Der erste Eindruck: Kohfeldt hat genaue Vorstellungen und konkrete Ansätze, wie er diese umsetzen möchten. „Mir wurde schnell klar, dass Florian sehr strukturiert ist und viel Klarheit besitzt“, so Paul Fernie, der am Montag Einblicke in die Gespräche mit dem Übungsleiter gab. Er habe gewusst, dass Kohfeldt mit seiner Spielweise „grundsätzlich nach Darmstadt passen könnte.“ Die endgültige Überzeugung gewann der Sportdirektor dann im persönlichen Austausch: „Florian hat mich beeindruckt.“
Bei allen Lilien ist dieser Tage zu spüren, dass der Blick nur noch nach vorne geht. Auch Kohfeldt hat das absolut verinnerlicht. „Ab jetzt ist egal, was gestern oder vor fünf Jahren war. Ab jetzt zählt, was wir ab Samstag mit der Mannschaft auf den Platz bringen.“
Es sind Worte, denen schon am Montagnachmittag Taten folgten. Lautstark und sehr kommunikativ coachte Kohfeldt seine erste Einheit mit der Mannschaft, immer wieder nahm er Spieler zur Seite und sprach explizit über Details. „Kleinigkeiten“, war ein Wort, das der gebürtige Siegener vermehrt benutzte. Körperstellung, Laufwege, Passschärfe. Kohfeldt und seine Team wollen ihre Spielidee vermitteln, dabei aber keine Themen vernachlässigen, nur um Zeit zu sparen.