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20.02.2022 / Allgemein

„Das Gegentor darf so nicht passieren“

Die Lilien packen sich einen weiteren Zähler aufs Punktekonto. Im ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor (7.500) zeigte der SV Darmstadt 98 im ersten Durchgang einen konzentrierten Defensiv- sowie ordentlichen Offensivauftritt. Folgerichtig sorgte Tobias Kempe für die 1:0-Pausenführung. Die Darmstädter waren zwar bemüht, einen weiteren Treffer nachzulegen. Weil das aber nicht gelang und Rostock stattdessen nach einer Standardsituation den Ausgleich markieren konnte, trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden. Was sagen die Protagonisten zum Spielverlauf? sv98.de fasst alle Stimmen nach Abpfiff zusammen.

Foto: Holtzem

Jens Härtel:
„Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Betrachtet man das ganze Spiel, war es das Maximum, das wir erreichen konnten. Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen und hatten die erste gute Chance. Vor dem eigenen Tor machen wir den entscheidenden Fehler, den Darmstadt aber auch ein Stück weit erzwungen hat. Danach waren wir gefordert. Darmstadt hatte das Spiel zwar in der Hand, doch auch wir hatten Phasen, in denen wir gut nach vorne kombiniert haben. Trotzdem mussten wir natürlich immer wieder aufpassen, weil Darmstadt enorme Qualität hat. In der zweiten Halbzeit wollten wir aktiver aus der Kabine kommen. Das ist uns aber nicht so ganz gelungen. Erst nach dem Dreifach-Wechsel konnten wir das Spiel dann drehen und den Ausgleichstreffer erzielen.“

Torsten Lieberknecht:
„Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die ihr letztes Auswärtsspiel mit 4:1 gewonnen hat. Der Respekt war da, was man gemerkt hat. Aber wir haben uns nicht verhalten präsentiert. Vielmehr wollten wir nach den letzten Spielen unser Pressing verbessern und uns im Anlaufverhalten aktiver zeigen. Es ist uns heute über weite Strecken gelungen, den Gegner weit weg von unserem Tor zu halten. Zudem hatten wir gute Chancen. Nach dem 1:0-Pausenstand wollten wir natürlich nachlegen, die Möglichkeiten dazu waren da. Viele unserer Chancen wurden aber von einer leidenschaftlichen Mannschaft weggeblockt und wir hatten nicht das Schussglück auf unserer Seite. Man hat gesehen, dass wir den Dreier wollten, die Möglichkeiten waren da. Man hat gemerkt, dass wir uns sehr engagiert gezeigt haben und den Sieg gerne gehabt hätten, deswegen ist es insgesamt absolut in Ordnung.

Aaron Seydel:
„Schlussendlich müssen wir mit dem Punkt leben. Das Gegentor darf so natürlich nicht passieren, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und den Standard besser verteidigen. Es ist schade, dass wir unsere Überlegenheit nicht in drei Punkte umwandeln konnten. Rostock hat sehr große Spieler und versucht natürlich über Standards und lange Einwürfe gefährlich zu werden. Umso nerviger, dass wir ihre größte Waffe nicht aus dem Spiel nehmen konnten. Trotzdem war es natürlich schön, heute wieder vor so vielen Zuschauern spielen zu können.“

Tobias Kempe:
„Wir hätten grundsätzlich auch die drei Punkte verdient gehabt. Trotzdem haben wir zumindest einen weiteren Zähler gesammelt und bis zum Ende alles versucht. Eine 1:0-Führung ist immer gefährlich, wir hatten auch die Möglichkeiten, um das zweite Tor nachzulegen. Ein Standard kann dann immer mal zu einem Gegentor führen, speziell gegen so eine Mannschaft wie Hansa Rostock. Aber trotzdem müssen wir es besser verteidigen. Wir wollten Hansa hoch pressen, sie haben nur mit langen Bällen gearbeitet, beim Tor ist es dann auch gut aufgegangen. Es ist schade, dass wir heute keinen Sieg mit den Fans feiern konnten, die endlich wieder in dieser Anzahl im Stadion sein konnten.“

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