„Eine hochverdiente Niederlage“
Wir haben die Stimmen nach der deutlichen Auswärtsniederlage beim KSC zusammengefasst.
Der SV Darmstadt 98 spielt in der Regionalliga, Lukas Podolski und Co. stürmen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika auf Platz drei und Lena Meyer-Landrut gewinnt mit ihrem Song „Satelite“ den Eurovision Song-Contest für Deutschland: Das alles ist ganze 15 Jahre her – genauso lang wie das letzte Auswärtsspiel der Lilien in Ulm. Am Freitagabend (28.3./18.30 Uhr) dürfen die Darmstädter wieder ins „Ländle“ zu den Ulmer Spatzen reisen und wir haben für Euch die Top-Facts zum Spiel zusammengefasst.
Ganze zwei Meter und einen Zentimeter misst Aleksandar Vukotic. Und der 29-jährige Innenverteidiger des SV 98 weiß, seine Körpergröße einzusetzen. 119 Kopfballduelle hat der Serbe in dieser Saison bislang gewonnen – so viele wie kein anderer Spieler der 2. Bundesliga. Seine Qualitäten im Kopfballspiel setzt Vukotic aber auch gerne mal in der Offensive ein: Mit drei Treffern in der laufenden Spielzeit zählt er zu den torgefährlichsten Innenverteidigern der Liga – nur Boris Tomiak (4) traf häufiger.
Um Tore zu schießen, muss man es erst einmal versuchen. Und das tun die Darmstädter in großem Stil: Mit 384 Torschüssen gibt nur der 1. FC Köln (421) mehr Schüsse auf das gegnerische Tor ab. Dabei ist hier Quantität auch gleich Qualität: Mit 45 erzielten Toren belegen die Darmstädter Platz fünf der 2. Bundesliga in dieser Kategorie. Verglichen mit einem xGoal-Wert von 42,3 beweist sich die Darmstädter Offensive auch als durchaus effizient.
Vor allem die ruhenden Bälle sind enorm wichtig für die Ulmer Spatzen. Über ein Drittel ihrer Tore erzielten sie per Standard. Die Lilien sollten gewarnt sein, müssen aber auch nicht in Panik verfallen: Denn der SV 98 ist mit sieben Gegentoren die drittbeste Mannschaft der 2. Bundesliga, wenn es um kassierte Tore nach Standards geht. Doch nicht nur die Standards, sondern auch die Defensive gilt als ein Prunkstück der Ulmer: Mit 32 Gegentoren kassierten nur zwei Mannschaften aus der 2. Bundesliga weniger Gegentore als Ulm – Hannover (26) und Köln (31).
Der offensiv gefährlichste Spieler der Ulmer ist ohne Frage Semir Telalovic: Der 25-jährige Stürmer kam letzte Saison von den Blackburn Rovers aus der 2. Englischen Liga ins Donaustadion. Für den gebürtigen Ehinger war der Wechsel eine Rückkehr in die Heimat. Mit seinen neun Toren, die er diese Saison bisher erzielt hat, steuerte er mehr als doppelt so viele Tore wie der zweitbeste Ulmer Torschütze Felix Higl bei. Telalovic sollte gegen die Lilien heißer denn je sein, ein Tor zu erzielen. Seit seinem Viererpack am 26. Januar gegen den SSV Jahn Regensburg hat der Stürmer nicht mehr getroffen – und die Ulmer Spatzen seitdem auch nicht mehr gewonnen.
Dass viele Spiele der Ulmer ziemlich eng verlaufen, belegt folgende Statistik: Die Ulmer sammelten in dieser Spielzeit elf Unentschieden – so viele wie keine andere Mannschaft in der 2. Bundesliga. Und auch die Spiele, die die Donauschwaben verloren, waren fast immer knapp: Ganze neun ihrer zwölf Niederlagen endeten mit nur einem Tor Unterschied.
Wer gegen SSV Ulm etwas Zählbares mitnehmen will, muss sich auf einen harten Kampf mit viel Einsatz vorbereiten: Nur zwei Teams bestritten in der 2. Bundesliga mehr Zweikämpfe als die Spatzen. Durchschnittlich verwickeln die Donauschwaben ihre Gegner in 221 Duelle pro Partie und gewinnen davon auch überdurchschnittlich viele: 2.832 gewonnene Zweikämpfe bedeutet Platz drei der 2. Bundesliga in dieser Kategorie.
Aleksandar Vukotic (9), Matej Maglica (4), Philipp Förster (4) und Fabian Nürnberger (4) sind gelb-vorbelastet. Eine weitere Gelbe Karte für einen der Spieler würde eine Sperre nach sich ziehen. Fraser Hornby fehlt gegen Ulm aufgrund seiner Gelb-Roten-Karte im letzten Spiel gegen den 1. FC Köln.
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 15 | 9 | 2 | 4 | 26:22 |
| Auswärts | 14 | 2 | 5 | 7 | 11:24 |
| Gesamt | 29 | 11 | 7 | 11 | 37:46 |