FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Ein kurze Sommerpause liegt hinter den Profis des SV Darmstadt 98. Nur 27 Tage lagen zwischen dem letzten Saisonspiel in Kiel und dem Trainingsauftakt am vergangenen Samstag (19.6.). Es geht wieder los. Doch erstmal locker reinkommen? Fehlanzeige. "Die ersten Einheiten hatten es alle in sich", verriet Matthias Bader im Interview mit sv98.de. Mit ihm haben wir über den Vorbereitungsstart, die Wichtigkeit der medizinischen Checks sowie die aktuelle Europameisterschaft gesprochen.
sv98.de: Matze, Du hast Dich optisch ein wenig verändert. Die Haare sind deutlich kürzer. Ist das die Sommervorbereitungsfrisur 2021?
Matthias Bader: Sagen wir mal so. Es ist die Sommerfrisur (lacht). Alles geht damit deutlich schneller vor allem jetzt in der Vorbereitung. Ich kann nach dem Training aus der Dusche direkt nach Hause. Auch morgens muss ich mir nicht mehr die Haare machen. Die Frisur hat also eher praktische Gründe.
sv98.de: Ihr seid aktuell mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Dabei fängt diese schon im Sommerurlaub an. Aus Mannschaftskreisen haben wir erfahren, dass es der Plan von Co-Trainer Kai Peter Schmitz ganz schön in sich hat. Kannst Du das bestätigen?
Bader: Das kann ich auf jeden Fall bestätigen. Den Vorbereitungsplan im Urlaub mussten wir über zehn Tage hinweg absolvieren. Es ging los mit einem Regenerationslauf, danach standen zwei anstrengendere Läufe sowie nochmal drei weitere intensive Läufe auf dem Programm. Zwischendurch gab es immer mal wieder den einen oder anderen Tag frei, bis wir dann zum Schluss noch einen lockeren Lauf zu absolvieren hatten. Der Plan ist also schon fies. Aber da muss man durch.
sv98.de: Jetzt standest Du am vergangenen Samstag (19.6.) erstmals wieder nach der Sommerpause auf dem Platz. Wie hat’s sich angefühlt, endlich wieder Fußballschuhe anzuhaben und mit den Jungs zu trainieren?
Bader: Wir hatten nun nicht so eine lange Pause, sodass man da groß jemanden vermisst hätte (lacht). Dennoch war es insgesamt ein sehr schönes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Man muss dazu sagen, dass da am Samstag eine ziemlich neue Truppe beisammen war. Es sind aus dem letzten Jahr nicht mehr so viele dabei. Aber es hat sich trotzdem sehr gut angefühlt, mit den Jungs trainieren – auch wenn wir uns alle erstmal kennenlernen und einspielen müssen. Letztendlich war es aber ein cooler Auftakt.
sv98.de: Am Samstag hatte die gesamte Mannschaft die neuen Lilien-Trikots an. Wie gefallen sie Dir?
Bader: Die neuen Trikot gefallen mir wirklich gut. Sie sind vom Schnitt her top und auch das Design samt der Nadelstreifen ist wirklich schön geworden.
sv98.de: Nun sind nicht nur die Trikots neu, sondern auch das Trainerteam um Torsten Lieberknecht. Wie ist Dein erster Eindruck von den bisherigen Trainingseinheiten?
Bader: Die ersten Einheiten – fünf hatten wir jetzt – hatten es alle in sich. Es war kein klassisches Reinkommen. Stattdessen haben wir am Samstag direkt dreimal zehn Minuten Elf-gegen-Elf gespielt. Bei der Hitze ist das schon knackig. Genau so wird sich das auch durch die gesamte Vorbereitung ziehen. Das Gute bislang war aber, dass wir in jeder Einheit viel mit dem Ball gearbeitet haben. Der erste Eindruck ist also wirklich gut.
sv98.de: Von den Trainingsplätzen hier am Bölle in die großen europäischen Stadien. Die Europameisterschaft ist in vollem Gange. Wie können wir uns den ‚EM-Gucker Matthias Bader‘ vorstellen? Schaust Du alle Spiele oder pickst Du Dir die Highlights raus?
Bader: Ich bin der Typ ‚Deutschland-Gucker‘. Bei uns zuhause gibt es aktuell einiges zu tun, daher bleibt nicht so viel Zeit übrig, um alle Spiele zu schauen. Aber wenn ich Zeit habe, versuche ich schon, mir das eine oder andere Duell anzugucken.
sv98.de: Wenn wir an diese EM denken, sind vor allem schnell wieder die dramatischen Bilder um Christian Eriksen im Kopf. Wie hast Du die Szene erlebt?
Bader: Ich habe glücklicherweise nicht zugeschaut, als es passiert ist. Da war ich ganz froh drüber. Ich hatte zu dem Spiel Besuch von einem Kumpel, der die Szene gesehen hat und danach auch ziemlich schockiert war. Diese Bilder haben uns alle geschockt. Speziell wir Fußballer wissen genau, wie viele Checks wir alle vor der Saison absolvieren müssen. Da wird man auf Herz und Nieren geprüft. Doch trotzdem kann so etwas passieren, wie es Christian Eriksen widerfahren ist. Ich glaube, er hatte das Glück, dass es im Stadion, wo all die Ärzte und Helfer anwesend waren, und nicht allein zuhause beispielsweise beim Fahrradfahren passiert ist. Es waren wirklich krasse Bilder. Umso schöner war es dann aber zu sehen, dass sein Zustand wieder stabil ist und es ihm besser geht.
sv98.de: Du hast es angesprochen. Auch Ihr habt in den vergangenen Tagen zahlreiche medizinische Checks absolvieren müssen. Untermauern solche Bilder wie diese in Dänemark noch einmal die Wichtigkeit solcher Testungen?
Bader: Absolut. Die Checks sind immens wichtig. Aber man sieht ja, dass es trotzdem passieren kann. Umso wichtiger war es in Kopenhagen, dass dort Menschen waren, die sofort helfen konnten.
sv98.de: Zurück zum Sportlichen. Was traust Du der deutschen Nationalmannschaft im weiteren Turnierverlauf zu und wer wird Europameister?
Bader: Ganz schwierige Frage. Die Deutschen sind leider immer für ein Gegentor gut. Und in den K.o.-Spielen bedeutet ein Gegentor – sofern man selbst kein eigenes macht – direkt das Aus. Ich glaube dennoch, dass Deutschland bis ins Halbfinale kommt. Europameister wird aber Frankreich.