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02.12.2020 / Allgemein

„Da weitermachen, wo wir gegen Braunschweig aufgehört haben“

Auch in dieser Woche beantwortete Markus Anfang wieder die Fragen der via Zoom zugeschalteten Journalisten. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 sprach vor dem Auswärtsspiel der Lilien gegen Fortuna Düsseldorf (4.12., 18.30 Uhr) über folgende Themen: das Personal, den kommenden Gegner und die Belastung in dieser eng getakteten Saison.

…zum Personal:

Victor Palsson fehlt uns bekanntlich weiterhin. Hinzu kommt, dass Nicolai Rapp angeschlagen ist. Er hat Wadenprobleme. Bei ihm müssen wir abwarten, ob er dabei sein kann. Gerade mit dem Blick auf die folgenden Englischen Wochen müssen wir aufpassen und vorsichtig sein. Wir brauchen jeden Spieler, weil unser Kader auch nicht so groß ist.

… zum kommenden Gegner:

Fortuna Düsseldorf ist ein Bundesliga-Absteiger, der zuhause noch gar nicht verloren hat. Aus vier Heimspielen haben sie drei Siege geholt und einmal Unentschieden gespielt. Die Fortuna ist also enorm heimstark. Von der hohen Niederlage gegen Bochum darf man sich nicht blenden lassen. Es war ein sehr unglücklicher Spielverlauf. Wir wissen, was auf uns zukommt. Düsseldorf hat große Qualität in ihren Reihen. Ich kenne den Verein und das Umfeld sehr gut. Es ist ein Verein aus einer Landeshauptstadt, der sicherlich in die Bundesliga gehört. Ich bin davon überzeugt, dass sie in der 2. Bundesliga eine sehr gute Rolle spielen werden. Für mich sind sie einer der Favoriten. Vielleicht werden sie zwischendurch mal schwere Phasen durchmachen müssen.

… zur eigenen Düsseldorfer Vergangenheit:

Ich habe in der Jugend in Leverkusen gespielt, bei Fortuna Düsseldorf bin ich zum Profi geworden und stand dort vier Jahre unter Vertrag. Zudem trainierte ich den 1. FC Köln. Im Rheinland habe ich also nahezu alles miterlebt (lacht). Mit der Fortuna verbinde ich große Emotionen, gerade weil meine Bundesliga-Karriere dort gestartet ist. Aber jetzt bin ich Trainer des SV Darmstadt 98 und werde alles dafür tun, das Spiel am Freitag zu gewinnen.

… zur Herangehensweise der Lilien: 

Wir schauen nur auf uns, werden die nächsten beiden Tage gut trainieren und uns unseren Plan zurechtlegen. Wichtig ist – so wie wir es im letzten Spiel gemacht haben – dass wir stark handlungsorientiert bleiben, uns nicht ablenken lassen und jeder Spieler seine Aufgabe erfüllt. Es muss wieder eine Dynamik wie am letzten Wochenende entstehen. Die Jungs sollen sich immer wieder gegenseitig Hilfestellungen auf dem Platz geben. Denn so Spielverläufe wie gegen Braunschweig sind keine Selbstverständlichkeit. Das haben die Jungs gelernt, dass sie viel dafür tun müssen. Ich hoffe, dass wir in Düsseldorf da weitermachen, wo wir gegen Braunschweig aufgehört haben. Aber die Fortuna wird uns viel abverlangen.

… über das Privileg, Fußball spielen zu dürfen:

Wir sind sicherlich privilegiert, dass wir in diesen Zeiten weiterspielen dürfen und unseren Sport ausüben können. Dafür sind viele Maßnahmen getroffen wurden, an die wir uns halten. Doch es ist schon eine außergewöhnliche Situation. Es ist aber auch für die Gesellschaft ganz gut, eine gewisse Normalität zu haben. Gerade weil wir ein sehr fußballbegeistertes Land sind, ist es sehr wertvoll, wenn am Wochenende Fußballspiele stattfinden und die Fans zuhause wenigstens ein bisschen mitfiebern können. Wir hätten die Fans gerne im Stadion, nur das geht leider nicht.

… über die Belastung in dieser Saion:

Wir befinden uns im Leistungssport. Und die Belastungen dort sind nun einmal sehr hoch. Wir müssen versuchen, die Belastung so zu steuern, dass wir die Möglichkeit haben, den Jungs immer wieder Ruhephasen zu geben. Zudem müssen aufpassen, dass wir eben auch dem Menschen gerecht werden. Wenn die Belastungen extrem hoch sind, darf auch ein Fußballer mal müde und kaputt sein. Hinzu kommt eine psychische Belastung der Spieler, weil sie permanent die Konzentration hochhalten müssen. Individuelle Fehler resultieren deswegen meist daraus, dass vielleicht die eine oder andere Situation nicht konzentriert genug gespielt worden ist. Gerade in einem kleinen Kader, wie wir ihn haben, ist die Belastungssteuerung daher extrem wichtig. Aber es gab auch mal einen sehr passenden Spruch von Hermann Gerland, der gesagt hat: ‚Belastungssteuerung fängt damit an, dass du erst einmal belastest. Und erst dann kannst du die Belastung steuern‘. (lacht) Und das tun wir in dieser Saison. Wir wollen uns nicht beschweren. Wir sind froh, dass wir diesen Sport weiterhin ausüben können. Deswegen wollen wir nicht jammern, sondern bestmöglich damit umgehen.

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