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27.04.2014 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden

Heute: Milan Ivana Milan Ivana (30) wechselte vor der Saison vom nächsten Gegner der "Lilien", dem SV Wehen Wiesbaden, ans Böllenfalltor. Der wendige und trickreiche Außenstürmer hat sich sofort zum Stammspieler entwickelt und erzielte in bislang 33 Spielen vier Tore und gab acht Vorlagen. Der Slowake spielte bereits für Slavia Prag und Slovan Bratislava in der Champions League und der Europa League. Im Interview spricht er über seine Zeit in Wiesbaden, die aktuelle Saison und natürlich über seine Erfahrungen in der Champions League.

www.sv98.de: Hallo Milan, wie sehr ärgert Dich die Gelbe Karte gegen Erfurt und die damit verbundene Gelbsperre im kommenden Spiel gegen deinen alten Verein Wehen Wiesbaden?
Milan Ivana: Das ist sehr schade, ich hätte gerne mitgespielt. Aber das passiert, so ist Fußball nun mal.
Wiesbaden war Deine erste Station in Deutschland, dort hast Du anderthalb Jahre gespielt (Januar 2012 bis Juli 2013). Wie denkst Du an diese Zeit zurück?
Ich habe gute Erinnerungen an Wiesbaden. Ich habe dort gute Spiele gemacht, allerdings haben wir in der letzten Saison 18mal unentschieden gespielt. Die Mannschaft war super, der Trainer auch. Ich wäre auch geblieben, allerdings wollte die sportliche Führung einen Umbruch. Deshalb bin ich jetzt hier.
Mit Wiesbaden hast Du dreimal gegen Darmstadt 98 gespielt. Wie hast du den Verein und die Fans damals als gegnerischer Spieler wahrgenommen?
Darmstadt war immer ein harter Gegner, sie waren defensiv unheimlich sicher. Wir haben einmal verloren, einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Es waren viele Zuschauer da und die Atmosphäre war immer heiß.
In einem anderen Derby, nämlich jenem gegen Kickers Offenbach, hast Du beim 2:1-Heimsieg in der vergangenen Saison alle zwei Tore geschossen. War dieses Spiel das Highlight deiner Zeit in Wiesbaden?
Das war mein bestes Spiel für Wiesbaden. Diese zwei Tore waren schon gut. Die Atmosphäre, auch von den vielen Fans aus Offenbach war sehr gut. Das ist eine wirklich schöne Erinnerung.
Du hast auch schon Erfahrungen in der Champions League sammeln können: Mit Slavia Prag hast Du in der Saison 2007/08 zum Beispiel im Emirates Stadium gegen Arsenal London gespielt. Das sind ebenfalls schöne Erinnerungen, oder!?
Ja natürlich, das waren zwei unglaubliche Jahre. Wir haben zweimal den Titel geholt und Champions League gespielt. Dort hat sich mein Fußball-Traum erfüllt.
In der damaligen Mannschaft hast Du neben so guten Fußballern wie Vladimir Smicer gespielt, der z. B. über 80 Länderspiele für Tschechien absolviert hat. Hast gerade von ihm viel lernen können?
Richtig, ich habe von Smicer sehr viel gelernt. Er war ein großer Fußballer und ein außergewöhnlicher Charakter. Als junger Spieler ist es ideal, neben solchen erfahrenen Spielern groß zu werden und sich vieles abzugucken.
Kommen wir zur Gegenwart: Wie siehst Du denn eure bisherige Saison?
Mit dieser Saison bin ich mehr als zufrieden, wir sind die große Überraschung. Letztes Jahr ist die Mannschaft noch abgestiegen, dieses Jahr sind wir ganz oben dabei. Das ist ein großer Unterschied. Wir haben sehr gute Spiele dabei gehabt, Dodo (Stürmer Dominik Stroh-Engel, Anm. d. Red.) hat bislang unglaubliche 27 Tore geschossen. Mehr muss man glaube ich gar nicht sagen.
Wie bist Du persönlich mit deiner Leistung zufrieden?
Ich hätte bislang mehr Tore erzielen können. Es sind nur vier, obwohl ich gute Chancen hatte. Aber das ist nicht so wichtig, Hauptsache die Mannschaft spielt gut und gewinnt.
Welches Spiel war denn für Dich persönlich das Highlight der bisherigen Saison?
Das Spiel in der Hinrunde gegen Heidenheim war sehr gut. Da habe ich das 1:0 erzielen können, mit diesem Sieg hat niemand gerechnet. Aber auch die knappen Spiele in der Rückrunde gegen Duisburg und Burghausen, die wir jeweils mit 1:0 gewinnen konnten, waren gute Leistungen.
Ein weiterer Höhepunkt dieser Saison war sicherlich das Spiel in Leipzig. Das habt ihr leider mit 0:1 verloren, konntet Euer Spiel nicht wie gewohnt aufziehen. Wie hast Du es auf dem Platz wahrgenommen?
Das war ein wirklich schweres Spiel. Leipzig war sehr gut auf uns vorbereitet, haben taktisch super gestanden. Wir haben gekämpft, konnten aber kaum richtige Chancen herausspielen. Leipzig hat an diesem Tag verdient gewonnen.
3.600 Darmstadt-Fans waren in Leipzig. Hast Du die Unterstützung wahrgenommen?
Knapp 40.000 Zuschauer und auch so viele aus Darmstadt, das war eine unglaubliche Atmosphäre. Unsere Fans waren phantastisch, schade, dass wir das Spiel verloren haben.
Vor kurzem wurde entschieden, dass Ihr das Relegations-Heimspiel im Stadion am Böllenfalltor austragen dürft. Ist das ein Vorteil?
Das ist sehr gut, unser Stadion ist ja unser Zuhause. Da fühlen wir uns wohl, da sind wir es gewohnt zu spielen. Dasselbe gilt für unsere Fans. Aber vielleicht spielt Leipzig ja zweimal unentschieden und wir gewinnen -dann müssten wir gar nicht in die Relegation.
Vielen Dank, Milan Ivana, für dieses interessante Interview.
Das Interview führte Colin Mahnke (FuFa).

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