FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Heute: Andreas Spann Andreas Spann (29), Stürmer beim VfL Osnabrück, wurde am 17.05.1984 in Ulm geboren. Dort begann er auch seine aktive Fußballerkarriere, bevor er sich im Jahr 2000 mit 16 Jahren der B-Jugend von Borussia Mönchengladbach anschloss. Vor dieser Saison agierte der 1,83 m große Mittelstürmer noch für den Ligarivalen 1. FC Heidenheim, bei dem er insgesamt sechs Jahre unter Vertrag stand und in 149 Spielen, 41 Treffer schoss. Nach einem Innenband- und Kreuzbandriss im vergangen Jahr, will er nun mit seinem neuen Verein zu alter Leistungsstärke zurückfinden.
www.sv98.de: Hallo Andreas Spann, das letzte Jahr muss für Sie wahrlich ein Seuchenjahr gewesen sein. Erst stoppte Sie ein Innenbandriss im Knie und dann ein Kreuzbandriss. Wie geht es Ihnen heute?
Andreas Spann: Ich bin gesund und fühle mich gut. Der positive Start mit der Mannschaft trägt natürlich dazu bei, wieder zu alter Stärke zu finden. Das letzte Jahr war hart, aber mit Hilfe des Umfelds und des Teams habe ich mich zurückgekämpft.
Gleich im ersten Testspiel gegen Werder Bremen erzielten Sie den goldenen Treffer zum 1:0-Endstand, anschließend trafen Sie gleich im ersten Ligaspiel gegen den Chemnitzer FC zum 3:0. Auch im Pokal gegen Aue waren Sie zum 2:0 zur Stelle. Was bedeutet der treffsichere Start für Sie persönlich?
Für einen Stürmer ist es natürlich wichtig, zu treffen. Nach meiner langen Ausfallzeit ist es für mich doppelt schön. Im Vordergrund steht aber immer das Endergebnis und der mannschaftliche Erfolg!
Im Alter von 18 Jahren debütierten Sie unter Ewald Lienen in der Bundesliga. Welche Erfahrungen konnten Sie unter ihm sammeln?
Er war sehr professionell und hat mich gefördert. Leider wurde er ein halbes Jahr später entlassen.
Stammt aus dieser Zeit auch Ihr Spitzname „Spanninho“ oder kam dieser erst im Laufe Ihrer weiteren Karriere hinzu?
Das dürfte zu der Zeit gewesen sein. Ich habe immer wieder verrückte Dinge ausprobiert, ich glaube, dass der Name dadurch zustande kam.
Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison, 15 Zu- sowie 17 Abgängen im Profikader, welche Rolle wird Ihrer Meinung nach der VfL Osnabrück in dieser Saison einnehmen?
Wir sind wohl die berühmte Wundertüte… 😉 Wir arbeiten aber hart und akribisch für unseren Erfolg. Durch unseren Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit wollen wir den größtmöglichen Erfolg erreichen.
Wer sind für Sie die Aufstiegs-Favoriten?
Die finanzstarken Teams wie Heidenheim, RB Leipzig und Preußen Münster.
Mit 29 Jahren gehören Sie zusammen mit Timo Staffeldt zu den erfahrenen Spielern im Kader. Wie bringen Sie diese Erfahrung in die Mannschaft ein?
Ich versuche, viel zu kommunizieren. Auf dem Platz gibt es nur Vollgas. Teamgeist ist mir sehr wichtig!
Im Duell am Böllenfalltor wird es ein Wiedersehen auf sportlicher Ebene zwischen Ihnen, Marco Sailer und Sandro Sirigu geben. Durch Ihre gemeinsame Vergangenheit beim 1. FCH kennen Sie die beiden gut, worauf dürfen sich die Lilienfans in Hinblick der beiden Neuzugänge am meisten freuen?
Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit den beiden, mit denen ich gut befreundet bin. Sandro Sirigu war in Ulm lange Zeit mein Nachbar. Die zwei fühlen sich mit ihren neuen Aufgaben sehr wohl. Gegen uns müssen sie allerdings nicht unbedingt Ihren besten Tag haben… 😉
Die schwere Verletzung von Stürmer Adriano Grimaldi hat alle Fans in Deutschland geschockt. Hatten Sie schon Kontakt zu ihm und wie geht es ihm?
Wir waren alle sehr geschockt, dass er sich so schwer verletzt hat. Als wir ihn nach seiner Operation am Sonntag besucht haben, war er zum Glück schon wieder gut gelaunt. Das ganze Team wird ihn unterstützen, wo es geht. Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich zurückkommt und uns wieder helfen kann.
Beide Vereine haben am vergangenen Wochenende im DFB-Pokal gewonnen und schweben auf einer Euphoriewelle. Osnabrück siegte 3:0 gegen Aue, die Lilien schlugen Ihren Ex-Verein Mönchengladbach mit 5:4 im Elfmeterschießen. Was macht die „Umstellung auf den Alltag“, von der immer geschrieben wird, so schwierig?
Im Training am Montag wurde noch einmal über das Spiel gesprochen, danach richtete sich der Blick nach vorne und wir freuen uns auf das Spiel in Darmstadt!
Was erwarten Sie vom „Duell der Pokalschrecke“ am Samstag und geben Sie einen Tipp ab?
Wir erwarten ein intensives Spiel, in dem wir wieder an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Wir wollen etwas Zählbares aus Darmstadt entführen!
Vielen herzlichen Dank, Andreas Spann, für das ausführliche Interview!
Die Fragen stellten Patrick Hentze und Markus Sotirianos.