FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Drei kurze, aber knackige Pfiffe durch die Trillerpfeife. Feierabend, das erste Mannschaftstraining auf dem Platz ist geschafft. Die Spieler finden sich in einer Traube am Spielfeld zusammen, lechzen bei hitzigen Temperaturen nach Wasser und lassen sich langsam auf dem Rasen nieder. Dann ergreift Torsten Lieberknecht noch einmal das Wort. "Eine Sache noch. Die beiden Toren räumen alle gemeinsam weg", sagt der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 und erklärt: "Alle packen mit an. Das ist etwas, was mir ganz wichtig ist."
Gesagt, getan. Egal, ob ältere oder jüngere Generation: Gemeinsam trugen die Lilienprofis die beiden Tore vom Platz. Danach war dann auch endgültig Feierabend. Gut anderthalb Stunden dauerte der Trainingsauftakt des SV 98 am Samstagnachmittag (19.6.). Und Lieberknecht zog anschließend ein positives Fazit: „Die ersten 90 Minuten waren schon intensiv. Es war ein guter Beginn.“ Nach vier Tagen voller Testungen, Leistungsdiagnostiken und medizinischen Checks betraten die Südhessen wieder den Rasen. „Ich bin froh, dass ich mit meiner Mannschaft endlich auf den Platz konnte. Froh darüber, einfach mal so richtig wieder ins Tun zu kommen“, freute sich der Chefcoach der Lilien.
Ein Schaulaufen war der Trainingsauftakt, bei welchem die Darmstädter erstmals ihre neuen Heim- und Auswärtstrikots in Aktion präsentierten, dabei ganz und gar nicht. Im Gegenteil. „Ich möchte sehr komplex trainieren“, gab Lieberknecht bereits kurz vor der Einheit im YouTube-Livestream der Lilien zu Protokoll. So startete das Training mit einem intensiven Athletikprogramm inklusive Kraft- und Stabilisationsübungen, ehe es dann mittels Passformen an die Ballgewöhnung ging. Zum Schluss ließ der SV98-Trainer seine Mannschaft noch ein dreimal zehnminütiges Spiel von Sechzehner zu Sechzehner absolvieren. Währenddessen griff sich Lieberknecht immer wieder Spieler heraus, um ihnen in kurzen Einzelgesprächen gewisse Abläufe zu erklären.
Insgesamt 25 Spieler standen am Samstagnachmittag auf dem Platz. Davon absolvierten Adrian Stanilewicz, Erich Berko und Leon Müller ein individuelles Trainingsprogramm. Für Marvin Mehlem, Aaron Seydel, Tobias Kempe, Patric Pfeiffer und Frank Ronstadt kam die Einheit dagegen noch zu früh. Die Neuzugänge Morten Behrens, Steve Kroll, Jannik Müller, Emir Karic und Phillip Tietz trainierten derweil erstmals gemeinsam mit der Mannschaft. Ergänzt wurde der Kader mit zahlreichen Spielern aus der U19 des SV 98. „Der Kader ist noch nicht vollständig“, weiß Lieberknecht, sagt aber auch: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Doch jetzt arrangiere ich mich erst einmal mit den Gegebenheiten, die da sind.“
Und die seien am Böllenfalltor top. Mit Co-Trainer Ovid Hajou und Torwarttrainer Dimo Wache, der nach langer Verletzungsunterbrechung wieder zurück ist, ist nun auch das Trainerteam vollständig. „Wir sind hier perfekt aufgestellt. Es ist schon top, wie hier alles organisiert ist“, freute sich Lieberknecht, der in seinen ersten Wochen als neuer Lilien-Coach auf ein sehr professionell arbeitendes sowie familiäres und freundliches Umfeld gestoßen ist. „Ich habe hier am Bölle bereits sehr viele Menschen kennengelernt, die anpacken wollen“, betonte er. Egal, ob Trainer, Staff, Mannschaft oder der gesamte Verein – es gilt: Anpacken. Und zwar gemeinsam.