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03.04.2012 / Allgemein

Das Interview zum Mittwoch-Spiel gegen Oberhausen

Wie vor jedem bevorstehendem Punktspiel des SV Darmstadt 98 lassen wir einen Spieler, Trainer, Funktionär, Journalist oder eine ehemalige Lilie zu Wort kommen. Dabei liegt der Fokus natürlich auf dem des SV 98 und seinem jeweiligen Gegner.

Heute: Timo Uster
Timo Uster (*22.10.1974) erlebte nach eigener Aussage mit seine schönste Zeit als aktiver Spieler in Darmstadt. Dabei trug der gebürtige Berliner das Lilientrikot lediglich in den Spielzeiten 2003/04 und 2004/05, erzielte in 48 Punktspielen drei Tore und feierte 2004 den Aufstieg in die Regionalliga Süd. U.a. stand Timo Uster beim FC Carl-Zeiss Jena (2000/01) und dem SV Wehen Wiesbaden (2001-2003)  unter Vertrag. Von Darmstadt aus wechselte der zweifache gambische Nationalspieler in den Westen der Republik zu Rot-Weiß Oberhausen. Bei den Kleeblättern spielte er fünf Jahre, schaffte den Durchmarsch von der Regionalliga Nord bis in die 2. Bundesliga. In seiner Oberhausener Zeit assistierte Timo Uster zudem dem Vorstand, ehe sich die Wege der Rot-Weißen und ihm im letzten Sommer trennten.
SV 98: Hallo Timo! Wie geht es Dir, was machst Du heute beruflich?
TU: Es geht mir bestens. Zusammen mit vier weiteren Partnern bringen wir gerade das Produkt "cardinho" an den Markt. Das sind Autogrammkärtchen, zum selber machen und für jeden. Da fühlt sich nicht nur der Nachwuchs wie ein Star. Auf YouTube kann man sich dazu einen tollen kurzen Film anschauen.
SV 98: Das klingt nach einer innovativen Geschäftsidee. Hast Du auch noch Autogrammkarten aus Deiner Zeit bei RWO bei Dir im Keller liegen oder sonstige Erinnerungen aus Deiner Profilaufbahn gesammelt?
TU: Ich habe mir von allen Mannschaften bei denen ich gespielt habe ein paar Karten aufgehoben. Auch von Darmstadt habe ich welche. Ansonsten natürlich einige Zeitungsartikel und getauschte Trikots.
SV 98: Du sagst selber über Dich, dass Du mit Deine schönste Zeit beim SV 98 verbracht hast. Wie weit verfolgst Du die Geschicke Deines Ex-Clubs? Warst Du womöglich bei der Punkteteilung im Hinspiel im Niederrheinstadion?
TU: Ich schaue sehr oft auf die Geschehnisse in Darmstadt und habe mich sehr über den Aufstieg gefreut. Der SV 98 ist tatsächlich immer noch eine Herzensangelegenheit. Ich war beim Hinspiel in Oberhausen im Stadion. Dort haben mich viele Lilien Fans angesprochen. Das war wirklich ein tolles Gefühl.
SV 98: Du kommst ja aus der Marketingbranche, bist gelernter Sportmanager. Wie beurteilst Du RWO’s kokettierendes Image als Underdog aufzutreten, aus der klammen Not eine Tugend zu machen? Ich denke an Slogans wie: "Wir haben alles außer Kohle" oder aber die bewusst spartanisch eingerichtete Freiluft-VIP-Lounge unter der Anzeigetafel im altehrwürdigen Niederrheinstadion.
TU: Das war absolut der richtige Weg, um ein angestaubtes Image loszuwerden und ein neues Profil zu gewinnen. Das hat meiner Meinung nach auch sehr gut geklappt. In der zweiten Liga waren wir schon ein Hingucker und der nicht so ganz gewöhnliche Verein.
SV 98: Mario Basler hat den Sprung von einem Abstiegsplatz ins untere Mittelfeld geschafft. Dabei legte er zwischenzeitlich eine Serie an sechs nicht verlorenen Punktspielen hin, holte 14 Punkte. Inwieweit kannst Du beurteilen, was er anders gemacht hat, als sein Vorgänger Theo Schneider.
TU: Ich kann natürlich überhaupt nicht beurteilen, was Mario Basler anders macht. Das kann man nur, wenn man die tägliche Trainingsarbeit beobachtet. Deswegen wundere ich mich auch über viele, die sich trotzdem ein Urteil erlauben. Am Ende zählen nur die Ergebnisse und die sind positiv. Der Trainer (und auch die Spieler) macht also einen sehr guten Job.
SV 98: Schaffen sowohl die Kleeblätter als auch die Lilien den Klassenerhalt?
TU: Natürlich werden es beide schaffen. RWO hat sich total gefangen und malocht wieder. Die Lilien spielen für einen Aufsteiger eine gute Saison. Beide werden es am Ende packen.

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