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15.03.2013 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen den VfL Osnabrück

Heute: Gaetano Manno Gaetano Manno (30) spielt bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere beim VfL Osnabrück: In den Spielzeiten 2007/08 und 08/09 absolvierte er 34 Einsätze für das damalige Zweitliga-Team. Vor seinem ersten Engagement an der Bremer Brücke trug der gebürtige Hagener unter anderem das Trikot des VfL Bochum, für den er zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga absolvierte. Neben seiner ersten Station bei der TSG Sprockhövel war er jeweils in der 2. bzw. 3. Liga aktiv -beim Wuppertaler SV Borussia, dem SC Paderborn 07 und Rot-Weiß Erfurt. Zu Saisonbeginn wechselte der linke Außenbahnspieler zu den Lila-Weißen zurück und etablierte sich dort als derzeit bester Scorer (8 Tore / 9 Vorlagen).

www.sv98.de: Hallo Gaetano Manno, Sie sind ein Kind des Ruhrgebiets, aber Ihrem Namen hört man die italienischen Wurzeln an. Haben Sie heute noch Verbindungen dorthin?
Gaetano Manno: Ja, natürlich! Ich komme aus Catania in Sizilien. Dort leben noch viele Verwandte und Freunde von mir, zu denen ich regelmäßig Kontakt habe.
Gibt es einen italienischen Verein, für den Ihr Herz besonders schlägt und warum?
Juventus Turin – das war schon immer mein Verein, schon von klein auf. 
Als Sie zum ersten Mal beim VfL unter Vertrag waren, hatten Sie viel Pech mit Verletzungen. Diesmal läuft es deutlich besser. Wie kam es zu der Rückkehr und welche Beziehung haben Sie zu Osnabrück?
Der Trainer ist der Grund, warum ich mich entschieden habe zurückzukommen. Ich hatte hier zwischen 2007 und 2009 mit Pele Wollitz als Trainer eine super Zeit. Ich fühle mich einfach wohl in Osnabrück, die Stadt, das ganze Umfeld, hier passt alles zusammen. Der Verein ist sehr familiär, die Fans unterstützen uns super und wir haben einen tollen Zusammenhalt innerhalb des Teams.
Auf Ihrer vorherigen Station in Erfurt spielten Sie zum ersten Mal gegen Darmstadt. Im Rückspiel am Böllenfalltor kam es zu ihrer bislang einzigen glatt roten Karte. Was war da los?
Ich habe die Situation noch gut vor Augen. Nach meiner Einschätzung war es damals zwar ein Foulspiel, aber nicht zwingend eine rote Karte. Das war übrigens meine erste glatt rote Karte überhaupt. Dadurch, dass sich die Situation direkt vor der Bank der Darmstädter abgespielt hat, war die Reaktion entsprechend und die Aufregung groß.
Erfurt hat zu dieser Saison neben Ihnen weitere Stammspieler abgeben müssen und spielt jetzt gegen den Abstieg. War der Aderlass zu groß?
Ich denke, dass Erfurt auch Qualität dazu geholt hat, die Mannschaft hatte aber keinen guten Start. Und es ist einfach so, wenn man erst einmal unten drinsteckt, ist es schwer, da wieder raus zu kommen.
Würde man nach der 1. Halbzeit die Spiele abpfeifen, wären Darmstadt und Osnabrück mit 38 Zählern punktgleich. In der 2. Halbzeit dreht Osnabrück jedoch auf und ist das stärkste Team der Liga. Woher kommt diese Qualität?
Wir haben einen sehr guten Teamgeist, jeder kämpft und läuft für jeden. Und unser Fitnesszustand ist sehr gut, das ist wahrscheinlich der Grund, warum wir immer noch eine Schippe drauflegen können.
Der VfL liegt derzeit auf Platz 2 und will unbedingt aufsteigen. An der Tabellenspitze hat sich ein Fünfkampf gebildet. Wer wird sich -neben Ihnen -noch durchsetzen?
Wenn man sich anschaut, wie eng es an der Spitze der Tabelle aussieht, ist es schwierig, eine Prognose dazu abzugeben, wer es letztendlich schaffen wird. Ich glaube, dass es bis zum Ende spannend bleibt.
Mit Manuel Riemann, Timo Staffeldt und Simon Zoller fehlen im Spiel gegen Darmstadt drei Korsettstangen. Im Hinspiel hat sich der VfL unerwartet schwer getan und erst kurz vor Schluss das 1:0 erzielen können. Sind Spiele gegen die "Kellerkinder" besonders unangenehm? Wie haben Sie das Hinspiel erlebt?
Es ist immer schwer, gegen Mannschaften zu spielen, die unten drin stehen, weil sie alles reinwerfen und gerade gegen einen vermeintlichen Aufstiegsaspiranten besonders motiviert sind. Das Hinspiel war ziemlich zerfahren, Darmstadt stand gut gegen den Ball. Eine Einzelaktion von Marcus Piossek hat das Spiel schließlich entschieden.
Sie sind mit 17 Scorerpunkten ein wichtiger Teil der Offensive. Welchen fußballerischen Baustein bringen Sie in besonderer Weise ein? Die VfL-Fans bezeichnen Sie als Publikumsliebling…
Es ist nicht leicht, sich selbst zu beurteilen. Ich schätze aber, dass die Fans sehen, dass ich immer alles raushaue und versuche, in jeder Situation das Beste zu geben. Aber es geht nicht um mich, es geht einfach darum, gemeinsam mit der ganzen Mannschaft zum Erfolg zu kommen.
Darmstadt steht im Tabellenkeller und braucht jeden Punkt, letzte Woche gelang der erste Auswärtssieg. Wie schätzen Sie die Lilienelf ein?
Ich schätze die Darmstädter als kampfstarke und kompakte Mannschaft ein, die uns alles abverlangen wird und gegen uns unbedingt punkten will. Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir uns auf das besinnen, was uns ausmacht und von Anfang an voll da sein.  
Vielen herzlichen Dank, Gaetano Manno, für das ausführliche Interview. [MS]

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