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15.01.2022 / Allgemein

„Chancenplus auf unserer Seite, aber müssen mit dem 2:2 leben“

Ein Heimdreier lag in der Luft, am Ende wurde es beim Pflichtspielauftakt 2:2 eine Punkteteilung. In einer packenden Begegnung hatten die Lilien nach der Karlsruher Pausenführung im zweiten Durchgang die richtige Antwort parat – und das gleich doppelt. Teils hochkarätige Chancen auf noch mehr Lilien-Treffer waren durchaus vorhanden, wurden aber nicht genutzt. Stattdessen setzte der KSC in einer interessanten zweiten Hälfte den Schlusspunkt – 2:2, so das Endergebnis. Und was sagen die Protagonisten? sv98.de fasst alle Stimmen zum Spiel zusammen.

Foto: Stefan Holtzem

Christian Eichner:
„Es war ein sehr wildes und packendes Spiel. Mit unserer ersten Halbzeit war ich sehr einverstanden, größtenteils ging unser Plan auf. Der Gegner hatte zwar mehr die Kugel, weil sie einfach super Fußballer auf dem Platz haben. Trotzdem machen wir ein glückliches Tor, hatten dann aber auch Momenten, in denen wir nicht klar genug waren. Nach der Pause kommen wir sehr läpsch aus der Kabine. Folgerichtig bekommen wir in dieser Phase erst das 1:1 und dann noch das 1:2. Der Gegner hätte durchaus das 3:1 machen müssen. Doch wir haben uns über Ballbesitz zurück ins Spiel gekämpft und nach einer super Aktion den Ausgleich gemacht. Gerade nach unserem aberkannten Treffer hatten wir aber massives Glück, dass das Spiel am Ende mit einem Unentschieden ausgegangen ist. Heute können wir mit dem Punkt wahrscheinlich besser leben als Darmstadt.“

Torsten Lieberknecht:
„Wir sind gut ins Spiel gekommen. Ärgerlich war aber vor allem das Gegentor nach einem Standard, weil wir vorher genau wussten, dass diese Variante Teil des KSC-Spiels ist. Wir selbst haben eine Vielzahl an Torchancen liegen gelassen. Wichtig war aber nach der Winterpause, dass wir uns wieder Chancen erspielen. Es wäre viel schlimmer, wenn man kein Muster gesehen hätte, wie wir zu Möglichkeiten kommen. Nach dem 0:1 haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Wir mussten aber auch brenzlige Situationen überstehen. In der Halbzeitpause haben wir die Jungs an ihre Stärke erinnert. Dass wir so rauskommen, hat uns Auftrieb gegeben. Wir schießen zwei Tore und drehen damit zunächst das Spiel, bekommen dann aber den Ausgleich. Der vermeintliche Gegentreffer zum 2:3 war ein ganz enge Geschichte, erfreulicherweise wurde dieser aberkannt. Von den Chancen her hätten wir gewinnen müssen, hätten aber genauso gut auch verlieren können. Daher können wir mit diesem Punkt leben. Denn wir wissen, dass wir zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde null Punkte auf dem Konto hatten, jetzt haben wir vier.“

Fabian Holland:
„Für den neutralen Zuschauer war es ein gutes Spiel. Uns dagegen war es teilweise ein bisschen zu wild. Aber das war heute so ein Zweitliga-Spiel, bei dem es um jeden Zentimeter ging. Sieg und Niederlage lagen nah beieinander. Wir hatten heute viele Torchancen und hätten durchaus noch weitere Treffer erzielen können. Bereits im ersten Durchgang hatten wir gute Möglichkeiten, hätten aber insgesamt noch besser spielen können. Dass wir das in der zweiten Halbzeit ändern wollten, hat man nach der Pause gesehen. So haben wir das Spiel recht schnell gedreht. Beim 2:1 sieht mich Luca gut und ich hatte viel Platz auf meiner Seite. Mir blieb nicht viel anderes übrig, als einfach draufzuhalten. Das Tor freut mich natürlich. Noch mehr hätte es mich aber gefreut, wenn wir das Spiel hier heute gewonnen hätten. Denn es war extrem bitter, wie wir die beiden Gegentreffer bekommen haben. Direkt nach dem Spiel ist es natürlich ärgerlich, aber wir machen uns nach dem 2:2 nicht verrückt und werden weiter gut arbeiten.“

Klaus Gjasula:
„Es ging hoch und runter und das über 90 Minuten. Vor der Pause waren wir nicht so zielstrebig, wie wir es uns vorgestellt hatten, aber nach Halbzeit haben wir los gelegt wie die Feuerwehr. Das Chancenplus war mit Sicherheit auf unserer Seite, aber wir müssen schlussendlich mit dem 2:2 leben. Mit etwas Pech verlieren wir sogar mit 2:3, es war schon eine wilde Partie. Natürlich ärgern wir uns ein wenig, dass wir nach der Führung keinen weiteren Treffer nachgelegt haben. Aber wir waren in dieser Saison schon sehr häufig effektiv, heute waren wir es nicht und haben trotzdem einen Punkt gegen eine sehr gute Mannschaft geholt. Das lässt uns optimistisch nach vorne blicken. Dass wir beim 0:1 ein wenig geschlafen haben, ist allerdings sehr ärgerlich, zumal uns der Trainer vor dem Spiel davor gewarnt hatte. In diese Liga musst du immer über 90 Minuten hochkonzentriert und fokussiert sein. Natürlich freue ich mich über meinen Treffer, schlussendlich will ich aber einfach Spiele gewinnen.“

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