FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Zusammen mit Henry Crosthwaite blicken wir auf sein Profidebüt für den SV Darmstadt 98. Außerdem gibt's alle Infos zum Saisonfinale in Kiel und wir erinnern an diese eine magische Nacht von Bielefeld - eine Menge los am Bölle. In unserer Rubrik "Lilien querbeet" versorgen wir Euch wöchentlich - immer mittwochs - mit allen wichtigen Nachrichten aus dem Vereinsleben des SV 98.
Vor der Südtribüne folgte Henry Crosthwaite den Anweisungen von Kai Peter Schmitz. Der Co- und Athletiktrainer des SV Darmstadt 98 leitete das Aufwärmen der Reservespieler. Crosthwaite ist an diesem 33. Spieltag am Bölle einer von ihnen – verschiedene Läufe, kurze Sprints, die Muskulatur dehnen. Und plötzlich ging es ganz schnell. Von der Trainerbank kam kurz vor Spielende das Zeichen zum Wechseln. „Als ich meinen Namen gehört habe, ist mein Puls erstmal hochgegangen“, erinnert sich Crosthwaite. Im Gespräch mit sv98.de verrät der 18-Jährige: „Ich war nicht wirklich aufgeregt, es kam vielmehr große Freude auf.“ Die Freude vor seinem Pflichtspieldebüt für die Darmstädter. Dafür arbeitete er hart. Im vergangenen Sommer unterschrieb der Nachwuchsmann aus dem Lilien-NLZ seinen ersten Profivertrag beim SV 98. Seitdem stand der Offensivspieler in der aktuellen Saison insgesamt viermal im Kader der ersten Mannschaft. Und beim 5:1 Sieg der Darmstädter gegen den 1. FC Heidenheim dann auch erstmals auf dem Platz. „Als ich aufs Feld kam, haben es mir die Jungs sehr leicht gemacht und mich noch zusätzlich motiviert“, lobt Crosthwaite seine Teamkollegen. Für ihn selbst steht derweil fest: Diese 87. Minute im Merck-Stadion am Böllenfalltor – als er erstmals in der 2. Bundesliga im Trikot mit der Lilie auf der Brust eingewechselt wurde – wird ihm nun für immer in Erinnerung bleiben.
Kapitel 34 von 34 in der Saison 2020/21. Das Saisonfinale der Lilien findet in diesem Jahr an der Förde statt. Zum Abschluss gastiert der SV Darmstadt 98 am kommenden Sonntag (23.5., 15.30 Uhr) bei Holstein Kiel. „Für mich persönlich natürlich ein Highlight-Spiel“, betonte Patrick Herrmann in einer Medienrunde am heutigen Mittwoch (19.5.). Der ehemalige Kieler kickte in 275 Pflichtspielen für die KSV, ehe er im Januar 2019 ans Böllenfalltor wechselte. Blöd nur, dass Herrmann nun ausgerechnet seinem Ex-Klub den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga vermiesen könnte. Während Holstein mit 62 Punkten auf Rang zwei der Tabellen rangiert, lauert Greuther Fürth nur mit einem Zähler weniger direkt dahinter. „Ich gönne den Kielern den Aufstieg ungemein“, sagte der Rechtsverteidiger, verdeutlichte aber auch: „Trotzdem wollen wir das Spiel gewinnen und drei Punkte holen. Für uns geht es um die bestmögliche Platzierung in der Tabelle.“ Schließlich können die Lilien mit einem Dreier im Holstein-Stadion zudem die beste Rückrunde der jüngeren Vereinsgeschichte klarmachen. Für Herrmann sei daher die schönste Konstellation: „Wir gewinnen und Fürth verliert, sodass dort oben in der Tabelle alles entspannt bleibt.“
„Ich habe den Jungs draußen auf der Bank gesagt: Wenn ich reinkomme, mach ich das Ding rein“, erklärte Elton da Costa nach einem turbulenten, völlig verrückten Abend an diesem 19. Mai 2014. Ein Tag, der in die Darmstädter Fußballgeschichte einging. Wer hätte das gedacht? „Niemand, außer wir selbst“, betonte Marco „Toni“ Sailer damals. Schließlich hatte der SV 98 das Relegationshinspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga noch mit 1:3 vor heimischer Kulisse gegen Arminia Bielefeld verloren. Doch dann folgte diese wahnsinnige Verlängerung in Ostwestfalen. Plötzlich stand es 3:2 für die Lilien. Ein Ergebnis, welches allerdings nicht für den Aufstieg reichte. Ein weiteres Tor musste her – nur noch 30 Sekunden waren auf der Uhr. Und irgendwie landete der Ball plötzlich auf dem Fuß von Elton da Costa – dem Brasilianer, der knapp zehn Minuten vorher erst eingewechselt wurde. Linker Fuß, volles Risiko. Leicht abgefälscht schlug die Kugel ins rechte untere Eck ein – 4:2, Wahnsinn. Und der SV Darmstadt 98 zurück in der 2. Bundesliga.
123 Jahre voller Höhen. 123 Jahre voller Tiefen. 123 Jahre voller blau-weißer Emotionen. Der SV Darmstadt 98 feiert am Samstag (22.5.) seinen 123. Geburtstag. Die Vereinsgeschichte der Lilien begann am 22. Mai 1898 mit der Gründung des FK Olympia 1898 Darmstadt. Und so fing alles an? Professor Leopold Ensgraber, Lehrer am Alten Realgymnasium, lebte zusammen mit seinen Söhnen am Schlossgartenplatz. Durch die direkte Nähe zur Darmstädter Hochschule entstanden schnell Kontakte zu ausländischen Studenten – vornehmlich aus England. Diese hatten den Spaß am Fußball mit nach Südhessen gebracht. Auf dem damals unbebauten Schlossgartenplatz bolzten die Studenten zusammen mit Kindern aus dem Martinsviertel. So entstand schließlich eine Fußballmannschaft, um sich auch mit anderen duellieren zu können. Zwar ist diese Fußballmannschaft mittlerweile 123 Jahre älter geworden, doch kicken tut sie noch immer – unter dem Namen „SV Darmstadt 98“.
Sebastian Pommer ist einer der Physiotherapeuten des SV Darmstadt 98. Am morgigen Donnerstag (20.5.) feiert er seinen 35. Geburtstag. Wir wünschen Dir alles Gute zu Deinem Ehrentag, Pommi!
78 Minuten reichten ihm zum Starstatus. Im Jahr 1978 sorgte diese Zeile für positives Aufsehen: „Der SV Darmstadt 98 verpflichtet einen südkoreanischen Nationalspieler.“ Üblich waren Verpflichtungen aus Fernost damals nicht. Doch Bum-kun Cha spielte sich schnell und mit nur einem Einsatz im Trikot des SV 98 in die Herzen der Lilienfans: Beim 3:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum am 30. Dezember 1978 stand er 78 Minuten auf dem Platz. Für den Südkoreaner war es sein erster und zugleich letzter Auftritt am Böllenfalltor. Denn zum Jahreswechsel flog Bum-kun Cha noch einmal in die Heimat, es sollte nur ein Kurztrip werden. Doch statt nach wenigen Tagen wieder nach Darmstadt zurückzukehren, wurde der ehemalige Stürmer zum Militärdienst eingezogen und stand den Lilien in der verbleibenden Saison nicht mehr zur Verfügung. Die Lilienfans feiern ihn trotzdem – bis heute. Am Samstag (22.5.) wird Bum-kun Cha 68 Jahre alt. Wir wünschen „Tscha Bum“ – so sein Spitzname beim SV 98 – alles Gute zum Geburtstag.