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26.03.2012 / Allgemein

Das Interview zum Spiel gegen RW Erfurt

Wie vor jedem bevorstehendem Punktspiel des SV Darmstadt 98 lassen wir einen Spieler, Trainer, Funktionär, Journalist oder eine ehemalige Lilie zu Wort kommen. Dabei liegt der Fokus natürlich auf dem des SV 98 und seinem jeweiligen Gegner.

Heute: Marco Engelhardt
Marco Engelhardt (*2.12.1980) wechselte 1994 von Preußen Bad Langensalza in die Jugend des FC Rot-Weiß Erfurt.  Im Alter von 19 Jahren debütierte "Engel" für RWE in der Regionalliga Süd. Nach nur bereits einer Spielzeit wechselte der Thüringer zum damaligen Zweitligisten Karlsruher SC (2001-2004), ehe er von 2004-2006 für den Erstligisten 1. FC Kaiserslautern spielte. Daraufhin folgte ein dreijähriges Engagement beim 1. FC Nürnberg. Im Jahr 2008 wechselte der blonde Mittelfeldspieler erneut zum Karlsruher SC, ehe es ihn im Januar 2011 wieder zu seinem ersten Profiverein, dem FC Rot-Weiß Erfurt zurückzog.
Marco Engelhardt absolvierte bislang 106 Bundesliga- und 131 Zweitligapartien, erzielte dabei in jeder Spielklasse jeweils sieben Treffer. Hinzu kommen 43 weitere Dritt- und Viertligaeinsätze mit fünf Torerfolgen. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählen der DFB-Pokalsieg mit dem „Club“ im Jahr 2007, sowie drei A-Länderspiele unter dem damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann.
SV 98: Hallo Herr Engelhardt! Sie sind wieder zurück in Ihrer alten Heimat. Wo gefällt es Ihnen in Erfurt u.a. mit am besten?
ME: Erfurt ist generell eine sehr schöne Stadt. Die Altstadt mit seinen Fachwerkhäusern ist äußerst sehenswert und auch in der Fußgängerzone ist es sehr schön. Als Sehenswürdigkeit fällt mir als erstes der Erfurter Dom und die Severikirche ein, die man unbedingt besuchen sollte. Ansonsten gefällt es mir selbstredend natürlich bei mir zu Hause am besten (lacht).
SV 98: Ich vermisse bei Ihrer Aufzählung das Steigerwaldstadionâ…
ME: Wenn man sich für Fußball im Allgemeinen und den FC Rot-Weiß Erfurt im Speziellen interessiert, dann ist natürlich auch das Steigerwaldstadion ein Besuch wert. Hier habe ich meine ersten Schritte als Profifußballer getätigt, folgerichtig bin ich mir bei meiner Vertragsunterzeichnung im Januar vorgekommen, als wenn ich wieder heimkehren würde. In meiner Karriere habe ich natürlich schon einige Stadien und Arenen gesehen. Das altehrwürdige Steigerwaldstadion gefällt mir zwar, dennoch hätte ein neues Stadion in Erfurt natürlich den Vorteil, dass die Zuschauer aufgrund der wegfallenden Leichtathletiklaufbahn viel näher am Spielgeschehen sind. Das würde die Spiele noch atmosphärischer wirken lassen, als sie es derzeit dank unserer Fans sind. Ich freue mich, wenn die Baupläne in die Tat umgesetzt werden.
SV 98: Das "Böllenfalltor" ist ebenfalls eine altehrwürdige Spielstätte. Sie hatten in Ihrer Premierensaison am 22.4.2001 sogar schon das Vergnügen dort zu spielen. Aus Ihrer Sicht unterlagen der FC RWE bedauerlicherweise mit 0:1. Haben Sie noch irgendwelche Erinnerungen an dieses Spiel?
ME: Um ehrlich zu sein, kann ich mich zwar daran erinnern, bereits in Darmstadt gespielt zu haben, an einzelne Spielszenen oder den genauen Spielverlauf erinnere ich mich aber nicht mehr. Was mir allerdings im Gedächtnis hängen geblieben ist, sind die beiden äußeren Darmstädter Fanblöcke auf der Haupttribüne. Die 98er-Fans unter dem Dach veranstalteten einen riesengroßen Lärm und feuerten ihr Team bedingungslos an.
SV 98: Welche Rolle spielen Sie beim FC Rot-Weiß Erfurt? Mitunter frage ich auch nach Ihrem Wirken neben dem Platz.
ME: In erster Linie bin ich froh, dass ich in Erfurt nach langer, unfreiwilliger Pause endlich wieder in den Rhythmus gefunden habe. Peu à peu konnte ich meinen Fitnesszustand steigern. Mit jedem Spiel spüre ich, dass es besser für mich läuft. Ansonsten freue ich mich natürlich jüngeren Spielern unter die Arme greifen zu können, wenn diese mich um Ratschläge fragen. Ich stehe ihnen gerne zur Seite. Früher, als junger Spieler in meiner ersten Saison, wurde mir auch geholfen. Heute kann ich als erfahrener Spieler somit auch dem Verein etwas zurückgeben. Da wir ein junges, talentiertes Team haben, wird sich die Mannschaft stetig weiterentwickeln. Ich hoffe meinen Teil dazu erfolgreich beitragen zu können.
SV 98: Die Tabelle der 3. Liga stellt sich als äußerst ausgeglichen dar. Fast die halbe Liga kämpft um den Aufstieg, die andere Hälfte gegen den Abstieg. Wie schätzen Sie die Möglichkeiten auf einen der vorderen Plätze für RWE ein?
ME: Andere Vereine haben derzeit sicherlich die besseren Karten auf der Hand im Aufstiegskampf. Daher sollten wir nur von Spiel zu Spiel denken. Dazu gehört es auch, noch konstanter in den Heimspielen aufzutreten. Wenn wir unser Bestmöglichstes leisten und entsprechende Punkte einfahren, werden wir sicherlich noch weiter in der Tabelle klettern. Ob dann am Ende ein Aufstiegsplatz herauskommen wird, sage ich Ihnen am 5. Mai.

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