FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
sv98.de hat die Stimmen zum 1:1 beim 1.FC Nürnberg zusammengefasst.
Dirk Schuster:
Ich denke, wir haben ein sehr temporeiches Spiel gesehen, das von beiden Mannschaften sehr intensiv geführt wurde. Nürnberg war spielerisch besser, hat uns vor Probleme gestellt, den Ball gut zirkulieren lassen, und wir hatten kaum Zugriff. Ab der zehnten Minute haben wir das dann defensiv besser kontrolliert. Es war natürlich glücklich, mit der ersten Chance nach einem Standard in Führung zu gehen. Es war klar, dass Nürnberg dann viel versuchen würde, wir haben das in der ersten Halbzeit jedoch gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit kam Nürnberg mit viel Wucht, wir haben das mit Willen und Leidenschaft verteidigt, uns in jeden Ball geworfen und haben auch etwas Glück gehabt – wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir aus dem Spiel das Gegentor kassiert hätten. Mich ärgert das Standard-Gegentor, weil wir diese Situation hätten besser verteidigen können. Danach hat Nürnberg weiter mit viel Drang nach vorne gespielt, wir haben über Nadelstiche für Gefahr gesorgt. Beide Mannschaften haben auf Sieg gespielt, aber wir können mit dem Punkt gut leben. Ich habe eine starke Mannschaft des Gegners gesehen und ich erwarte, dass der Aufstieg auch über Nürnberg gehen wird.
Michael Köllner:
Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben über 90 Minuten ein richtig starkes Spiel gemacht. Wir waren dominant und haben den Gegner vor viele Fragezeichen gestellt. Wir haben uns viele Chancen und Standards erspielt, 16 Ecken zeigt das ziemlich deutlich. Das 0:1 hat uns nicht aus der Ruhe gebracht, die Mannschaft hat das gut gemacht. Wir sind unzufrieden, dass kein zweiter Ball reingerutscht ist. Die Mannschaft hat versucht, die Lösung zum Tor über das Fußballspielen zu finden. Das Matchglück war uns heute nicht hold, trotzdem bin ich mit dem Punkt zufrieden, weil unsere Leistung stimmig war.
Kevin Großkreutz:
Wir haben uns in jeden Ball geworfen und schlussendlich einen Punkt beim Tabellenzweiten geholt. Damit können wir zufrieden sein. Wir haben zehn Minuten gebraucht, danach haben wir ein hervorragendes Spiel in der ersten Halbzeit gemacht. In der zweiten Hälfte hat Nürnberg dann richtig Druck gemacht, aber wir haben es sehr gut verteidigt und können vielleicht sogar einen Konter besser ausspielen und das 2:0 erzielen. Trotzdem musst du hier erstmal punkten – der Zähler gibt uns zusätzliche Motivation für die kommenden Wochen.
Terrence Boyd:
Wir haben viel geackert heute und waren sehr unangenehm. Die Mannschaft hat so gespielt, wie ich es früher als Gegner gegen Darmstadt erlebt habe. Leider haben wir es nicht geschafft, das Ganze über die Bühne zu bringen oder sogar den Deckel drauf zu machen. Wir haben alles gegeben, das Ergebnis zu halten, aber den einen Punkt haben wir uns verdient und erarbeitet. Mit dem Zähler müssen wir zufrieden sein, der Gegner hatte äußerst viele Ecken und hat uns regelrecht beschossen nach der Pause. Unsere Abwehr hat einen großen Job gemacht bei der Verhinderung des Ausgleichs. Leider konnten sie es nur aufschieben, weil uns Nürnberg zu sehr nach hinten gedrängt hat. Nürnberg hatte das Tor verdient, bei so vielen Chancen musste es irgendwann passieren. Jetzt müssen wir weitermachen, wir haben auswärts bei einem starken Gegner mitgehalten, das muss uns Mut geben. Besonders vor der Pause haben wir es gut gemacht, den FCN früh angelaufen und wenig zur Entfaltung kommen lassen. Wir gehen nicht mit einem negativen Erlebnis in die Länderspielpause, das müssen wir mitnehmen. Über die Unterstützung sind wir sehr dankbar, das ist nicht selbstverständlich. Die Fans stehen hinter uns und kommen zahlreich zu den Auswärtsspielen. Dafür großen Dank!
Romain Bregerie:
Diesen Punkt heute nehmen wir gerne mit. Der Gegner war nicht irgendeiner, Nürnberg ist eine starke Mannschaft. Auswärts beim Aufstiegsaspiranten einen Zähler mitnehmen, ist nicht schlecht. Es tut aber weh, wenn das Szenario so ist wie heute. Wir haben lange geführt, da möchte man am Ende den Lohn der Arbeit einfahren. Allerdings hatte Nürnberg den Punkt verdient, sie haben sehr großen Druck ausgeübt. Wir haben jedoch gut dagegen gehalten, die Mentalität stimmt bei uns definitiv. Wir hatten heute sicher auch Glück, mit etwas mehr davon nehmen wir den Sieg vielleicht mit. In der Halbzeit waren wir besser, in der zweiten war es Nürnberg. Das Ergebnis geht deshalb in Ordnung. Jetzt gilt es weiterzumachen. Wir sind seit vier Spielen ungeschlagen und punkten konstant. Jeder Zähler ist wichtig am Ende, wir sind bereit für die weiteren Spiele, wie man heute sehen konnte. Den Weg werden wir weiter gehen, dafür braucht man eine gute Mentalität, und die haben wir. Das macht mir Hoffnung für den Endspurt. Die Leistung heute können wir als positives Erlebnis verbuchen, wir wollten mit etwas Zählbarem in die Länderspielpause gehen. Darauf können und werden wir aufbauen.