FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nach 90 auf beiden Seiten leidenschaftlich absolvierten Minuten waren sich die Protagonisten beider Mannschaften einig: Das Ergebnisse hätte nicht unbedingt die tatsächlichen Kräfteverhältnisse auf dem Platz widergespiegelt. "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, Darmstadt war heute absolut gleichwertig", referierte Friedhelm Funkel hinterher über den 1:0-Sieg seiner Mannschaft am Freitagabend.
Punktemäßig half die ehrliche Einschätzung des Düsseldorfer Cheftrainers den Lilien zwar überhaupt nicht weiter. Doch es zeigte, dass sich die Südhessen auf dem richtigen Weg befinden, bei der Suche nach der richtigen Balance zwischen Defensive und Offensive. Wohlgemerkt, hier sprach der Coach des derzeit unangefochtenen Spitzenreiters.
Mit einer Nacht Schlaf versuchte auch Yannick Stark diese Partie in der Esprit Arena richtig einzuordnen, in der seine Mannschaft denkbar knapp am Punktgewinn vorbeigeschrammt war. "Wir hatten uns vorgenommen, defensiv stabiler zu stehen, das ist uns auf jeden Fall gelungen", so der Mittelfeldspieler, der aufgrund der großen Verletzungssorgen auf dem rechten Flügel aushelfen musste. Eine Maßnahme, die sich auszahlte: Defensiv wirkte das Team nach dem ganz bitteren Beginn sicher, offensiv erspielte sie sich gleich mehrere Hochkaräter. Sulu hatte direkt nach dem Gegentreffer den Ausgleich auf dem Kopf, Düsseldorfs Keeper reagierte glänzend. Auch Rosenthal (30.) und Mehlem (51.) hatten das 1:1 auf dem Fuß. Yannick: "Wir hätten aufgrund unserer Leistung etwas Zählbares verdient gehabt."
Weil die Mannschaft nach dem ganz frühen Nackenschlag nicht aufsteckte, weil die die schwungvolle Anfangsphase der Fortunen überstand und weil die Lilien spätestens dann im zweiten Durchgang ein echtes Powerplay aufzogen. "Das war natürlich eine kalte Dusche gleich am Anfang, das hatten wir uns anders vorgestellt", so Stark, der aber hinzufügte: "Wie wir dann reagiert und uns zurückgekämpft haben, ist aller Ehren wert."
Kampf und Leidenschaft konnte man den Lilien auch zuvor am Montag gegen Nürnberg nicht vorwerfen, gegen die Franken ließ die Mannschaft in den ersten 50 Minuten bis auf das selbst verschuldete Ausgleichstor überhaupt nichts zu. Auch in Düsseldorf bestätigte die Mannschaft ihren Aufwärtstrend und wirkte, nachdem sie die stürmische Anfangsphase der Fortuna überstanden hatte, absolut sattelfest.
Stark: "Wir sind auf dem richtigen Kurs, wir werden weiter hart arbeiten und hoffen, dass das Spielglück dann auch wieder zurückkommt." Auch sein Trainer wollte das Positive aus der Partie ziehen und darauf aufbauen. Torsten Frings: "Wir standen hinten gut und müssen jetzt daran arbeiten, wieder ein Tor zu schießen."
Die nächste Bewährungsprobe erscheint am kommenden Samstag am Böllenfalltor – dann gastiert mit Holstein Kiel die beste Offensive der Liga. Eine große Herausforderung, aber gleichzeitig auch Chance, bei der Stabilität den nächsten Schritt zu machen. Um dann nicht nur Komplimente erteilt zu bekommen, sondern auch tatsächlich einem Top-Team der Liga ein Bein zu stellen.