FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
90 Minuten. Immer wieder betonte Torsten Frings auf der Pressekonferenz den Zeitrahmen eines Fußballspiels. Zum einen, weil er auch vier Tage danach weiterhin auf die zweite Hälfte der 90 Minuten gegen Bochum angesprochen wurde – zum anderen, um zu verdeutlichen, was seine Mannschaft in den anderthalb Stunden am Sonntag benötigt, um gegen Bielefeld erfolgreich zu sein. „100 Prozent über 90 Minuten.“
„Die Mannschaft war sehr selbstkritisch und hat eingesehen, dass sie den berühmten Schritt weniger gemacht hat“, gab Frings einen Einblick in die durchgeführte Analyse des Bochum-Spiels, die zudem eine simple Aufgabenstellung für Duell mit der Arminia auswarf: „Wir wollen alles dafür tun, um das Spiel zu gewinnen. Dafür müssen wir über 90 Minuten das zeigen, was wir in der ersten Hälfte gegen Bochum gespielt haben.“
Denn dort brachte der SV 98 all das auf den Platz, was Frings die „Basis“ für einen erfolgreichen Spielausgang nennt: „Wir dürfen die Tugenden, für die wir stehen, nicht vergessen. Wenn wir die bringen, sind wir vom Fußballerischen stark genug, um viele Spiele zu gewinnen.“
Tugenden, die als Grundlage dienen, um schlussendlich an das eigene Leistungslimit zu gehen, das auch gegen Bielefeld erreicht werden muss. „Wenn wir 100 Prozent zeigen, dann sind wir schwer zu schlagen. Wenn wir nur 99 Prozent abrufen, dann sind wir für jeden Gegner schlagbar“, veranschaulichte Frings den minimalen Unterschied, der ausreicht, um aus einem möglichen Sieg eine Niederlage machen zu können.
Seinen anschließenden Wunsch äußerte der 40-Jährige dann erneut in Verbindung mit der Zahl des Tages: „Ich hoffe, dass wir gegen Bielefeld über 90 Minuten diese 100 Prozent abrufen. Dann bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Spiel abliefern werden.“
Dass der kommende Gegner am vergangenen Spieltag eine 0:4-Heimpleite gegen den MSV Duisburg einstecken musste, ändert dabei nichts an Frings‘ Respekt vor der Arminia: „Zuvor sind sie in neun Ligaspielen ungeschlagen geblieben. Sie stehen zurecht da oben, haben schon viele Punkte geholt und für uns bedeutet es erneut ein schweres Spiel gegen eine starke Mannschaft.“
Einen möglichen Spielverlauf konnte Frings im Vorfeld naturgemäß nicht aufzeigen, der Chefcoach der Lilien ließ sich aber zumindest ein mögliches Szenario entlocken: „Ich glaube schon, dass Bielefeld immer mal wieder die Chance nach vorne suchen wird. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie erstmal abwarten und uns das Spiel überlassen werden. Wir müssen Lösungen finden, um den Riegel zu entriegeln.“
Bei der Auswahl seiner Riegel-Knacker hat Frings quasi freie Auswahl. Einzig Peter Niemeyer (nach Fersen-OP) fehlt dem Team weiterhin.
Mit Aytac Sulu und Sandro Sirigu befinden sich im aktuellen Kader zudem zwei Spieler, die auch das „Wunder von Bielefeld“ hautnah miterlebt haben. Für Sirigu auch heute noch eine „wunderschöne Erinnerung.“ Beim erneuten Aufeinandertreffen wird die Erinnerung aber nicht dabei helfen, weitere Punkte am Böllenfalltor zu sammeln. Und so zieht Sirigu seinen Optimums auch viel lieber aus der Aktualität: „Wenn wir so spielen, wie wir in dieser Woche trainiert haben, bin ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen werden.“