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26.09.2013 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken

Heute: Thomas Rathgeber Thomas Rathgeber (28) wechselte vor dieser Saison von den Offenbacher Kickers zum 1. FC Saarbrücken. Der Mittelstürmer führt dort bereits die klubinterne Torschützenliste mit drei Treffern an. Nachdem er mit dem FC Kempten in die Bayernliga aufgestiegen war, wurde 2006 der VfL Bochum auf ihn aufmerksam. Mit dem Verein aus dem Ruhrgebiet stieg er in die Bundesliga auf, kam im Oberhaus allerdings nur auf einen Kurzeinsatz. In der Winterpause jener Saison wechselte er zur SpVgg Unterhaching, wo er bis 2010 blieb, bis ihn schließlich der OFC verpflichtete.

www.sv98.de: Hallo Thomas Rathgeber! Du bist vor der Saison von den Offenbacher Kickers nach Saarbrücken gewechselt. Hast Du Dich inzwischen in Saarbrücken eingelebt?
Thomas Rathgeber: Ja, sehr gut. Ich habe eine Wohnung gefunden und meine Freundin kommt jetzt auch nach. Von der Stadt habe ich einen sehr positiven Eindruck. Auch mit den Kollegen verstehe ich mich gut. Mit dem neuen Trainer Milan Sasic hatte ich zuvor noch nicht gearbeitet, nach den ersten Tagen habe ich aber schon einen sehr guten Eindruck.
Immerhin hast Du in dieser Saison schon drei Tore erzielt. Trotzdem läuft es nicht rund in Saarbrücken. Woran liegt es?
Es wäre mir auch lieber, ich hätte ein Tor weniger und wir hätten ein paar Punkte mehr. Es gibt mehrere Gründe. Zunächst hatten wir viele Neuzugänge. Zusätzlich gab und gibt es einige Verletzungen -Andreas Glockner, Marcel Ziemer, Kevin Maek. Da fehlt einfach Zeit sich einzuspielen.  Ihr wisst selbst, wie hart die Liga ist. Da gibt es keine leichten Spiele. Jedes Match ist eng und es entscheiden Kleinigkeiten. Uns fehlt mal wieder ein Erfolgserlebnis. Das gibt Selbstvertrauen.
Du hattest  im Jahre 2011 einen Knorpelschaden, der Dich fast für ein Jahr außer Gefecht setzte. Wie geht man damit um?
Das Schlimmste ist immer die Diagnose und die erste Zeit danach. Da fragt man sich schon, wie es weitergeht. Aber dann muss man wieder positiv denken. Glücklicherweise war der Schaden an einer relativ "günstigen" Stelle. Auch die Ärzte haben mir Mut gemacht. Das hilft durch die Reha. Jetzt ist alles wieder okay. Man muss sich in dieser Zeit selbst motivieren können.
Du hattest unter anderem in Unterhaching eine gute Zeit und hast mit einigen der Zweit- und Drittligatorjägern  gespielt (z.B. Robert Lechleiter, Anton Fink, Tobias Schweinsteger und Marcus Steegmann). Gibt es noch Kontakte?
Besonders in der Saison 2008/2009 hatten wir ein tolles Team in Liga 3. Da wurden wir Vierter hinter Union Berlin, Düsseldorf und Paderborn. Natürlich verfolge ich den Weg der Kollegen. Kontakt habe ich noch zu Robert Lechleiter. Zu eurem früheren Stürmer Marcus Steegmann eher weniger.
Trotz härtester Konkurrenz in der eigenen Mannschaft hast Du immer Deine Tore gemacht…
Ich habe mich eigentlich überall, wo ich gespielt habe, gut durchsetzen können. So 8-10 Tore pro Saison, das ist mein Schnitt. Das kommt auch daher, dass ich oft gespielt habe. 30 Spiele pro Saison waren keine Seltenheit.
Wie hast du den Lizenzentzug der Kickers erlebt?
Wir haben schon mitbekommen, dass es Probleme gab. Es hieß, wir sollten uns keine Gedanken machen. Ich war dann schon überrascht, als die Nachricht in meinem Urlaub kam. Ich hatte noch ein Jahr Vertrag, wäre gerne geblieben. Während der Saison gab es viel Unruhe. Erst der schlechte Start, dann der tolle Lauf im DFB-Pokal, der zeigte, was wir können. Es war immer gespannte Stimmung. Offenbach ist schon ein spezielles Pflaster. Da musst du dich behaupten können.
Wie siehst Du das jetzige Darmstädter Team?
Da kann man schon beeindruckt sein. Die 98er haben viel Qualität dazu gewonnen. Außerdem haben sie einen richtigen Lauf. Das gibt Selbstvertrauen. Ein gutes Team.
Anderes Thema: Ist der Chip im Ball eine gute Sache oder wird das nur unnötige Unterbrechungen bringen?
Diese Technik kann helfen entscheidende Spielsituation – vor allem Tor oder nicht – zu klären. Wenn das flott geht, z.B. per Funk auf die Uhr des Schiedsrichters, ist das klasse. Allerdings lebt der Fußball auch von der Diskussion der "Experten". Dinge wie Abseits oder nicht werden immer umstritten sein.
Was macht Thomas Rathgeber, wenn er mal nicht Fußball spielt?
Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Freundin, Freunden und der Familie. Ansonsten mache ich Ausgleichssport. Sehr gerne spiele ich Tennis.
Vielen herzlichen Dank, Thomas Rathgeber für dieses Gespräch.
Das Interview führte Heinz Kriegbaum.

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