FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Als der vierte Offizielle die Anzeigetafel mit der fünfminutigen Nachspielzeit hochreckte, zog ein Raunen durch das ausverkaufte Wildparkstadion.
"Gefühlt 30 Karlsruher", wie Florian Jungwirth beobachtete, belagerten in der Folge den Strafraum des SVD -doch mit unbändiger Entschlossenheit überstanden die Lilien auch die zusätzliche, kaum enden wollende Spielzeit. 1:0 im Topspiel über den KSC: Ein Ereignis, auf das Torschütze Tobias Kempe am Folgetag äußerst gern zurückblickte.
"Das war ein unbeschreiblicher Moment. Im Stadion hatte jeder von uns Gänsehaut", so der 25-Jährige am Dienstagvormittag nach dem obligatorischen Auslaufen: "Für solche Duelle spielt man letztlich Fußball."
Maßgeblich zum Auswärtssieg trug Kempe selbst in der 66. Spielminute bei, als er eine die perfekte Vorlage von Marcel Heller zum Siegtreffer nutze: "Ich weiß ja, dass Helle sehr schnell ist und gerne mal einen Gegenspieler stehen lässt. Deswegen habe ich den Laufweg mitgemacht und konnte die überragende Vorarbeit verwerten", beschrieb Kempe die Situation.
Ebenso spielentscheidend wie der einzige Treffer des Abends war die Bereitschaft aller Spieler, bis zur 95. Minuten um jeden Zentimeter zu kämpfen. Sinnbildlich für den Willen der Mannschaft stand einmal mehr "Toni" Sailer, der ab der 57. Minute mit dickem "Turban"-Verband weiterhin jeden Zweikampf suchte und kein Kopfballduell scheute.
"Wir haben eine super Mentalität in der Mannschaft", erklärte Kempe, der in der zweiten Halbzeit ebenso bezeichnend einen eigentlich schon verlorenen Ball mit unglaublichem Einsatz von der Seitenauslinie kratzte und im Spiel hielt: "Jeder ist für jeden da, jeder kämpft für den anderen. Unser Zusammenhalt ist der Schlüssel für die erfolgreiche Saison."
Auch Mittelfeldrenner Hanno Behrens sieht darin die Gründe für die sensationelle Spielzeit: "Unser Teamgeist ist unser größtes Faustpfand und macht wahrscheinlich auch einen gewissen Unterschied zu anderen Teams."
Eine weitere Konstante in diese Saison stellen die Anhänger der Lilien dar. Rund 4000 unterstützten den SVD in Karlsruhe, was auch bei den Profis erneut Gänsehaut auslöste: "So einen Sieg mit unseren Fans zu feiern, ist etwas ganz Besonderes", sagte Kempe, und Behrens fügte ergänzend hinzu: "Unsere Fans peitschen uns nach vorne, das macht sie so ungemein wichtig für uns. Der Auftritt unserer Anhänger war einmal mehr überragend."
Wer die Mannschaft nicht nach Karlsruhe begleiten konnte, drückte vor dem Fernseher die Daumen. Mehr als zwei Millionen Zuschauer verfolgten die Partie in der Spitze bei Sport 1, dem die Einschaltquoten in der Hauptzielgruppe den höchsten Marktanteil bei einem Zweitligaspiel seit 2008 bescherten.
Trotz des vielbeachteten und euphorisch aufgenommenen Erfolges sieht Behrens keinen Grund, die bisherige Marschroute zu verändern: "Wir fahren seit Saisonbeginn gut damit, uns total auf die nächste Partie zu konzentrieren. Natürlich ist es schön uns auf dem zweiten Platz zu sehen, aber jetzt liegt der Fokus voll auf der Begegnung in Fürth, wo uns ein ganz schwieriges Spiel erwartet."
Und auch Kempe richtet den Blick bereits auf das kommende Auswärtsspiel: "Wir müssen gegen Fürth erneut alles reinwerfen. Für Fürth geht es ums Überleben, auch dort können wir erneut nur gemeinsam bestehen."