FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Und dadurch automatisch immer ein Gesprächsthema. Natürlich wird auch viel über die Lilien gesprochen, geschrieben und gepostet. Wir haben uns 7 Thesen angeguckt - und sie statistisch eingeordnet.
Die Lilien haben zu wenig Punkte!
Gemessen an den Spielverläufen und Statistiken fehlt sicherlich der eine oder andere Zähler. Zieht man aber den Vergleich mit der Vorsaison, so stehen nach 6 Spieltagen 9 Punkte zu Buche (Vorsaison 6). Auch im Vergleich der Spiele gegen die bisherigen Kontrahenten steht ein ordentlicher Zuwachs. Brachten die Partien in Sandhausen, Nürnberg, Osnabrück und Karlsruhe sowie die Heimspiele gegen Regensburg und St. Pauli in 2019/20 insgesamt 7 Punkte, so sind es aktuell bekanntlich 9.
Wann gibt’s endlich mal einen Heimsieg?
Klar, die Spiele gegen Regensburg und St. Pauli waren schmerzhaft, weil die Überlegenheit nicht in Siege umgemünzt wurde. Aber: Es waren eben auch die beiden einzigen Heimspiele. Inklusive des Pokalspiels in Magdeburg bestrittenn die Lilien fünf von sieben Pflichtspiele auswärts. In der Liga musste sonst nur der FC St. Pauli bereits vier Mal auf fremden Platz antreten. Trotzdem: Gegen Paderborn dürfen die drei Punkte gerne am Bölle bleiben. Die saisonübergreifende Serie von 12 ungeschlagenen Heimspielen spricht zumindest nicht dagegen.
Ballbesitz schießt keine Tore!
Sicherlich richtig. Ballbesitz ist aber die Grundbedingung, um überhaupt in Abschlusssituationen zu kommen. Mit 60,9 Prozent verzeichnen die Lilien bislang den höchsten Wert der Liga. Doch ergibt sich dieser Wert keineswegs aus Querpässen in der eigenen Hälfte. 94 Torschüsse feuerte der SV 98 bereits ab, nur zwei Teams (Fürth und Heidenheim) versuchten es öfter. In der Gesamtanzahl der Schüsse (134) liegen die Lilien sogar auf dem zweiten Platz.
Effektivität ist ein Fremdwort!
Natürlich sind einige vergebene Chancen im Gedächtnis geblieben, sicherlich hätten es mehr als die aktuellen 12 Treffer sein können. Dennoch: 12 Treffer sind die zweitmeisten der Liga und immerhin 9 Prozent der Torschüsse treffen ins Ziel. Ein Wert, den nur fünf andere Teams überbieten können. Positiv ist dabei auch die Entwicklung: 15 Torschüsse mündeten in Karlsruhe in vier Treffer, gegen Regensburg reichte dieselbe Anzahl nicht aus, um den Ball überhaupt in die Maschen zu befördern.
Die Lilien können keine Führung über die Zeit bringen!
Auch wir haben beide Fäuste in der Tasche geballt, als der FC St. Pauli in der 97. Minute noch einen Punkt vom Bölle entführte und auch in Osnabrück sorgte der Ausgleich der Gastgeber für Worte, die wir hier nicht wiederholen möchten. Allerdings: Nur Nürnberg und der HSV gingen überhaupt häufiger in Führung (6 Mal), nach einem Vorsprung verloren die Lilien (insgesamt 5 Führungen) nur in Sandhausen. Umgekehrt holte das Team bereits 6 Punkte nach Rückstand (nur der HSV holte mehr (7).
Fazit: Es gibt Steigerungspotenzial, aber in dieser Liga bedeutet eine Führung oftmals noch nicht viel. Das mussten auch die Teams bezeugen, gegen die wir unsere bisherigen Siege eingefahren haben.
Außer Dursun trifft doch keiner!
Falsch. Sieben verschiedene Torschützen sind geteilter Ligabestwert. Aber über die bereits vier Saisontore von Serdar wollen wir uns auch nicht beschweren…
Wo wäre der SV 98 nur ohne die Standards?
Wir hätten weniger Punkte, absolut. Aber auch die Standards sind eine Folge der aktiven Spielweise. Kein Team der Liga wurde öfter gefoult (96 Mal), kein Team führte mehr Freistöße aus (117). Und auch die 42 Ecken werden nur vom Spitzenreiter aus Hamburg (47) übertroffen. 7 Treffer nach Standards sind klare Ligaspitze, aber fünf Treffer aus dem Spiel heraus auch nicht so schlecht.