FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Dem SV 98 gelingt ein Spektakel in Hamburg. Nachdem die Lilien beim HSV bereits nach einer guten Viertelstunde mit 0:2 im Hintertreffen lagen, stellen sie das Spiel in der zweiten Halbzeit auf den Kopf. Marvin Mehlem erzielt gegen den Favoriten in der letzten Aktion des Spiels das 3:2 (0:2.). Die Krönung einer unfassbaren Leistung.
Die Partie war noch keine zwei Minuten alt, da gab es das erste Mal Grund zum Durchatmen für die Elf von Dimitrios Grammozis. Douglas Santos hatte einen Freistoß vom rechten Strafraumeck gegen das Lattenkreuz (2.) gesetzt. Nur drei Minuten später hatten die Lilien weniger Glück: Eine Flanke von Özcan landete genau bei Jatta, der den Ball aus sieben Metern ins Darmstädter Tor köpfte (5). Kurz darauf war es wieder Jatta, dessen Pass auf Narey beinahe das 2:0 vorbereitete. Das verhinderte Heuer Fernandes, der Nareys Schuss festhalten konnte (8.).
Im Gegenzug kamen die Lilien ihrerseits zu einer ersten Tormöglichkeit. Kempes Schuss von der Strafraumkante wurde zu Mehlem abgeblockt, dessen Abschluss wiederum von einem Hamburger Abwehrbein ins Toraus gelenkt werden konnte.
Aber die Gastgeber waren weiterhin überlegen und bekamen nach einem Schubser von Wittek an Narey einen Elfmeter zugesprochen (15.). Den verwandelte Lasogga halbhoch zum 2:0 für die Rothosen (16.). Trotz der frühen Gegentore setzte sich der SV 98 weiter zur Wehr und kam durch Mehlem beinahe zum Anschlusstreffer. Sein Schuss, dem ein starker Sololauf in den Strafraum vorausgegangen war, wurde in größter Not von Bates zur Ecke geklärt (20). Aufgegeben hatten sich die Lilien hier noch lange nicht.
Zur Mitte der ersten Halbzeit kamen die Lilien immer besser in die Partie und des Öfteren vor das Hamburger Tor. Richtig zwingend waren die Abschlüsse von Holland und Jones allerdings nicht (21./31.) und so ging der Spielstand weiterhin in Ordnung. Es musste Veränderung her, die dann auch kam: Und zwar in Person von Yannick Stark, den Grammozis für Jones ins Spiel schickte und für mehr Stabilität sorgen sollte (32.). Am Spielstand änderte sich bis zum Pausenpfiff jedoch nichts mehr.
Schon zu Beginn der zweiten Hälfte sollte sich dieser Wechsel dann aber schon bezahlt machen. Stark schickte Mehlem auf der linken Seite, der seinen Platz zu nutzen wusste und alleine auf das Hamburger Tor zulaufend Pollersbeck überwand (52.). Sollte ein Zuschauer zwischenzeitlich an einem Comeback der Südhessen gezweifelt haben, sah er sich spätestens ab diesem Zeitpunkt getäuscht. Das Remis war wieder in den Bereich des Möglichen gerutscht.
In der 70. Minute war es dann tatsächlich fast soweit. Stark fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und scheiterte denkbar knapp am Innenpfosten. Der Ausgleich war zum Greifen nah und die Darmstädter machten weiter Druck.
Zehn Minuten vor Schluss hallte schließlich der lang herbeigesehnte Freudenschrei durch den Gästeblock. Grund: Tobias Kempe hatte soeben per Freistoß vom linken Strafraumeck für das 2:2 gesorgt (82.). Ging hier etwa noch mehr?
Ging es. Mit der allerletzten Aktion des Spiels erzielte Mehlem nach Kopfballvorlage von Dursun den Siegtreffer für die Lilien (90.+2). Was für ein Spiel, was für ein Sieg.