FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Was für eine irre Schlussphase am Böllenfalltor. Eine lange ausgeglichene Partie zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem VfL Bochum endete mit einem spektakulären Finish. Christian Clemens (79.) mit seinem ersten Tor für die Lilien und Serdar Dursun (87.) per Doppelpack drehten innerhalb weniger Minuten die Partie, in welcher der Zweitliga-Tabellenführerz zunächst in Führung (74.) gegangen war. Die drei Punkte gegen eine der Top-Mannschaften der Liga waren der Lohn einer vor allem defensiv starken Leistung der Darmstädter. Demensprechend glücklich und stolz zeigten sich die Lilien nach der Partie an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
Thomas Reis:
„Glückwunsch an Markus Anfang und Darmstadt 98. Es ist ein sehr bitterer Abend für uns. Beide Teams standen in der erste Halbzeit in ihren Defensivreihen sehr sicher und ließen nicht viele Torchancen zu. Etwas schlafmützig kommen wir dann in den ersten Minuten aus der Halbzeitpause heraus. Man hatte danach nicht das Gefühl, dass in diesem Spiel noch vier Tore fallen könnten. Nach einem Standard gehen wir dann in der 74. Minute in Führung und müssen es danach einfach besser verteidigen. Wir geben das Spiel fahrlässig aus der Hand und verteidigen alle drei Gegentore nicht gut. Da müssen wir cleverer sein. Insgesamt war es kein schönes Spiel, dennoch hätten wir einen Punkt definitiv verdient gehabt.“
Markus Anfang:
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit recht gut gegen den Ball verhalten und wenig zugelassen. Der Gegner hatte keine große Torchance. Mit dem Ball hatten wir dagegen viele kleine Fehler in unserem Spiel und sind nicht in unsere Abläufe gekommen. Trotzdem hatten wir durch Erich Berko aus der Distanz die klarste Möglichkeit. In der zweiten Hälfte sind wir besser ins Spiel gekommen und konnten nach vorne mehr Akzente setzen. Mit dem ersten Schuss aufs Tor kriegen wir aber den Gegentreffer. Danach lief es so wie im Hinspiel – nur umgekehrt: Wir schießen erst den Ausgleich und dann den Führungstreffer, machen sogar noch das 3:1. Insgesamt muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen: Sie haben gut, kompakt und diszipliniert gegen den Ball gearbeitet – und das gegen ein Team wie Bochum mit hoher Qualität. Wir sind sehr froh darüber, dass wir die 40-Punkte-Marke nun geknackt haben. Jetzt haben wir noch drei Spiele vor der Brust und werden alles dafür tun, das Optimum rauszuholen.“
Marcel Schuhen:
„Wir haben defensiv ein richtig gutes Spiel gemacht und vieles wegverteidigt. Nach dem Rückstand haben wir immer noch daran geglaubt, das Ding drehen zu können. Lange war es ein Abnutzungskampf, aber die Reaktion auf das 0:1 war wirklich super. Es ist natürlich total verrückt, dass das heutige Spiel genau umgekehrt zum Hinspiel gelaufen ist. Es ist schön, dass wir aus dem Partie in der Hinrunde gelernt haben. Schlussendlich ist der Sieg verdient und es fühlt sich super an, gegen den Tabellenführer gewonnen zu haben.“
Christian Clemens:
„Genau heute vor zwei Jahren habe ich mich schwer verletzt und ich habe immer daran geglaubt, zurückkommen zu können. Das Tor ist deswegen Erleichterung pur für mich. Dass ich der Mannschaft dabei helfen konnte, den Tabellenführer zu schlagen, das freut mich extrem. Manchmal ist Fußball schwer zu erklären, aber der Rückstand war wie eine Initialzündung für uns. Vielleicht waren wir vorher noch einen Tick zu passiv, weil auch ein 0:0 gegen den Tabellenführer okay gewesen wäre. Aber nach dem 0:1 hatten wir gar nichts mehr zu verlieren, haben Vollgas gegeben und am Ende auch verdient gewonnen. Es ist schade, dass heute wieder keine Fans hier sein konnten. Ich glaube, sonst wäre am Bölle die Hölle los gewesen.“
Serdar Dursun:
„Es war ein verrücktes Spiel. Lange war es taktisch geprägt und etwas zäh. Bochum hat eine starke Mannschaft und gut den Ball laufen lassen, ohne zu klaren Torchancen zu kommen. Normalerweise gewinnt dann die Mannschaft, die das erste Tor erzielt. Aber es war extrem wichtig, dass wir drangeblieben sind und weiter an uns geglaubt haben. Der Ausgleich hat uns dann nochmal beflügelt, plötzlich stand es 3:1 und Bochum wusste nicht mehr so richtig, wo sie sind. Die vergangenen Spiele sind wirklich hervorragend gelaufen, ich bin stolz auf die komplette Mannschaft. 21 Saisontore muss ich erst einmal realisieren, das ist schon unglaublich. Heute hat man auch gesehen, dass jeder Spieler in der ersten Elf stehen könnte, die Einwechselspieler haben einen ganz großen Teil zu diesem Sieg beigetragen.“