Beim Umbau der Gegengerade, der wegen der Verwendung öffentlicher Mittel gesetzlich vorgeschrieben europaweit ausgeschrieben werden musste, hat sich der SV 98 aus wirtschaftlichen Gründen kurzfristig dazu entschieden, das Vergabeverfahren zu verlängern. Der Abriss der Gegengerade kann daher voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres starten. Über den gesamten Stand des Umbaus ist die DFL durch regelmäßige Statusberichte detailliert informiert. Präsident Rüdiger Fritsch: "Der SV 98 steht seit Jahren für wirtschaftliche Solidität und Vernunft. Dies muss auch immer das oberste Credo für den Stadionumbau sein. Aus diesem Grund haben wir uns bewusst dazu entschieden, uns die nötige Zeit zu nehmen, um ein wirtschaftlich gutes und finanziell tragbares Ergebnis zu erzielen."
Auch die komplexen Vorgaben der europaweiten Ausschreibung bestimmen den Zeitplan. Fritsch: "Da wir aufgrund der Verwendung von öffentlichen Mitteln bei der Gegengerade wie ein öffentlicher Auftraggeber agieren müssen, sind wir an gesetzliche Fristen und Verfahrensabläufe gebunden und können zeitlich nicht so agieren, wie wir es als Privatunternehmen am Markt könnten."
Im Bereich der Finanzierung konnten in den letzten Wochen und Monaten indes die nötigen Fakten geschaffen werden. Alle Verträge bezüglich Stadion- und Annexfinanzierung wurden mittlerweile ligaunabhängig ausgehandelt und unterschrieben. Bereits in der vergangenen Woche hatte der SV 98 die Verlängerung mit dem Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck bezüglich des Namensrechts am Stadion am Böllenfalltor über sechs weitere Jahre verkündet.
Die Baugenehmigung für die Gegengerade wird zeitnah erwartet. Die Genehmigung für das Funktionsgebäude liegt bereits vor.