30.11.2025 / Nachhaltigkeit & Soziales
„Beim Thema Obdachlosigkeit darf man nicht wegschauen“
Eine ungewöhnliche Samstagnacht erlebten die rund 50 Anwesenden im Merck-Stadion am Böllenfalltor: Sie verbrachten die Nacht auf den Tribünen und den Spielerbänken des Bölle. Das dahintersteckende Ziel: Für das gesellschaftliche Thema „Obdachlosigkeit“ zu sensibilisieren und ein besseres Verständnis für die Herausforderungen von Menschen ohne Zuhause zu bekommen. Begleitet wurde der Abend von Vorträgen, gemeinsamen Diskussionen und natürlich sowohl Sach- als auch Geldspenden für Organisationen, die sich für auf der Straße lebende Menschen engagieren. Bereits zum dritten Mal setzte sich der SV 98 mit dieser Aktion für Obdachlose ein.
Am Abend gab es Vorträge verschiedener Organisationen, die über Obdachlosigkeit informierten und auf die Herausforderungen in der täglichen Arbeit aufmerksam machten. Eine zweistellige Zahl an Schlafsäcken und Isomatten wurden an „Aus der Not Darmstadt e.V.“ gespendet und der Erlös von rund 900 Euro geht an den Verein „Pfotenhilfe für Obdachlose“. Die Aktion zeigte, wie gemeinsames Erleben, Information und Engagement das Bewusstsein für soziale Themen schärfen können. Und dabei gleichzeitig Gutes getan werden kann. Vizepräsident Volker Harr betonte, wie wichtig dieses Thema für den SV 98 ist: „Wir als größter Verein der Stadt haben auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe und kümmern uns um jeden. Da gehört Obdachlosigkeit dazu und auch ich habe seit den letzten zwei Malen viel dazu gelernt. Bei diesem Thema darf man einfach nicht wegschauen.“
„Pfotenhilfe Darmstadt e.V.“
Die Vereinsarbeit der Pfotenhilfe umfasst die gesamte medizinische Grundversorgung der tierischen Patienten, von der Behandlung akuter Beschwerden über eine dauerhafte Therapie von chronischen Erkrankungen bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Um eine mobile tierärztliche Versorgung möglich zu machen, hat sich der Verein einen ehemaligen Rettungswagen angeschafft und entsprechend der Bedürfnisse einer Tierarztpraxis umgebaut. Mit dem Fahrzeug sucht das Team regelmäßig soziale Einrichtungen auf, um vor Ort die vorab vereinbarten Tierarzt-Termine durchzuführen. Von den Terminen profitieren allerdings nicht nur die tierischen Patienten: „Manche unserer Kunden kommen zu jeder einzelnen Sprechstunde, selbst wenn dem Hund überhaupt nichts fehlt – einfach, weil sie sich bei uns wohlfühlen“, sagt Pfeffer, die jeden ihrer Kunden und jeden ihrer Patienten gleich behandelt – egal, ob er nun in ihre Tierarztpraxis kommt und für die Leistung zahlt oder ob er mittellos ist und die mobile Versorgung in Anspruch nimmt. „Viele Obdachlose erwarten von der Gesellschaft gar nicht mehr, überhaupt noch gesehen oder wie ein normaler Mensch behandelt zu werden. Wir gehen mit jedem vorurteilsfrei und zwanglos um und das bedeutet vielen unserer Kunden eine ganze Menge“, sagt die Tierärztin.
„Diakonie Darmstadt“
Die Diakonie ist der soziale Dienst der evangelischen Kirche. Im Altgriechischen versteht man unter diakonia den „Dienst am Nächsten“. Die Regionale Diakonie Darmstadt-Dieburg versteht ihren Auftrag als gelebte Nächstenliebe. Wir setzen uns für sozial wie finanziell benachteiligte Menschen ein, die auf Hilfe angewiesen sind. Zudem verstehen wir uns als Anwältin für die Schwachen und Ausgegrenzten. Gemeinsam mit anderen Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, benennen wir die Ursachen von sozialer Not gegenüber Politik und Gesellschaft. Nah bei den Menschen zu sein, die Hilfe und Unterstützung benötigen, ist für uns ein zentrales Anliegen. Damit dies gelingt, engagieren sich mehr als eine Million Menschen in diakonischen Einrichtungen, Gremien und Mitgliedsverbänden oder den diversen Kirchengemeinden.
Wir helfen wenn…
- die Wohnung fehlt
- der Wohnungsverlust droht
„Aus der Not Darmstadt e.V.“
Jeden Tag sehen wir Menschen, die durch das Raster unserer Gesellschaft fallen. Obdachlose, Bedürftige, Kinder aus sozial schwachen Familien oder ältere Menschen, die mit Armut kämpfen. Ihnen fehlt es oft am Nötigsten: ein warmes Essen, ein sicherer Schlafplatz, medizinische Versorgung oder einfach jemand, der zuhört. Genau hier setzen wir an. Als gemeinnütziger Verein „Aus der Not – Darmstadt e.V.“ haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen in schwierigen Lebenslagen unbürokratisch zu unterstützen. Unsere Versorgungstouren bringen nicht nur Nahrung, Getränke, Hygieneartikel und Kleidung dorthin, wo sie gebraucht werden – sie bringen auch Mitgefühl und Menschlichkeit.
Doch unsere Hilfe geht weit über das Akute hinaus. Wir begleiten Menschen auf ihrem Weg in ein besseres Leben:
- Wir helfen bei Behördengängen und Schuldnerberatung
- Wir unterstützen bei der Wohnungssuche und der Einrichtung einer Postadresse
- Wir helfen bei der Beschaffung wichtiger Dokumente und Bewerbungen
- Wir begleiten zu Ärzten und vermitteln psychologische Unterstützung
- Wir versorgen auch die Tiere der Betroffenen mit Futter – denn diese sind oft ihr einziger Halt und ihre Familie