FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Am Mittwochnachmittag (2.6.) beantwortete Carsten Wehlmann in einer digitalen Medienrunde die Fragen der zugeschalteten Journalisten. Der sportliche Leiter des SV 98 sprach dabei zunächst über die vergangenen Tage, richtete dann aber bereits den Blick nach vorne. sv98.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
… zum Ablauf des Wechsels von Markus Anfang:
Wir waren mit der Zusammenarbeit mit Markus Anfang sehr zufrieden und wollten unseren Weg mit ihm kontinuierlich weitergehen. Am Wochenende haben wir dann aber von Markus erfahren, dass er zu Werder Bremen wechseln möchte. Im Anschluss wurden wir von den Bremer Verantwortlichen kontaktiert. Es kam zu einem ersten Angebot der Werderaner. Diesem konnten und wollten wir nicht entsprechen. Wir haben anschließend unseren Standpunkt sehr deutlich gemacht. Schließlich hatten wir einen guten Trainer unter Vertrag, der noch ein bis 2022 gültiges Arbeitspapier besaß.
Wie haben Werder ein Gegenangebot mit den Vorstellungen unterbreitet, bei deren Erfüllung ein Wechsel zustande kommen könnte. Dieses Angebot hat Werder Bremen zunächst abgelehnt, einen Tag später aber noch einmal signalisiert, dass sie weiterhin gesprächsbereit seien. Anschließend haben wir uns zusammengesetzt und eine Lösung für alle Parteien gefunden.
… über die Art und Weise der Verhandlungen:
Die Kommunikation hätte sicherlich in einem anderen Rahmen ablaufen können. Da klammere ich unsere Seite allerdings aus. Der Wechsel von Markus Anfang kommt natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Trotzdem haben wir uns final mit Werder Bremen einigen können. Damit ist zu den letzten Tagen alles gesagt. Wir schauen jetzt nur noch nach vorne.
… über die Trainersuche:
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen neuen Trainer zu finden. Solch eine Entscheidung muss jedoch wohlüberlegt und gut getroffen sein. Seit dem Abgang von Markus Anfang ist noch nicht viel Zeit vergangen. Dementsprechend beginnen wir jetzt, Gespräche mit potentiellen Kandidaten zu führen. Viel Zeit bis zum Trainingsstart Mitte Juni ist nicht mehr. Wir wollen spätestens zu diesen Zeitpunkt einen neuen Trainer haben – bestmöglich natürlich schon früher, um Abläufe hinsichtlich des Trainingsauftaktes, der Kaderplanung und organisatorische Dinge besser besprechen zu können.
… zum Anforderungsprofil des neuen Coaches:
Den Weg, den wir eingeschlagen haben, wollen wir weitergehen. Wir arbeiten daher daran, einen neuen Trainer zu verpflichten, der die Art und Weise unseres Fußball sowie unseren Weg fortführen kann. Gerade im Hinblick auf den spielerischen und aktiven Ansatz unseres Spiels. Das ist die Grundlage, wenn wir uns mit Kandidaten unterhalten und darin sollte auch die Kernkompetenz des neuen Trainers liegen.
… zur kommenden Saison:
Schon in den letzten Jahren haben wir immer wieder Leistungsträger ersetzen müssen. Das ist uns bislang sehr gut gelungen, was nicht zuletzt die Platzierungen fünf und sieben in den vergangenen beiden Spielzeiten untermauern. Wir hatten stets eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz. Und wir sind auch weiterhin ambitioniert. Wir wissen um die Stärke der Liga, brauchen uns aber auch nicht verstecken. Das hat vor allem die vergangene Rückrunde gezeigt. Dass wir noch etwas am Kader machen müssen, steht außer Frage.
… über die bereits verpflichteten Neuzugänge:
Spieler unterschreiben ihre Verträge bei einem Verein. Sie unterschreiben nicht beim Trainer. Die Verpflichtungen, die wir bereits getätigt haben, wollten wir als Verein Darmstadt 98 tätigen. Diese Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen. Unsere Neuzugänge können auch unter einem anderen Trainer Fußball spielen. Wir sind von der Qualität jedes Einzelnen überzeugt.
… über mögliche weitere Neuzugänge:
Die Gespräche mit möglichen Neuzugängen laufen parallel weiter. Sicherlich werden auch diese Spieler die Situation mitbekommen haben. Für manch einen ist das kein Problem. Vielleicht will aber auch der ein oder andere noch abwarten, um erst noch ein Gespräch mit dem neuen Trainer führen zu können. Letztendlich wollen wir uns von der Art und Weise unseres Fußballs aber nicht grundlegend verändern. Das haben wir möglichen Neuzugängen genauso kommuniziert.
… über die Attraktivität von Darmstadt 98:
Dass wir Transferlöserlöse erzielen, ob bei Spielern oder nun bei einem Cheftrainer, ist auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit. Das zeigt, dass es nicht unattraktiv ist, in Darmstadt zu arbeiten.