Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Früh in Rückstand geraten. Moral gezeigt. Und mit einer leidenschaftlichen Leistung das Spiel gedreht. Die Lilien feierten im Merck-Stadion am Böllenfalltor mit einem 2:1-Erfolg gegen den Karlsruher SC den dritten Heimsieg in Folge und knackten bereits am 29. Spieltag die 60-Punkte-Marke. Dementsprechend glücklich zeigten sich die Darmstädter Protagonisten an den Mikrofonen. Was sagen die Spieler? Wie beurteilt Cheftrainer Torsten Lieberknecht die 90 Minuten am Bölle? sv98.de hat die Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.
„In der ersten Halbzeit sind wir sehr gut ins Spiel gekommen. Wir haben den KSC durch unser gutes Positionsspiel vor die Probleme stellen können, die wir uns zuvor erhofft hatten. Dann gab es zwar den Rückschlag durch das Gegentor, entscheidend war aber, dass die Mannschaft in ihrem Spiel geblieben ist. Durch das 1:1 sind wir mit einem guten Gefühl in die Halbzeit gegangen. Nach dem Seitenwechsel machen wir dann das 2:1 nach einer Standardsituation. Ab der großen Chance zum 3:1 war es bis zum Schluss ein leidenschaftliches Verteidigen. Jeder ist über die Schmerzgrenze hinaus gegangen. Wir haben uns in alles reingeworfen, um die Punkte hier zu behalten. Mitgeholfen haben dabei auch unsere Fans. Hier am Bölle kann ein Hexelkessel entstehen, heute haben wir alle gemeinsam diesen Sieg errungen. Daher bin ich massiv stolz.“
„Glückwunsch an Torsten und den ganzen Verein zum Heimsieg. Ich habe sehr dominante Darmstädter im ganzen Verlauf der ersten Halbzeit gesehen. Sie haben von Beginn an gezeigt, dass sie das Heimspiel unbedingt gewinnen wollten. Mit und gegen den Ball hatten wir die ein oder andere Problematik gegen sie. Trotzdem ist meine Mannschaft in der Lage, aus dem Nichts ein Tor zu schießen. Was mir dennoch extrem missfallen hat, war der fehlende Mut mit Ball. Das war zu wenig in den ersten 45 Minuten. Nach dem Standardtor im zweiten Durchgang hat der Gegner die Chance zum 3:1. Wenn Darmstadt diese nutzt, ist das Spiel durch. So haben wir aber ab diesem Zeitpunkt unser Herz in beide Hände genommen und nur noch auf ein Tor gespielt. In Summe hätten wir aufgrund unserer Torchancen sicherlich ein 2:2 verdient gehabt.“
„In der ersten Halbzeit waren wir tonangebend und haben ein gutes Spiel gemacht. Nach der Führung waren wir dann etwas zu passiv, unsere Abstände waren etwas zu groß, das werden wir natürlich analysieren. Jetzt sind wir aber erst einmal überglücklich über die drei Punkte. Im Endeffekt haben wir das eine Tor mehr geschossen als der Gegner. Vergangene Woche hatten wir viele Chancen, heute hatten wir das Glück dann eher auf unserer Seite, zudem hat Schuh natürlich überragend gehalten. Karlsruhe hat es nach der Pause hervorragend gemacht, da sind wir der Musik manchmal etwas hinterhergelaufen, haben aber trotzdem alles irgendwie wegverteidigt bekommen. Es war kein glanzvoller Sieg, das spielt aber dann auch keine Rolle. Wichtig war, dass wir nach der Niederlage in Düsseldorf heute diese Reaktion zeigen konnten.“
„Der KSC hat es heute wirklich gut gemacht, speziell nach der Pause. Aber wir haben einmal mehr Mentalität gezeigt, 2:1 gewonnen und die drei Punkte hierbehalten. Das zählt schlussendlich, alles andere ist jetzt erstmal egal. Karlsruhe ist sehr spielstark aufgetreten, wir haben es defensiv aber gut gelöst. Nach dem Rückstand wussten wir, dass wir noch genügend Zeit haben, um das Spiel zu drehen. In der Endphase hat der KSC alles versucht, lange Balle gespielt, aber den Ball auch gut laufen lassen, das war schwer zu verteidigen. Trotzdem ist es eine Qualität, dass wir in dieser Phase keinen Gegentreffer mehr zugelassen haben. Wir haben wieder drei Punkte mehr, genießen jetzt den Augenblick und schauen dann schon wieder nach Kiel.“
Zu seinem Tor:
„Ich bin natürlich happy darüber. Patric Pfeiffer hat den Ball super auf den langen Pfosten gebracht, das war so einstudiert.“