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17.07.2008 / Allgemein

Christoph Weber: Eigentlich wollte er gar nicht zum Fußball

Seit gut drei Wochen ist der 21-jährige Offensivmann am Böllenfalltor. In der Mannschaft wurde er sehr gut aufgenommen, von der Stadt hat er allerdings bisher noch nicht viel gesehen. www.sv98.de sprach mit ihm: Das ganze Interview könnt ihr hier lesen.

Wie und wo bist du zum Fußball gekommen?
Obwohl ich eigentlich nicht wollte, hat mich ein Freund mit zum Training genommen, da war ich fünf Jahre alt. Am Ende hat es mir doch so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin. Das war beim SV Schwaig, dem ich auch heute noch regelmäßig Besuche abstatte.

Du bist jetzt seit knapp drei Wochen beim SV 98. Was hast du in Darmstadt schon kennen gelernt und was gefällt dir besonders gut?
Bis auf die Trainingsplätze und Wohnungen habe ich noch nicht viel gesehen, da wir auch noch nicht viel frei hatten.

Wie wurdest du im Team aufgenommen?
Sehr, sehr positiv. Es ist so, als würde ich schon zwei, drei Jahre im Verein spielen.

Was war bisher dein größter sportlicher Erfolg?
Süddeutscher und bayerischer Meister in der Jugend. Ein weiteres tolles Erlebnis war der DFB-Pokalsieg in Nürnberg 2007.

Was hast du dir für die neue Saison vorgenommen? Was sind deine Ziele?
Erstmal möchte ich Stammspieler werden, denn das ist nicht selbstverständlich, ich muss erstmal das Umfeld kennenlernen. Mit der Mannschaft will ich den Klassenerhalt schaffen und dann mal sehen was nach oben noch geht.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Vielleicht in der dritten oder zweiten Liga. Dazu muss man gesund und von Verletzungen verschont bleiben.

Was ist deine Lieblingsposition? Auf welcher möchtest du gar nicht spielen?
Am liebsten hinter den Spitzen, wenn wir mit zwei Stürmern spielen, alternativ als hängende Spitze oder aber im Sturmzentrum. Links und rechts auf den Außen ist nicht so meins.

Welche Erwartungen hast du an die Fans bzw. das Umfeld des SV 98?
Es ist etwas ganz neues für mich vor 3000-4000 Zuschauern zu spielen, da in Nürnberg bei den Amateuren nur circa 200-300 zu den Spielen kamen. Was ich bisher gehört habe, hatte die Mannschaft in der letzten Saison immer die Unterstützung der Fans, und das ist auch für die kommende Saison sehr wichtig.

Was hältst du von der neuen dreigleisigen Regionalliga und deren Einteilung? Hättest du lieber in der Staffel „West“ gespielt?
In der neuen Regionalliga muss man sich neu beweisen, denn man spielt auch gegen andere Oberliga-Aufsteiger. Sie ist eine Herausforderung, das Niveau ist besser und das Tempo höher. Ich persönlich spiele gerne in der Südstaffel, da auch mein ehemaliger Verein dabei ist. Wir haben es mit der Staffeleinteilung eigentlich gut getroffen, da wir auch einige Derbys dabei haben. Andere Vereine hatten da weniger Glück.

Wie kam der Kontakt nach Darmstadt zustande und was war ausschlaggebend für deinen Wechsel hierher?
Der „Wiese“ hat mich mal angerufen und gefragt, ob ich in Nürnberg bleiben will. Kurz darauf habe ich dann mit Tom Eilers und Gerhard Kleppinger gesprochen. Für mich stand dann schnell fest zu wechseln, da sich der SV 98 bemüht hat. Der Verein hat eine lange Tradition. Man spielt in der ersten Mannschaft, wird anders beurteilt und ist mehr im Blickpunkt.

Was sagst du zur DFB-Pokalauslosung?
Wehen Wiesbaden ist sicher nicht das Hammerlos, das man sich vorstellt. Klar hätten wir gerne Bayern, Schalke oder Nürnberg gehabt. Aber wenn wir einen guten Tag erwischen, kann man die auch schlagen. Wie eine alte Fußballerweisheit sagt „der Pokal hat seine eigenen Gesetze“.

Wie viele Tore willst du in der kommenden Saison schießen?
Am Ende ist das egal, Hauptsache die Mannschaft gewinnt und wir holen die Punkte. In den ersten beiden Amateurjahren habe ich keine Tipps abgegeben und da war ich recht erfolgreich. Im letzten Jahr habe ich dann einen Tipp abgegeben, und dann lief es nicht so gut. Deswegen gebe ich lieber keinen Tipp ab.

Was machst du am liebsten, wenn du mal keine Kickschuhe an den Füßen hast?
Ich bin eigentlich immer gerne zu den Nürnberg Icetigers (DEL) gegangen, wo ich auch eine Dauerkarte hatte. Sicherlich werde ich auch weiterhin öfter zum Eishockey gehen, weil mir die Sportart gefällt. Außerdem verbringe ich gerne meine freie Zeit mit meiner Freundin und meinen Freunden.

Danke für das Gespräch und alles Gute für die Saison!

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