FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Heute: Markus Ziereis Markus Ziereis (21) ist in der Winterpause ans Böllenfalltor gewechselt. Seine Zeit bei Darmstadt 98 ist allerdings begrenzt, der Stürmer ist lediglich bis zum Ende der Rückrunde vom Zweitligisten FSV Frankfurt ausgeliehen. Für die "Bornheimer" ist der gebürtige Rodinger (bei Regensburg) selbst ein neuer Spieler, seit dem Sommer erzielte er in fünf Einsätzen ein Tor. Davor war der ehemalige U16-Nationalspieler beim TSV 1860 München (22 Tore in 33 Einsätzen für die U23 in der vergangenen Saison) und Jahn Regensburg im Einsatz. Im Interview spricht er über den Unterschied zwischen Dritter und Zweiter Liga, Stürmer-Rezepte und seine ersten Wochen im Verein.
www.sv98.de: Hallo Markus, Du bist gerade im Auto. Wo geht’s denn hin?
Markus Ziereis: Ich bin gerade auf dem Weg nach Hoffenheim zum DFB-Pokal-Spiel gegen Wolfsburg.
Bist Du so ein Fußball-Verrückter oder hat das einen anderen Grund?
Der Kevin Volland (Stürmer bei der TSG Hoffenheim, Anm. d. Red.) ist mein bester Kumpel. Wir haben täglich Kontakt und wenn ich Zeit habe, gucke ich mir immer seine Spiele an. Außerdem ist das ja sozusagen eine Bundesliga-Begegnung, das guckt man sich ja gerne an (lacht).
Wie hast Du Dich denn in Darmstadt bislang eingelebt? Wie lautet Dein erstes Fazit?
Ich fühl‘ mich sehr wohl, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen -es macht richtig Spaß!
Wie würdest Du Dich selbst als Stürmer bezeichnen? Du sollst sehr schnell den Abschluss suchen…
Ja, das ist schon so. Ich schieße eigentlich sofort, ob mit links oder rechts ist mir egal. Das würde ich schon als Stärke bezeichnen.
Du bist vom FSV Frankfurt nach Darmstadt ausgeliehen. Was versprichst Du Dir von dem halben Jahr?
Ich möchte mich weiterentwickeln und Erfolg mit der Mannschaft haben. Außerdem natürlich so viele Einsätze wie möglich (lacht).
Am Wochenende hast Du in Heidenheim von Beginn an gespielt. Wie zufrieden bist Du mit dem Ergebnis und auch mit Deiner eigenen Leistung?
Mit dem Unentschieden können wir sehr zufrieden sein. Ein 1:1 gegen den Tabellenführer, der einen Riesen-Vorsprung hat, ist sehr gut. Von meiner eigenen Leistung her gibt es sicherlich noch Steigerungspotenzial, aber ich muss mich erst mal noch weiter hier zurechtfinden. Ich bin da guter Dinge!
Dominik Stroh-Engel hat eine bislang überragende Runde hinter sich, hatte davor aber ein schwieriges Jahr. Du bist auch Stürmer, hattest Du auch schon mal solch eine Phase zu überstehen? Gibt es da ein "Rezept", um gestärkt aus solch einer Situation herauszukommen?
Da gibt es eigentlich kein Rezept. Das ist gerade als Stürmer so, manchmal hast Du gute Zeiten, manchmal schlechte. Wenn man dann mal eine Schwächephase hat, muss man einfach konzentriert weiterarbeiten und dann kommt man da auch wieder raus.
Du kommst aus der Zweiten Liga, hast jetzt Deine ersten Spiele in der Dritten absolviert. Wie würdest Du den Unterschied beschreiben?
Das ist schwierig zu formulieren. In der Zweiten Liga gibt es nochmal mehr Zweikämpfe, das Tempo ist höher. Aber das Spiel in Heidenheim hat schon gezeigt, dass der Unterschied nicht so groß ist. Die Top-Teams wie z. B. auch Osnabrück sind nicht so weit weg.
Beim FSV Frankfurt trainiert mit dem erfahrenen Benno Möhlmann die Koryphäe der Zweiten Liga. Hier in Darmstadt steht mit Dirk Schuster ein jüngerer Trainer an der Seitenlinie. Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden?
Vergleichen kann man sie nicht. Jeder Trainer hat seine eigenen Grundsätze, einer denkt eher offensiv, der andere defensiv. Das kommt immer auf die Mannschaft an. Aber sie legen enorm viel Wert auf Zusammenhalt und Stimmung im Team. Das machen beide sehr gut. Es geht nur über den Mannschaftsgedanken, das ist das Wichtigste.
Die Hinrunde der Lilien war sehr gut. In was für eine Mannschaft bist Du da hineingekommen? Merkt man da das Selbstbewusstsein im Training?
Das merkt man sehr deutlich. In jedem Training und jedem Spiel ist Spaß und Freude dabei, diese positive Grundstimmung spürt man natürlich. Das reißt uns alle mit und für mich als Neuen ist das natürlich perfekt.
Nach dem Heidenheim-Spiel haben sich viele Deiner Mannschaftskameraden mehr als positiv über die mitgereisten Darmstädter Fans geäußert. Hat Dir die Stimmung auch so imponiert?
Auf jeden Fall. Die Fans sind wirklich wahnsinnig gut. Die unterstützen uns bedingungslos und das pusht natürlich jeden Spieler. Vor solch einer Kulisse zu spielen, macht sehr viel Spaß. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass so viele zu Auswärtsspielen mitreisen.
Kommen wir zu Eurem nächsten Gegner, Jahn Regensburg. Du hast dort in der Jugend gespielt. Hast Du noch Kontakt zu Spielern des aktuellen Teams?
Markus Smarzoch kenne ich noch. Mit ihm habe ich in der U17 zusammen gespielt und auch in der vergangenen Saison haben wir uns in der Zweiten Liga getroffen (Regensburg spielte damals in der Zweiten Liga, Markus Ziereis wurde einige Male in den Profi-Kader von 1860 München berufen, d. Red.). Aber in letzter Zeit wir hatten eher weniger Kontakt.
Was für ein Spiel erwartest Du?
Beide Teams haben zuletzt positive Ergebnisse erzielt. Ich denke, das wird ein enges Spiel auf Augenhöhe. Ich hoffe, dass wir uns durchsetzen können.
Markus Ziereis, vielen Dank für das Gespräch!
Das Interview führte Colin Mahnke (FuFa).