FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Lange Zeit fallen keine Tore im Heimspiel der Lilien gegen den 1. FC Nürnberg. In der Schlussviertelstunde überschlagen sich dann die Ereignisse - leider mit bitterem Ausgang für den SV 98. Trotz des eigenen Ausgleichtreffers in der 90. Minute entführen schlussendlich die Gäste die drei Punkte vom Böllenfalltor. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Darmstädter Protagonisten. Unsere Stimmen zum Spiel.
Markus Anfang:
„Im Fußball habe ich selten solche Spielverläufe gesehen. Wir waren gut in der Partie und hatten ganz viele gute Aktionen in der Offensive. Im ersten Durchgang haben wir durch Honsak, Clemens, Dursun und Schnellhardt gute Möglichkeiten. Defensiv lassen wir dagegen nur einen Kopfball zu. Wir müssen uns verwerfen lassen, dass wir kein Tor gemacht haben. In der ersten Halbzeit müssen wir in Führung gehen. Nach der Pause war klar, dass es Nürnberg mit vielen langen Bällen probieren und uns immer wieder unter Druck setzen wird. Wir sind trotzdem permanent hinter die Kette gekommen, gehen allein auf den Torwart zu oder sind außen durch. Dann kriegen wir aus einer Umschaltsituation, in der wir ganz schlecht in der Restverteidigung stehen, eine Konteraktion des Gegners. Daraus resultiert das Gegentor. Wir haben danach umgestellt, mit langen Bällen vorne rein agiert und machen sogar das Tor. Wir wollten weiter auf Sieg spielen. Doch dazu ist es nicht mehr bekommen. Der Spielverlauf ist bekannt. Dafür sind wir selbst verantwortlich, wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Wir waren in vielen guten Situationen, machen aber viel zu wenig draus. Daher müssen wir uns die Kritik gefallen lassen, dass wir vorne nicht effektiv genug sind.“
Robert Klauß:
„Wir sind glücklich über den Sieg, auch wenn das Zustandekommen doch sehr glücklich war. Heute sind die entscheidenden Szenen für uns gelaufen. Das war in den vergangenen Woche ganz anders. Wir wussten, dass es in Darmstadt sehr schwer ist, zu bestehen. Die Lilien haben viel Qualität, bringen viel Tempo mit und haben gute Fußballer in ihren Reihen. Wir wollten heute ein Willensspiel daraus machen. Das ist uns über weite Strecken gelungen. Wir haben die Konter gut verteidigt. In ein paar Szenen mussten wir uns auf Christian Mathenia verlassen, der uns das ein oder andere Mal im Spiel gehalten hat. Die Mannschaft hat sehr viel Emotionen ins Spiel gelegt und Charakter gezeigt. Wir machen dann in einer Phase das Tor, in der wir gut im Spiel waren. Vor dem Elfmeter war es kein Handspiel. Wir wollten nach dem Ausgleich in Unterzahl einen Punkt mitnehmen. Dann werden wir am Ende aber noch beschenkt und konnten es gar nicht richtig glauben.“
Fabian Holland:
„Was in dieser Saison los ist, das ist schwierig zu erklären. Und heute haben wir nochmal einen draufgesetzt. Wir waren gut im Spiel, haben viele Torchancen, nutzen diese aber nicht. Das zieht sich auch durch die Saison, da müssen wir viel kaltschnäuziger werden. Und die Gegentore sind einmal mehr viel zu einfach, schon das erste müssen wir ganz anders verteidigen. So werden wir am Ende wieder bestraft. Gefühlt ist es Woche für Woche das gleiche. Beim Elfmeter hatte ich ein gutes Gefühl, hab mir den Ball genommen und verwandelt. Trotz des Pokalspiels hätten wir auch danach noch die Kraft gehabt, um auf ein eigenes 2:1 zu gehen und in Überzahl brennt normalerweise hinten nichts mehr an. Aber in dieser Saison ist fast nichts normal.“