FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Ab 7:30 Uhr können sich die Lilien an den Tagen in Sotogrande im Hotel zum Frühstück begeben. Der erste Spieler, der an jedem Morgen am Buffet anzutreffen ist, heißt Patrick Herrmann. Wir haben uns zu ihm gesellt und bei einer Tasse Kaffee ein wenig geplaudert.
Genauer gesagt sind es sogar gleich zwei dampfende Becher des heißen Wachmachers, die der 31-Jährige vor sich platziert hat. „Vielleicht ist es eine Sucht, ich trinke sicherlich zwei oder drei Tassen mehr als die anderen Spieler“, so Herrmann, der seinen Kaffee immer klassisch schwarz genießt. „Schmeckt und ist am unkompliziertesten“, erklärt der Rechtsverteidiger pragmatisch.
Dass Herrmann täglich so frühzeitig beim Frühstück ist, hat dabei weniger mit einem knurrenden Magen als viel eher mit dem „Rhythmus“ zu tun, in dem der zweifache Vater seit der Geburt seiner ältesten Tochter lebt. „Meine Familie wohnt zwar weiterhin in Kiel, aber das frühe Aufstehen habe ich beibehalten.“ Den Samstag im Trainingslager beginnt Herrmann mit einem Facetime-Call und kreiert so trotz einer Entfernung von 2300 Kilometern eine Art Familienfrühstück. „Das geht nicht täglich, aber ich versuche schon so oft wie möglich, zu Hause anzurufen.“
Die erste Pflichtspielreise des neuen Jahres führt die Lilien zu Herrmanns langjährigem Verein – für den gebürtigen Berliner definitiv „ein Grund zur Vorfreude.“ „Ich freue mich mega auf die Partie, das ist für mich schon etwas Besonderes und Schönes, all die Leute wiederzusehen. Aber ich werde die Gästekabine schon finden und natürlich alles für den Erfolg geben.“
Nach jetzigem Stand sieht Herrmann die Lilien dabei als „gut gewappnet“ für die restlichen 16 Pflichtspiele, in denen einige Zähler mehr eingesammelt werden sollen. „Wir wollen die vielen engen Spiel noch häufiger in unsere Richtung entscheiden. Unser aktuelles Punktekonto passt nicht so ganz zu den Leistungen, die wir bisher gezeigt haben. Da haben wir etwas liegen lassen.“
Ein Grund mehr, um die verbleibenden Tage der Wintervorbereitung optimal ausnutzen. Zunächst bis zum 22. Januar in Spanien, dann noch einmal in Darmstadt. Klar ist in jedem Fall, dass Herrmann alle verbleibenden Einheiten in kurzen Hosen absolvieren wird. Egal, ob bei angenehmen 16 Grad in Sotogrande oder bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in Südhessen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals in einer langen Hose trainiert zu haben. Das ist schon seit meiner Kindheit so“, verrät Herrmann lachend, bevor er seinen letzten Schluck Kaffee nimmt, während allmählich auch die anderen Spieler eintrudeln.