Als Mannschaft
“Lieberknecht, Lieberknecht”, hallte es von den Tribünen runter auf den Rasen als der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 nach Abpfiff seine Runde durchs Merck-Stadion am Böllenfalltor drehte. Torsten Lieberknecht, er lächelte. Er klatschte. Er legte seine Hände auf die Brust, um seine Dankbarkeit gegenüber den Lilien-Fans zu symbolisieren. Doch dann zeigte er immer wieder demonstrativ in die andere Richtung. Dorthin, wo die Mannschaft zusammenstand. Sie war es, die seiner Meinung nach gefeiert werden sollte. Weil sie einen famosen Auftritt gegen Hannover 96 auf den Platz brannte. Weil sie sich aus der “Scheißsituation” zu Beginn der Saison herausbiss. Weil sie diesen besonderen Spirit entwickelt hat, der sie mit nun sieben Punkten im Gepäck in die Länderspielpause gehen lässt.