FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Lautstark forderte der Gästeblock nach Abpfiff den Siegtorschützen. Und Yannick Stark reagierte prompt: Der Lockenkopf löste sich aus dem Kreis der Kollegen, hüpfte über eine Werbebande, und erklomm den Zaun, der das Team von den über 1000 mitgereisten Lilien-Fans trennte. Nicht lange überlegen - nach dieser Devise hatte Stark auch wenige Minuten zuvor gehandelt und mit seinem Last-Minute-Treffer einen charakterstarken Auftritt des SV 98 gekrönt.
„Ich habe den Ball mit dem ersten Kontakt gut unter Kontrolle bekommen, gucke in die Mitte, weil der Winkel für einen Abschluss schwierig gewesen ist. Aber dann habe ich mir gedacht, probiere ich es selbst“, so beschrieb Stark nach Abpfiff sein Siegtor in der 88. Minute, bevor der treffsichere Joker in seinem Redefluss unterbrochen wurde. Nicht etwa von einem der lauschenden Medienvertreter, sondern von Cheftrainer Torsten Frings, der in diesem Moment die Mixed-Zone passierte, hinter seiner Nummer 25 stoppte, ihm kurz über die üppige Haarpracht strich und einen kurze Klaps auf den Rücken gab. Eine Geste, die aussagen sollte: „Junge, das hast du gut gemacht.“
Diese Geste übertrug Frings wenige Minuten später dann verbal auf das gesamte Team: „Hut ab vor meiner Mannschaft und dem Charakter, den sie gezeigt hat“, lobte der Trainer auf der Pressekonferenz, wohl wissend, dass die vorangegangenen 93 Minuten „ein hartes Stück Arbeit“ gewesen waren.
Denn mutige und kampfstarke Duisburger verlangten Frings Elf alles ab, gingen in Führung und verteidigten in der Schlussphase mit absolutem Willen ihr Tor und damit einen möglichen Zähler. Den unbedingten Willen legten aber auch die erstmals im orangen Dress spielenden Lilien an den Tag.
„Wir drehen hier einen Rückstand und haben nach dem verschossen Elfmeter bis zum Schluss Druck gemacht. Diese Mannschaft gibt nie auf“, zeigte sich Frings nach dem "verdienten" Sieg beeindruckt von der Willensleistung seiner Akteure. Genau die gab schlussendlich den Ausschlag für einen nicht nur für Stark „wirklich schönen Abend“.
Perfekt machten diesen Abend die drei Zähler, die das Team mit auf den Weg nach Südhessen nahmen. Insgesamt 10 Punkte stehen nach vier Spieltagen zu Buche, so viele wie nie zu diesem Zeitpunkt in der Zweitligageschichte der Lilien. Eine Bilanz, mit der es sich beruhigt in die anstehende Länderspielpause starten lässt. „Mit Ausnahme des Pokalspiels waren unsere Leistungen bislang absolut in Ordnung“, resümierte daher auch Aytac Sulu, bevor er anmerkte „Es läuft noch nicht alles, das müssen wir klar sagen, aber vieles funktioniert schon richtig gut.“
Bevor die Lilien weiter am Feinschliff arbeiten, genießt das Team zunächst drei frei Tage. „Das haben sich die Jungs wirklich verdient“, honorierte Frings die Arbeit der bisherigen Spielzeit und gab seinen Spielern Hausaufgaben mit in die freien Tage, die wohl jeder gerne erfüllen dürfte: „Es ist Zeit durchzuschnaufen.“