeburg sowie Isac Lidberg. Beide haben den Ball in dieser Saison 17-mal ins Netz gedonnert. In der Partie am Sonntag zwischen den Paderbornern und dem SV 98 läuft aber ein weiterer Akteur auf, der sich in der Liste ziemlich weit oben wiederfindet. Denn mit Filip Bilbija hat der SCP ebenfalls eine Tormaschine in seinen Reihen. Der 26-Jährige lauert mit 15 Toren auf Platz vier.
Sowohl die Paderborner als auch die Lilien haben in dieser Saison 57 Tore erzielt. Der Weg dorthin unterscheidet sich allerdings etwas. Die Ostwestfalen erspielten sich mit 60 Großchancen und einem Expected-Goals-Wert von 64,18 deutlich mehr Möglichkeiten, ließen davon aber auch einiges ungenutzt. Die Mannschaft von Florian Kohfeldt kam dagegen nur auf 40 Großchancen, zeigte sich vor dem Tor dafür aber umso kaltschnäuziger.
In Sachen Standards kann den beiden Mannschaften keiner das Wasser reichen. Die Lilien haben ihre Fans im Anschluss an einen ruhenden Ball 19-mal zum Jubeln gebracht, nur die Mannschaft von Ralf Kettemann erzielt auf diese Weise mehr Treffer – 22, um genau zu sein. Das entspricht 39 Prozent aller Tore der Ostwestfalen.
Die Darmstädter haben die meisten Tore nach einem Eckball erzielt (10), und auch keine andere Mannschaft kommt auf so viele Freistoßtore wie die Akteure von Florian Kohfeldt (6). Aber: Der Tabellenvierte aus Paderborn hat bis dato nur ein Gegentor nach einem Freistoß hinnehmen müssen, keine Mannschaft kassierte weniger.
Die Schwarz-Blauen überzeugen nicht nur nach einem ruhenden Ball, sondern erweisen sich auch aus anderen Lagen als enorm torgefährlich. Mit insgesamt acht Weitschusstreffern erzielen sie die zweitmeisten Tore aus der Distanz. Außerdem schließen sie am häufigsten per Kopf ab (101) und brachten sich auf diese Weise auch am häufigsten auf die Anzeigetafel (14-mal).
Aber auch die Darmstädter zeigen im Spiel in der Luft ihre Stärke. Denn sie haben nur 61 Kopfball-Abschlüsse zugelassen, nur zwei Teams mussten weniger Kopfbälle auf ihren Kasten hinnehmen.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
5 | 3 | 0 | 2 | 6:5 |
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Auswärts |
6 | 3 | 1 | 2 | 11:15 |
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Gesamt |
11 | 6 | 1 | 4 | 17:20 |