FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Personalupdate, die Einschätzung zum kommenden Gegner und die Art und Weise des Lilienfußballs: Am Donnerstagmittag (6.11.) fand das Mediengespräch vor dem Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den SC Paderborn (8.11., 13.30 Uhr) am Böllenfalltor statt. Markus Anfang stand dabei den via Zoom zugeschalteten Journalisten Rede und Antwort. sv98.de fasst die Aussagen den Lilien-Cheftrainers zusammen.
…zum Personal:
In den Einheiten hatten wir vermehrt intensive Übungsformen, bei denen es zur Sache ging. Immanuel Höhn hat dabei einen Schlag abbekommen. Er musste gestern das Training abbrechen, hat die Einheit heute aber komplett durchgehalten. Marvin Mehlem hatte ebenfalls ein bisschen Schwierigkeiten, hat aber auch das Training über die gesamte Distanz mitgemacht. Fabian Schnellhardt ist auf seinen Finger gefallen und hat eine kleine Fraktur im Finger. Doch er hat alle Einheiten in den letzten Tagen absolviert. Ansonsten stehen uns bis auf Mathias Wittek alle zur Verfügung. Kleinere Fragezeichen gibt es bei den genannten Spielern. Bei ihnen müssen wir abwarten, wie es sich bis morgen entwickelt. Insgesamt haben wir viele Spieler auf einem Niveau, weshalb wir immer wieder wechseln können. Wir gucken daher, was uns der Gegner anbietet und stellen so unseren Kader sowie die erste Elf zusammen.
…zum kommenden Gegner:
Der SC Paderborn ist ein Absteiger aus der Bundesliga. Vor zwei Jahren haben sie aber auch in der 2. Bundesliga gezeigt, dass sie sehr schwer zu bespielen sind. Sie haben mit Steffen Baumgart einen Trainer, der sehr emotional unterwegs ist und diese Emotionen auf die Mannschaft übertragt. Paderborn hat außerdem ein Team, das in beide Richtungen sehr gut umschaltet und aggressiv spielt. Wir werden im Training immer wieder anreißen, dass es ein sehr intensives Spiel wird. Wir bereiten die Jungs darauf vor, dass sie in der Partie viel Stress ausgesetzt sein werden. Aber dass wir das Spiel in Karlsruhe noch gedreht haben, gibt es natürlich sehr viel Rückenwind. Wir wollen ein gutes Spiel machen und hoffen, dass wir uns am Ende mit drei Punkten belohnen können.
… über die Gegentore:
Wir haben zu viele Gegentore bekommen. Man muss aktuell sagen, dass es für den Gegner nicht viele Torchancen bedarf, um die Tore zu machen. Wir müssen uns besser anstellen und besser verteidigen. Die Basis eines Fußballspiels ist es, gut gegen den Ball zu arbeiten. Wir arbeiten sogar sehr gut gegen den Ball. Aber in den entscheidenden Momenten sind wir nicht konsequent und verteidigen nicht hart genug. Wenn wir es hinbekommen, dass wir unsere Chancen besser nutzen und gegen den Ball noch aggressiver, konsequenter und zweikampfstärker werden, dann sind wir auf einem guten Weg.
… über die Art und Weise, mit der die Lilien bislang Fußball spielen:
Es ist jedem aufgefallen, dass wir anders Fußball spielen. Wir wollen viele Sachen auf dem Feld selbst bestimmen. Die Jungs machen es bislang ganz gut. Wir haben es in allen bisherigen Spielen geschafft, viel Ballbesitz zu haben und viel zu agieren. Wir hätten in allen Partien in dieser Saison, das Spiel für uns entscheiden können. Das zeigt uns, dass wir in den letzten Wochen das abgerufen haben, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten. Dass man sich dafür belohnt, ist eine Frage der Zeit. Doch dafür müssen wir die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, über 90 Minuten durchziehen. Es wird uns normalerweise nicht gelingen, ein Spiel zu gewinnen, wenn wir wieder 30 Minuten wie in Karlsruhe drinhaben. Sollten wir unsere Art und Weise aber über 90 Minuten durchziehen, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass wir das Spiel auch gewinnen. Aktuell können wir mit der Art und Weise, mit der wir auftreten, zufrieden sein. Dennoch ist noch Luft nach oben. Wir können noch vieles besser machen. Doch dafür brauchen die Jungs Erfahrungen, die sie gerade sammeln. Wir müssen geduldig sein. Das gehört zu einem Prozess dazu.