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18.02.2021 / Allgemein

„Bestehen und drei Punkte mitnehmen“

Markus Anfang stand am Donnerstagmittag (18.2.) im Mediengespräch den via Zoom zugeschalteten Journalisten als Gesprächspartner zur Verfügung. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 beantwortete dabei die Fragen zum Personal, zum kommenden Gegner sowie zu seinen Erwartungen für die Begegnung der Lilien am Samstag (20.2., 13 Uhr) gegen den FC St. Pauli.

… zum Personal:

Matthias Bader und Thomas Isherwood stehen uns weiterhin nicht zur Verfügung. Mathias Wittek kämpft sich nach und nach ins vollständige Mannschaftstraining. Patrick Herrmann hat im gestrigen Nachmittagstraining ausgesetzt, Christian Clemens musste die heutige Einheit aufgrund von Oberschenkelproblemen vorzeitig beenden und lässt sich untersuchen. Bei beiden müssen wir abwarten, ob es für Samstag reicht.

… über hohe Belastungen und wenig Regneration:

Wir haben gewusst, dass wir durch diese besondere Saison ohne Winterpause wenig Regenerationszeit und stattdessen viel Belastung haben. Wir sind gerade in einer Phase mit vielen Englischen Wochen und dementsprechend großer Belastung. Was ärgerlich in dieser Saison war, ist, dass Victor Palsson in der Hinrunde nur vier Spiele von Beginn an machen konnte. Thomas Isherwood war auf dem Weg, uns zu helfen und hat sich dann schwer verletzt. Das passiert, aber trotzdem ist es ärgerlich, weil es einen ein stückweit nach hinten wirft. Durch die Verletzungen sind wir gezwungen, immer wieder anders aufzustellen – wobei wir auch viele Spiele gemacht haben, in denen wir auf fünf, sechs Position fast immer mit demselben Personal gespielt haben. Hätten wir dennoch in den Englischen Wochen nicht rotiert, hätten wir wahrscheinlich noch mehr verletzte Spieler.

… über Seung-ho Paik:

Der Wechsel von Seung-ho Paik ist in den letzten Zügen, daher wird er uns am Samstag nicht zur Verfügung stehen. Paik kam mit der Bitte auf uns zu, wieder in die Heimat zurückzukehren. Er ist fast zwölf Jahre im Ausland gewesen und will in seiner Karriere den nächsten Schritt machen. Sein sportliches Ziel ist es, im Sommer bei Olympia dabei zu sein. In seiner Heimat in Südkorea kann er sich wesentlich besser empfehlen als hier. Es bringt daher nichts und wäre auch fatal, den Spieler zu zwingen hierzubleiben, wenn er sich verändern will. Wir haben mit Fabian Schnellhardt, Marvin Mehlem, Tobias Kempe, Samuele Campo sowie Nicolai Rapp und Victor Palsson Spieler, die seine Position besetzen können. Für unseren Verein hat der Wechsel auch einen wirtschaftlichen Aspekt, der uns guttut.

… zum kommenden Gegner:

St. Pauli hat sich im Winter noch einmal richtig verstärkt. Sie sind gerade im vorderen Bereich sehr gut aufgestellt. Dahinter haben sie mit Daniel-Kofi Kyereh einen Zehner, der für die 2. Bundesliga außergewöhnlich gut ist. Insgesamt ist St. Pauli sehr variabel. Sie haben einen positiven Trend und in den letzten Spielen gezeigt, dass sie in der Lage sind, die entsprechenden Ergebnisse zu holen. Sie sind eine gute Mannschaft. Aber wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir so eine Mannschaft gut bespielen können. Ich hoffe, dass wir das auch im Rückspiel zeigen werden – mit einem besseren Ausgang.

… zum kommenden Spiel:

Es wird ein Duell auf Augenhöhe. Es wird viel über Kampf und Leidenschaft gehen. Alle Spiele, die jetzt noch kommen, sind Schlüsselduelle. Wir haben die Chance, uns von unten abzusetzen. St. Pauli hat zuletzt gute Ergebnisse erzielt. Doch auch wir haben bis auf gegen Nürnberg seit dem Start der Rückrunde regelmäßig gepunktet. Am Ende wird es entscheidend sein, wie wir uns im eigenen und im gegnerischen Sechzehner verhalten. Wir fahren nach Pauli, um zu gewinnen. Das ist immer unsere Herangehensweise. Wir fahren nicht dahin und sagen: Wir wollen irgendwie einen Punkt holen. Nein, wir wollen mit der Art und Weise, die wir im Training einstudiert haben, dort bestehen und am Ende drei Punkte mitnehmen.

… über die Stimmung innerhalb der Mannschaft:

Die Mannschaft ist nach dem Sieg gegen Osnabrück sehr selbstkritisch gewesen. Es war kein schönes, dafür aber ein Kampfspiel. Und wir haben den Kampf angenommen, hatten dennoch viele Chancen und hätten den Sack früher zumachen müssen. Die Mannschaft weiß, dass sie besser spielen kann. Aber im Moment ist eben auch mehr gefragt, über Kampf und Leidenschaft zu kommen. Keiner lehnt sich zurück. Wir haben gegen Osnabrück einen Schritt getan, den wir machen mussten. Jetzt müssen wir nachlegen.

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