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21.03.2026 / Profis

„Ein gerechtes Unentschieden“

Ein packendes Match am Samstagabend endet ohne Sieger: Der FC Schalke 04 und die Lilien trennen sich unentschieden, beide sammeln einen Punkt am 27. Spieltag. Überschattet wurde die Partie durch eine wohl schwere Verletzung von Luca Marseiler. Im Anschluss an die Partie drückten beide Seiten ihre Genesungswünsche für den Flügelflitzer aus. Sportlich ähnelte sich die Analyse der Trainer: gerechtes Remis. Die Stimmen zum Spiel.

Florian Kohfeldt applaudiert den Lilien-Fans nach Abpfiff
Foto: Tom Sauels
Florian Kohfeldt:

„Es war eine brutal schwere erste Halbzeit für uns, weil Schalke es super gemacht hat. Die Schalker Mannschaft weiß genau, was sie will. Sie sind brutal schwer zu verteidigen gepaart mit ihrer individuellen Qualität. Trotzdem war es eine ordentliche bis gute fußballerische Leistung von uns in einem Top-Spiel. Beide Mannschaften haben sich alles abverlangt. Gerade emotional war es eine herausragende Leistung von uns. Es gab viele Punkte, an denen wir hätten wegbrechen können – aberkanntes Tor, schwere Verletzung, Rückstand. Doch wir sind drin geblieben. Letztlich ist es ist ein gerechtes Unentschieden. Aber zweier Mannschaften, die beide ihre Ideen haben und diese durchziehen und beide eine brutale Energie in sich haben. Für mich als Trainer war es ein sehr schönes Top-Spiel mit dem einen großen Wermutstropfen.“

… über Luca Marseiler:

„Wir sind in Gedanken bei Luca. Das war ein brutaler Moment für uns. Da war schon bei dem einen oder anderen auch auf dem Platz eine Träne in den Augen dabei. Denn Luca ist ein unglaublich beliebter Spieler innerhalb der Mannschaft. Er hat sich zu einem Unterschiedsspieler in der 2. Liga entwickelt. Dass er jetzt rausgerissen wird, geht allen sehr nah. Wir sind bei dir, Luca!“

Miron Muslic:

„Es ist ein guter Punkt für uns. Wir haben um die Qualität von Darmstadt gerade hier zuhause gewusst. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht. Es ist nicht einfach, Darmstadt aus dem offenen Spiel so fern vom eigenen Tor zu halten, wie wir es getan haben. Sie haben außergewöhnliche Qualität gerade bei Standards. Dazu ist es schwierig, ihre Wucht und Struktur wegzuverteidigen. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel, das auch hätte kippen können. Viele Mannschaften hätten das Spiel hier gegen diese Wucht von Darmstadt in der zweiten Hälfte verloren. Das 1:1 geht aber insgesamt absolut in Ordnung. Das haben sich beide Mannschaften verdient. Ich bin super zufrieden mit unserer Performance.“

… über Luca Marseiler:

„Ein Schockmoment für uns alle, die diesen wunderbaren Sport lieben, war die Verletzung von Luca Marseiler. Das hat brutal ausgeschaut. Wir wünschen ihm das Allerbeste.“

Marco Richter:

„Wir haben hier ein Top-Spiel gesehen. Für uns ist es ein gewonnener Punkt. Auch wenn mein Gefühl sagt, dass heute sogar mehr drin gewesen wäre. Aber Schalke steht nicht umsonst dort oben. Den Punkt nehmen wir mit. Insgesamt sind wir nicht gut ins Spiel reingekommen. Je länger die Partie aber gedauert hat, desto besser waren wir drin. Die zweite Halbzeit war einen Ticken besser von uns. Nach vorne hätten wir im letzten Drittel konsequenter ausspielen müssen. Am Ende hatten wir viele Flanken, viele Seitenwechsel und viele Aktionen nach vorne. Chancen waren aber auf beiden Seiten da. Daher ist der Punkt ok.“

… über die Verletzung von Luca Marseiler:

„Wir hoffen alle das Beste für ihn. Jeder von uns hofft, dass er schnell wieder auf dem Platz stehen kann. Es ist nicht so einfach, wenn ein Teamkollege mit der Liege abtransportiert wird. Wir mussten uns kurz schütteln, haben aber weiter Gas gegeben und für ihn gespielt.“

Kai Klefisch:

„Es war wichtig, dass wir am Bölle weiter ungeschlagen geblieben sind. Am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir sind nicht gut in die erste Halbzeit reingekommen. Wir wussten, dass Schalke die Standardsituationen so spielt. Daher darf uns das Gegentor nicht passieren. Doch uns zeichnet in dieser Saison aus, dass wir nicht aufgeben. Wir kommen auch heute zurück – und das gegen eine gute Schalker Mannschaft, die schwer zu bespielen ist. Deswegen können wir zufrieden und stolz auf uns sein.“

… über Luca Marseiler:

„Es ist unfassbar bitter. Es war ein Schock für uns. Aber wir haben danach gesagt, dass wir für Luca spielen. Wir halten alle zusammen.“

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