FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Jamie Maclaren sprach mit sv98.de über das anstehende Heimspiel gegen Holstein Kiel, den Konkurrenzkampf im Lilien-Training und die Playoff-Spiele von Australien gegen Honduras, für die der 24-Jährige in den vorläufigen Kader berufen wurde.
sv98.de: Jamie, erstmal Glückwunsch zur Nominierung für den vorläufigen Kader für die Playoff-Spiele gegen Honduras. Wie groß ist die Hoffnung, dass du auch zum finalen Kader zählen wirst?
Jamie Maclaren: Es werden schwierige und unheimlich wichtige Spiele für uns. Der Sieger fährt zur WM. Also zwei absolute Endspiele. Natürlich würde ich mir wünschen, dabei zu sein, aber ich muss hier weiter Gas geben und noch mehr Spielminuten sammeln. Um berufen zu werden, muss man im Verein auf viel Spielzeit kommen. Daran arbeite ich und vielleicht darf ich bei diesen Spielen dabei sein.
sv98.de: Zunächst tretet ihr am 10. November auswärts in Honduras an, das Rückspiel in Sydney steigt dann am 15. November. Wie schätzt du die Chancen ein?
Maclaren: In Honduras wird uns einiges erwarten. Die Atmosphäre, das Umfeld und auf dem Platz werden wir mit Sicherheit nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Damit müssen wir umgehen können. Ich glaube fest daran, dass wir uns qualifizieren. Wir sind eine talentierte Mannschaft mit einem guten Mix aus Erfahrung und jungen Spielern, die noch recht neu bei Nationalelf sind. Ich bin positiv und auch überzeugt, dass Australien geschlossen hinter uns stehen wird.
sv98.de: Was würde eine erfolgreiche Qualifikation für Australien bedeuten?
Maclaren: Eine Menge. Wir haben uns zwar seit 2006 für jede WM qualifiziert, aber zuvor hat Australien 32 Jahre lang darauf gewartet. Trotzdem ist durch die drei Teilnahmen in Folge ein gewisses Selbstverständnis entstanden, dass wir uns für Weltmeisterschaften qualifizieren. Aber jetzt gibt es nur Honduras oder uns. Jeder freut sich auf diese Spiele und die Herausforderung und wir sind auch selbstbewusst genug, um mit einem guten Gefühl nach Honduras zu fahren.
sv98.de: Zuvor stehen aber noch zwei Ligaspiele mit den Lilien an. Am Samstag ist die Überraschungsmannschaft aus Kiel zu Gast. Ein weiteres schweres Match…
Maclaren: Kiel ist überragend gestartet, aber wir sind eine gute Mannschaft, die an ihre Stärken glaubt. Wir fokussieren uns nicht so sehr auf den Gegner sondern auf uns und unsere Spielweise. Wir spielen zuhause, die Fans stehen hinter uns und wir haben auch in dieser Saison gezeigt, was dann gemeinsam am Bölle möglich ist. Wir wollen Kiel unser Spiel aufzwingen und nach 90 Minuten die Punkte hierbehalten.
sv98.de: Kiel hat am Dienstag 120 Minuten im Pokal gespielt. Ein Vorteil?
Maclaren: Es kann immer beides sein. Es waren 120 Minuten Spielpraxis gegen einen Erstligisten und es gibt Selbstvertrauen, dabei so gut mitgehalten zu haben. Auf der anderen Seite stecken die 120 Minuten sicherlich am Samstag noch ein wenig in den Beinen. Aber darauf wird es nicht ankommen. Wir haben wirklich gut trainiert, jeder ist bereit für den Samstag. Wer auch immer in der Startelf steht, wird seinen Job erledigen. Alle sind hungrig auf den Heimsieg.
sv98.de: Du selbst wurdest in Düsseldorf eingewechselt, leider hat es schlussendlich nicht mehr zum Ausgleich gereicht. Wie hast du das Spiel gesehen?
Maclaren: Für mich war es schön, eingewechselt zu werden, auch wenn ich mich auf der Position noch ein wenig anpassen muss. Aber es ist gut, dass ich auch andere Position im System ausfüllen kann, auf denen der Trainer mit vertraut. In Australien habe ich immer als Nummer 9 agiert, hier auch schon auf den Außen oder als eine hängende Spitze. Diese Umstellung braucht ein wenig Zeit, aber egal, wo ich auf dem Feld auftauche, will ich dem Team mit meinem Spiel helfen. Insgesamt haben wir nach dem frühen Nackenschlag Charakter gezeigt und hatten die Chancen, um etwas aus Düsseldorf mitzunehmen. Manchmal funktioniert es und manchmal rutscht der Ball nicht über die Linie. Trotzdem war es ein richtiger Schritt.
sv98.de: Mit welchem Gefühl seid ihr danach in die Trainingswoche gegangen?
Maclaren: Auch wenn wir uns andere Ergebnisse gewünscht hätten in den letzten Wochen, spürt man die Überzeugung und das positive Denken auf dem Trainingsplatz. Das Lachen ist weiterhin in den Gesichtern, wir betreiben keine Schwarzmalerei. Keiner verfällt in Panik, schließlich sind noch 23 Spiele zu spielen.
sv98.de: Wie läuft die Vorbereitung auf das erste von 23?
Maclaren: Wirklich gut. Wir sind eine tolle Truppe mit Charakter, das zeigt sich jeden Tag in der Kabine. Aber wenn es raus auf den Platz geht, dann spürt jeder den Konkurrenzkampf. Wir sind Freunde, aber sobald wir die Seitenlinie zum Trainingsplatz überqueren sind wir auch Konkurrenten. Wichtig ist, dass die Grätschen, kleinen Fouls oder Fehlpässe nach dem Training in der Kabine wieder vergessen sind. Und das ist der Fall. Bislang waren es wirklich gute Einheiten, die mich positiv auf Samstag schauen lassen.