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16.03.2012 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim

Wie vor jedem bevorstehendem Punktspiel des SV Darmstadt 98 lassen wir einen Spieler, Trainer, Funktionär, Journalist oder eine ehemalige Lilie zu Wort kommen. Dabei liegt der Fokus natürlich auf dem des SV 98 und seinem jeweiligen Gegner.

Heute: Christian Beisel
Christian Beisel (*8.12.1982) ist ein Darmstädter Urgestein. Den Umgang mit der runden Kugel erlernte der gebürtige "Oarhelljer" bei der SG Arheilgen. Über die Umwege Eintracht Frankfurt (1999-2000), SV Waldhof Mannheim (2000-2003), 1. FC Eschborn (2003/04), dem zweijährigen Zwischenstopp in seiner Heimatstadt beim SV 98 (2004-2006), SV Sandhausen (2006-2009) und 1. FC Heidenheim (2009-2011), fand der "waschechte Heiner" zum Sommer des vergangenen Jahres endgültig den Weg zurück ans Böllenfalltor. Für die "Lilien" absolvierte der Verteidiger bislang 23 Punktspiele. Karriereübergreifend kann der 29-Jährige bislang unter anderem auf zehn Zweitligaeinsätze verweisen.
SV 98: Hallo Christian! Wenn ich mir Deine Bilanz und bisherigen Spielzeiten anschaue, fällt auf, dass Du relativ wenige Spiele für die 98er bestritten hast. Dabei ist das derzeit nach den Jahren 2004-2006 bereits Deine dritte Spielzeit bei Darmstadtâ…
CB: Ja, das mit den wenigen Einsätzen stimmt leider. Meine ersten beiden Spielzeiten in Darmstadt verliefen nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich konnte unter Bruno Labbadia zwar viel lernen, aber Spiele waren kaum für mich rausgesprungen, weil er auf meiner Position auf Erfahrung gesetzt hat, um das Ziel Aufstieg zu realisieren. In der laufenden Saison hatte ich leider das Pech, dass ich mich frühzeitig verletzte und so eine lange Zeit nicht eingesetzt werden konnte, aber jetzt schaue ich nach vorne. Ich habe mich zurück gekämpft und bin froh, der Mannschaft wieder helfen zu können!

SV 98: Nach Deiner Verletzungspause im Herbst hast Du Dich zunächst wieder in den Kader, später in die Startaufstellung gekämpft. Was gehen einem Profifußballer für Gedanken während einer unfreiwilligen Auszeit durch den Kopf?
CB: Ganz einfach, ich hab mir nur Gedanken darüber gemacht, wie ich am schnellsten wieder zurück auf das Spielfeld komme. Dabei haben mir unser Physio Dirk Schmitt, unsere Ärzte und das Theresport-Team sehr geholfen! Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle!!!
SV 98: Trotzdem hast Du immer mit Deiner Elf mitgefiebert. Ein Beleg dafür ist Deine eigene Website (www.christian-beisel.de). Wie wichtig ist Dir den Kontakt zu den Fans?
CB: Klar habe ich mitgefiebert, der Verein soll ja weiterhin Erfolg haben und das am besten auch mit mir! Ich persönlich finde den Kontakt zu den Fans sehr wichtig, deswegen versuche ich ihn soweit es geht zu pflegen und auch dafür Zeit zu investieren!
SV 98: Auf Deinen Stationen hast Du sicherlich eine Menge Bekanntschaften aus der Fußballbranche gemacht. Kontakte bestehen somit sicherlich auch noch nach Heidenheim, wo Du für den 1. FCH immerhin zwei Spielzeiten gegen den Ball getreten hast. Was ist Dir aus der jener Zeit an der Brenz, sowohl menschlich als auch fußballerisch besonders in Erinnerung geblieben?
CB: Ich hatte zwei sehr schöne Jahre an der Brenz. Fußballerisch lief es gut, wir hatten in beiden Spielzeiten für einen Aufsteiger eine gute Runde gespielt, nur der Abschied war etwas „unschön“! Menschlich konnte ich dort ziemlich viel mitnehmen: das fing im Team an, ging über die Leute in der Stadt, die Fans bis hin zu den Sponsoren. Das sind alles tolle Menschen,  an die ich mich gerne erinnern werde und mich freue, wenn ich sie wieder sehe!
SV 98: Wie gehst Du mit der Situation um, wenn es nunmehr am kommenden Samstag auf ein Wiedersehen mit alten Weggefährten wie Keeper Erol Sabanov, Christian Essig oder Marc Schnatterer kommt? Sagt man sich „Hallo“, flachst man gar vor dem Spiel oder stellt man alles einem möglichen Sieg unter?
CB: Ich freue mich die Jungs wieder zu sehen, aber es geht für beide Vereine um sehr viel. Wir brauchen die Punkte um die Klasse zu halten und Heidenheim braucht sie um den möglichen Aufstieg nicht aus den Händen zu geben. Dafür muss die Freundschaft auf dem Platz kurz beiseite gelegt werden, dafür geht es um zuviel!
SV 98: Was denkst Du, wo Deine Ex-Clubs aus Heidenheim und Sandhausen letztendlich im Endklassement landen werden? Aufstieg in die 2. Bundesliga?
CB: Ja, ich denke schon das beide Vereine aufsteigen werden. Davon gehe ich aus!
SV 98: Zum Schluss möchte ich natürlich noch Deinen Tipp für das Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den 1. FC Heidenheim wissen.
CB: 1:0 für die Lilien!

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