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03.03.2014 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen den MSV Duisburg

Heute: Kingsley Onuegbu Kingsley Onuegbu, der am 5. März seinen 28. Geburtstag feierte, kam vor dieser Saison von der SpVgg Greuther Fürth zum MSV. Der 1,91 m große Stürmer erzielte bisher in der aktuellen Spielzeit zwölf Treffer und liegt somit auf Rang 2 der Schützenliste. "King", wie ihn die Fans rufen, wurde in Kaduna (Nigeria) geboren und begann erst mit 19 Jahren im Verein Fußball zu spielen. Außer für die genannten Vereine war er seitdem für den SC Idar-Oberstein, Eintracht Braunschweig und den SV Sandhausen aktiv. Im Interview spricht er über seine Anfangszeit in Deutschland, die aktuelle Situation beim MSV und seine weiteren Ziele.

www.sv98.de: Herr Onuegbu, Ihr Spitzname lautet "King", doch hört und liest man über Sie, dass sie sich nicht wie ein König aufführen -im Gegenteil: Sie gelten als respektvoll, höflich und so gar nicht abgehoben. Haben Sie gar keine "majestätischen" Allüren?
Kingsley Onuegbu: Danke für die netten Worte… (lacht!) Ich denke, dass es sehr wichtig ist, den Menschen auch außerhalb des Platzes respektvoll und höflich zu begegnen. So bin ich schon immer gewesen, ganz egal, wo ich gespielt habe, und so werde ich immer bleiben -egal, welche Erfolge ich noch feiern darf!
Sie haben mit 19 erst verhältnismäßig spät mit dem Fußballspielen angefangen. Wie kamen Sie denn nach Deutschland bzw. zu Ihrem ersten Verein, dem SC Idar-Oberstein?
Zu meinem ersten Verein, SC Idar-Oberstein, hat mich ein Bekannter gebracht; er ist mit mir zum Probetraining gegangen, und nach einer Trainingseinheit hat der SC mich genommen.
Sie stammen aus Nigeria, Ihr Land hat viele große Fußballer hervorgebracht. Auch hier in Deutschland haben einige Ihrer Landsleute gespielt, Jay-Jay Okocha etwa hat sich mit seinem Jahrhundert-Tor gegen Oliver Kahn unsterblich gemacht. Haben Sie ein spezielles Vorbild?
Klar, auch hier in Deutschland gibt es klasse Spieler aus meiner Heimat. Jay-Jay Okocha gehört sicherlich dazu. Ich selber habe aber kein bestimmtes Vorbild.
Der MSV Duisburg hat einen schweren Sommer hinter sich, mittlerweile hat sich die Situation etwas beruhigt. Wie nehmen Sie die Stimmung rund um den Verein derzeit wahr?
Wir Spieler konzentrieren und fokussieren uns auf unsere sportlichen Aufgaben -das Training und die Spiele am Wochenende. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und die Stimmung im Verein empfinde ich auch als stabil.
Sie haben bislang in Braunschweig, Fürth und Sandhausen höherklassig Fußball gespielt. Was unterscheidet den MSV von Ihren bisherigen Stationen?
Die Menschen hier sind total fußballverrückt, das steckt einen als Spieler sofort an. Egal, wo man hinkommt -es wird immer über Fußball geredet. Mir ist es schon passiert, dass ich beim Einkaufen mehr Zeit damit verbracht habe, Fotos mit den Fans zu machen, als Waren in meinen Korb zu packen. Ich habe auch schon den einen oder anderen MSV-Fan auf seinem Geburtstag überrascht und mit ihm gefeiert. Man sieht und spürt, dass die Fans mit Herzblut dabei sind.
Ihr Team hatte im Sommer praktisch keine Vorbereitung, hat sich das körperlich und taktisch in manchen Partien der Hinrunde bemerkbar gemacht?
Es ist ganz normal, dass bestimmte Dinge ihre Zeit brauchen. Je mehr wir zusammen spielen, umso besser lernen wir uns und zum Beispiel die Laufwege des anderen kennen.
Wie bewerten Sie im Rückblick die bisherige Saison des MSV? Inwieweit sind Sie unter Berücksichtigung der Umstände zufrieden?
Wir haben bisher einige Punkte liegen lassen, doch wir arbeiten jeden Tag daran, um das Beste aus uns herauszuholen.
Sie haben mit Eintracht Braunschweig die ersten beiden Saisons der eingleisigen Dritten Liga 2008/09 und 09/10 absolviert. Hat sich die Liga Ihrer Meinung nach weiterentwickelt bzw. hat sich das Niveau geändert?
Das Niveau hat sich im Vergleich zu damals verbessert. Aus meiner Sicht könnten viele Vereine, die in der 3. Liga spielen, auch in der 2. Bundesliga mithalten.
Sie liegen zusammen mit dem Dortmunder Marvin Ducksch auf dem zweiten Rang der Torjägerliste, erzielten bislang zwölf Tore und gaben drei Vorlagen. Haben Sie sich eine bestimmte Anzahl von Toren zum Ziel gesetzt?
Nein, das habe ich nicht. Wie jeder Spieler oder speziell Stürmer freue ich mich über jedes Tor. Doch die Mannschaft steht für mich an erster Stelle, wer am Ende die Treffer erzielt ist daher nicht wichtig. Der Erfolg des Teams zählt!
Im Hinspiel unterlag Ihr Team dem SV Darmstadt 98 mit 0:4. Haben Sie den "Lilien" bereits damals eine derartige Entwicklung zugetraut?
Die Mannschaft war damals schwer einzuschätzen. Ich kannte bis dato nur Toni Sailer und Dominik Stroh-Engel. Was ich mitbekommen habe, ist, dass sich Darmstadt die Entwicklung erarbeitet hat und bei anderen Teams großen Respekt genießt. Doch Angst haben wir nicht (lacht).
Vielen herzlichen Dank, Kingsley Onuegbu, für das ausführliche Interview!

Die Fragen stellte Colin Mahnke (FuFa).

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