FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Mit vereinten Kräften trennten Fabian Holland und Yannick Stark den Nürnberger Kevin Möhwald in letzter Sekunde vom Ball, dem folgenden Abschluss von Hanno Behrens warf sich Aytac Sulu mit seinem Oberkörper entgegen, bevor der zweite Schussversuch des Nürnberger Kapitäns durch eine Brustabwehr von Stark aus dem Strafraum befördert wurde. Die Szene in der 72. Minute stand symbolisch für das, was die Lilien der spielerischen Klasse des Tabellenzweiten in 94 Minuten entgegenstellten – taktische Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit und hundertprozentige Einsatzbereitschaft. Eigenschaften, die im Saisonendspurt unverzichtbar sein werden.
Verständlicherweise wiesen die reinen Statistiken nach Spielende die Nürnberger als überlegene Mannschaft aus. Viel mehr Abschlüsse und Ecken verdeutlichten, wie stark der Aufstiegsanwärter speziell nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich gedrückt hatte. Allein: Bis zur 78. Minute und dem Treffer von Georg Margreitter biss sich der Club die Zähne am SV 98 aus. "In der zweiten Halbzeit kam Nürnberg mit viel Wucht, wir haben das mit Willen und Leidenschaft verteidigt und uns in jeden Ball geworfen", bilanzierte Cheftrainer Dirk Schuster nach Abpfiff, bevor er zugab, dass seine Mannschaft auch "etwas Glück" bei den vielen Angriffsversuchen der Gastgeber gehabt hätte.
Das Glück des Tüchtigen. Das oft zitierte Sprichwort passte zu dem Punktgewinn, den sich die Lilien im Max-Morlock-Stadion verdienten. "Wir haben heute mit Leidenschaft und Charakter gespielt", erklärte Tobias Kempe nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte und konkretisierte: "Genau das brauchen wir für den Klassenerhalt. Es geht nicht um Schönspielerei, das hat Nürnberg mit dem vielen Ballbesitz versucht. Aber wir haben es sehr gut verteidigt."
"Werden weiter versuchen, am Limit zu bleiben"
Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung konnte Kempe wenige Sätze später von einem "wichtigen Punkt" reden, den er und seine Teamkollegen mit auf die Heimreise nach Darmstadt nahmen. Ein weiterer Punkt und das vierte ungeschlagene Spiel in Folge. Eine Bilanz, die nicht nur Kempe optimistisch auf die verbleibenden sieben Spiele blicken lässt: "Wir haben zuletzt immer etwas geholt und dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Wir werden weiter versuchen, am Limit zu bleiben."
Denn trotz des guten Gefühls, das der Punkt bei einem Top-Team der Liga bei den Lilien hinterließ, bleibt die Tabellensituation eine schwierige. Auch deshalb drehten sich viele Fragen der Medienvertreter um das aktuelle Ranking und den Blick auf die Konkurrenz. "Wie die Tabelle heute aussieht, ist mir egal. Wichtig ist, wie sie nach dem 34. Spieltag aussieht", wollte sich Romain Brégerie nicht auf vorzeitige Rechenspiele einlassen und erklärte: "Wenn du unten stehst, kannst du jeden Tag auf die Tabelle gucken. Aber die ändert sich nicht so schnell."
"Müssen jeden Tag für harte Arbeit nutzen – auch in der Länderspielpause"
Das Bewusstsein, dass der Kampf um den Klassenerhalt "bis zur letzten Sekunde" gehen wird, ist bei Brégerie ebenso vorhanden, wie das Wissen um die Dinge, die in den verbleibenden sieben Spielen benötigt werden: "Einstellung und Mentalität stimmen bei uns. Wir brauchen Männer für unseren Weg. Und es freut mich und macht mir Hoffnung zu sehen, dass wir diese Leute in der Mannschaft haben."
Bis zum Heimspiel gegen den Fortuna Düsseldorf haben die Lilien aufgrund der Länderspielpause nun zwei Wochen Zeit. Zum einen, um Kraft für den Endspurt zu sammeln, zum anderen aber auch, um sich optimal auf das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer vorzubereiten: "Wir stecken unten drin und müssen jeden Tag für harte Arbeit nutzen. Auch in der Länderspielpause", verdeutlichte Wilson Kamavuaka am Montag, dass die Inhalte in der spielfreien Woche weit über die reine Regeneration hinausgehen werden.