„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Gelingt nach der 0:1-Niederlage in der Liga nun im DFB-Pokal die Revanche? Denn schon am Mittwoch (29.10./20.45 Uhr) bietet sich in anderem Wettbewerb die perfekte Gelegenheit, es besser zu machen. Mit frischem Mut, vollem Einsatz und der Unterstützung der Fans im Rücken will der SVD im Heimspiel gegen Schalke 04 zeigen, wozu er im Merck-Stadion am Böllenfalltor fähig ist. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Pokalspiel für Euch zusammengestellt.
Was für ein besonderer Abend im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Der Zweitligist empfängt den Bundesligisten: Darmstadt 98 gegen Borussia Mönchengladbach. Es war im Herbst 2022, als die Südhessen letztmals im DFB-Pokal zuhause antraten. In dieser Begegnung setzten die Lilien den Bundesligisten früh unter Druck, spielten konzentriert nach vorne und belohnten sich bereits in der ersten Halbzeit mit dem Führungstreffer durch Phillip Tietz. Gladbach erhöhte im zweiten Durchgang allerdings den Druck und konnte zwischenzeitlich ausgleichen. Doch die Lilien ließen sich davon nicht beirren. Und zeigten in der Schlussphase sowohl Moral als auch Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Aaron Seydel ließ das Bölle mit seinem Tor zum entscheidenden 2:1 ausrasten. Mit diesem Erfolg zog der SV Darmstadt 98 damals verdient ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Könnt Ihr morgen gerne wiederholen, Jungs!
Nur fünf Spieler im aktuellen Kader des SV 98 kamen schon einmal in den Genuss eines Pokal-Heimspiels im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Marcel Schuhen, Fabian Holland, Patric Pfeiffer sowie Matthias Bader standen damals gegen Borussia Mönchengladbach in der Startelf. Zudem erlebte Alexander Brunst den Heimsieg gegen die Fohlen von der Ersatzbank aus.
Der SV Darmstadt 98 ist erfolgreich in die DFB-Pokalsaison 2025/26 gestartet. Beim VfB Lübeck setzten sich die Lilien im vergangenen August mit 2:1 durch und zogen insgesamt souverän in die zweite Runde ein. Darmstadt kontrollierte die Partie und ging durch Matej Maglica (34.) mit 1:0 in Führung. Nach der Pause kam der Regionalligist etwas mutiger aus der Kabine – doch die Lilien behielten die Ruhe und erzielten durch Fraser Hornby (73.) den vorentscheidenden Treffer zum 2:0. In der Nachspielzeit erzielten die Lübecker zwar noch den Anschlusstreffer, brachten die Lilien anschließend aber nicht mehr in Bedrängnis.
Schalke 04 nahm die erste Hürde im DFB-Pokal in Sachsen. Beim 1. FC Lok Leipzig gewannen die Königsblauen 1:0. Trotz doch eigentlich klarer Rollenverteilung zwischen Regionalligisten und Zweitligisten tat sich der Favorit aus Gelsenkirchen über 90 Minuten schwer: Die Gastgeber verteidigten leidenschaftlich, ließen kaum Großchancen und kämpften sich somit in die Verlängerung. Erst in dieser gelang Schalke in der 107. Minute durch Bryan Lasme der entscheidende Treffer in einem aus königsblauer Sicht mühsamen Pokalspiel.
Der FC Schalke 04 blickt auf eine traditionsreiche Geschichte im DFB-Pokal zurück. Insgesamt konnten die Königsblauen den begehrten Pokal fünfmal gewinnen – 1937, 1972, 2001, 2002 und 2011. Weitere siebenmal standen die Schalker im Finale. Besonders in den 2000er-Jahren gehörte Schalke regelmäßig zu den Titelanwärtern im Wettbewerb. Der letzte große Pokalerfolg datiert derweil aus dem Jahr 2011, als S04 unter Trainer Ralf Rangnick mit einem klaren 5:0-Sieg gegen den MSV Duisburg im Berliner Olympiastadion triumphierte. Seit der Saison 2011/12 jedoch gelang es den Gelsenkirchenern nicht mehr, das Halbfinale zu erreichen.
Bereits zweimal war der FC Schalke 04 für ein Pokalspiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu Gast. Im Dezember 2001 duellierten sich beide Teams im Achtelfinale des Wettbewerbs. Die damals in der Regionalliga spielenden Lilien zwangen den späteren Pokalsieger bis in die Verlängerung. Erst nach 117. Zeigerumdrehungen konnte Ebbe Sand das entscheidende Siegtor zum 1:0 erzielen. Das nächste Aufeinandertreffen gab es im September 2013, als Schalke in der zweiten Runde am Bölle gastierte: Während damals Hanno Behrens den königsblauen Führungstreffer von Jefferson Farfan zwischenzeitlich egalisieren konnte, sorgten Benedikt Höwedes und Max Meyer im zweiten Durchgang für die Entscheidung – 1:3, so das Endergebnis aus Darmstädter Sicht. Nun gastiert der FC Schalke 04 am Mittwoch zum dritten Mal im DFB-Pokal im Merck-Stadion. Und wie heißt es doch so schön: Alle guten Dinge sind drei!
Hier bezwingt uns keiner! Denn der SV Darmstadt 98 ist im Merck-Stadion am Böllenfalltor in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagen – bei drei Heimsiegen und zwei Remis. Grund dafür ist neben dem Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft vor allem die starke Defensive des SV 98. Nur zwei Gegentore kassierten die Südhessen in dieser Saison und stellen somit die beste Heimdefensive des Wettbewerbs. Ohnehin sind die Lilien seit Anfang Mai am Bölle unbesiegt. Eine Serie, die am Mittwochabend im DFB-Pokal gerne so weitergehen kann!
Schalke 04 zeigt in dieser Saison eine auffällige Vorliebe: Die meisten Tore erzielt Königsblau in den ersten 30 Minuten eines Spiels. Bereits acht Treffer fielen in diese Zeitspanne – Ligabestwert. Besonders markant ist zudem die Anfangsphase von Minute 1 bis 15, in der Schalke regelmäßig früh für Gefahr sorgt und bereits fünf Treffer knipsten konnte – auch dieser Wert wird von keinem anderen Zweitligisten überboten. Die Lilien sollten also gerade zu Beginn der Partie gewarnt sein. Schließlich fiel auch im jüngsten Duell das einzige Tor der Partie bereits in der neunten Minute. Übrigens: Die Vorliebe des SV 98 ist die Zeitspanne vom Wiederanpfiff bis zur 75. Spielminute – neun Treffer in dieser Phase nach dem Seitenwechsel sind Ligabestwert.
| Spiele | Siege | Remis | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 2 | 0 | 0 | 2 | 1:4 |
| Auswärts | 0 | 0 | 0 | 0 | 0:0 |
| Gesamt | 2 | 0 | 0 | 2 | 1:4 |