Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Die Lilien teilen sich mit dem SSV Ulm die Punkte – und bleiben somit im dritten Spiel in Folge ungeschlagen, verpassen aber den nächsten Dreier. Wie ordnen die beiden Cheftrainer die 90 Minuten im Merck-Stadion am Böllenfalltor ein? Was sagen die Darmstädter Protagonisten auf dem Rasen zum Unentschieden gegen die Spatzen? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengestellt.
„Ulm hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht und nie die Organisation verloren. Wir hatten in der Anfangsphase die eine oder andere Balleroberung, nach denen wir aber zu unsauber waren. Dann macht Fraser das 1:0. Anschließend kommen die entscheidenden fünf Minuten des Spiels: Wir dürfen das Gegentor nicht bekommen. Das darf uns nicht passieren und ist ärgerlich. Trotzdem waren wir über die 90 Minuten intensiv in der Arbeit gegen den Ball. Wir haben es geschafft, aus einer guten Struktur geduldig und manchmal schnell zu spielen – leider nicht häufig genug, um noch mehr Torchancen zu kreieren. Dann fand ich die Parade von Thiede gegen Förster unfassbar. Zudem gab es eine sehr strittige Handspielentscheidung im Strafraum. Wir nehmen den Punkt heute mit. Es war eine sehr schwere Aufgabe gegen einen extrem gut organisierten Gegner.“
… über die Lilien-Fans:
„Ich muss unsere Zuschauer total loben. Es war auch für sie kein einfaches Spiel, in welchem auch sie viel Geduld brauchten. Bis zur letzten Sekunde waren alle da und standen alle hinter uns. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft solche Spiele gemeinsam in unsere Richtung ziehen werden.“
„Wir sind happy mit dem Punkt. Wir konnten uns gegen eine sehr gute Mannschaft für ein ganz hartes Stück Arbeit belohnen. Der Gegner hat viel Qualität mit seiner dominanten Art und Weise, die er heute gezeigt hat. Wir waren viel in der Defensive gefordert. Vor dem 0:1 geben wir im Spielaufbau leichtsinnig den Ball her und bekommen mit der ersten Chance das Gegentor. Wichtig war dann, dass wir direkt die Antwort parat hatten. Das war heute das entscheidende für uns, direkt das 1:1 zu machen. Danach mussten wir viel verteidigen, was wir über 90 Minuten sehr diszipliniert getan haben. Die wirklich wichtigen Räume haben wir Darmstadt nicht gegeben. In zweiten Halbzeit hatten wir gefährliche Umschaltaktionen, aus denen wir aber mehr draus machen können. Insgesamt haben wir sehr gut verteidigt und freuen uns, dass wir nach großen Kampf einen Punkt mitnehmen.“
„Natürlich wollten wir mit einem Sieg in die Englische Woche starten. So sind wir das Spiel auch angegangen und dieses Vorhaben konnte man auch an unserer Spielweise ablesen. Der Knackpunkt war dann der Ausgleich, den wir nach unserer Führung viel zu schnell kassiert haben. Danach wurde es dann ein Spiel, das die Ulmer gerne haben. Sie standen tief, wir mussten geduldig sein, durften aber hinten auch nichts zulassen. Deswegen war es ein kompliziertes Spiel für uns. In einigen Szenen waren wir zu ungenau. Ich muss aber auch sagen, dass wir so ein Spiel vor einigen Wochen vielleicht noch verloren hätten. Ulm hat unglaublich gut verteidigt, sie bekommen wenig Gegentore und uns war klar, dass es ein Geduldsspiel werden würde. Im Defensivverbund haben wir es erwachsen gespielt, auch das ist ein Schritt nach vorne. Wären wir vogelwild geworden, hätten wir jetzt vielleicht über eine 1:2-Niederlage gesprochen.“
Zum möglichen Handelfmeter:
„Der Ball wäre auf das Tor gegangen, die Situation war für mich vergleichbar mit der Szene aus dem Deutschland-Spiel gegen Spanien. Für mich ist es ein klarer Elfmeter und damit eine Fehlentscheidung.“
„Wir hatten uns natürlich mehr erhofft. Trotzdem ist unser Matchplan in weiten Teilen aufgegangen, wir haben dominanten Fußball gespielt. Mit so viel Ballbesitz muss man natürlich immer hochkonzentriert sein, sonst passieren kleine Fehler. Ulm stand sehr kompakt im Pulk, uns hat ein wenig die letzte Durchschlagskraft gefehlt. Wir hätten noch zielstrebiger auf das Tor gehen können, speziell nach Ulmer Ballverlusten. Grundsätzlich ist ein Punkt aber immer besser als eine Niederlage.“