FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Weihnachtseinkäufe erledigen, Plätzchen backen oder den Tannenbaum schmücken – all diese Aktivitäten kommen einem normalerweise in den Sinn, wenn vom 21. Dezember die Rede ist. Doch fernab von weihnachtlichen Vorbereitungsmaßnahmen nahm Dirk Schuster am Freitag seinen Platz im Pressekonferenzraum ein, um über das verbleibende Spiel in 2018 zu referieren. Und darüber, das Jahr in Paderborn mit einem guten Ergebnis zu beenden.
Die Begegnung in Ostwestfalen markiert dabei den Schlusspunkt von 12 ereignisreichen Monaten, die Dirk Schuster im Rückblick in zwei Teile unterschied: "Wir wollen 2018 mit einer ordentlichen Leistung abrunden. Mit dem Klassenerhalt war es erfolgreich, danach haben wir eine durchschnittliche Hinrunde gespielt."
"Räume, die wir nutzen wollen"
19 Punkte stehen nach den bisherigen 17 Begegnungen zu Buche. Eine Bilanz, die dafür sorgt, dass der SV 98 das Jahr mit einem positiven Ergebnis in Paderborn "zu einem guten Ende bringen" könnte. Wie schwer sich diese Aufgabe gestalten dürfte, das zeigt allein ein Blick in die bisherige Saisonstatistik. In der heimischen Benteler-Arena ist der SCP bislang noch ungeschlagen, mit insgesamt 36 Treffern verfügt das Team von Steffen Baumgart zudem über die zweitbeste Offensive der Liga. "Das zeugt von der Qualität, die sie vorne haben", erklärte Schuster anerkennend, richtete seinen Blick aber auch auf eine andere Zahl: "Die 28 Gegentore zeigen, dass sie erhöhtes Risiko gehen und Räume anbieten, die wir nutzen wollen."
Die gewünschte Herangehensweise zum Rückrundenauftakt konkretisierte der gebürtige Chemnitzer ebenfalls: "Wir müssen Paderborn zum Stehen bringen und wollen eine gesunde Balance zwischen guter Abwehrarbeit und mutigem Offensivspiel finden."
Zudem erinnerte Schuster daran, dass es seiner Elf zum Saisonauftakt mit „einer robusten Spielweise“ gelungen war, den Paderbornern vor heimischer Kulisse "den Schneid abzukaufen". Einen identischen Spielverlauf für Sonntag schloss der Übungsleiter im Rahmen dieser Rückbetrachtung aber quasi aus: "Beim Gegner hat damals ein großer Lerneffekt eingesetzt, danach haben sie sich von keiner Mannschaft mehr durch Härte beeindrucken lassen."
Offensiver Gegner
Viel eher spiele der SCP "von der ersten Sekunde an brutal nach vorne" und praktiziere diese Spielweise unabhängig "von Ergebnis oder Gegner" auch über die gesamte Spieldauer. Von seiner eigenen Mannschaften forderte Schuster daher neben einer erneut robusten und konzentrierten Leistung insbesondere "Akzente nach vorne und tiefe Wege im Offensivspiel."
Ein positiver Spielausgang könnte neben einer Aufbesserung des Punktekontos zudem auch eine Verlängerung der Winterpause für die Lilien zu Folge haben, wie Schuster am Freitag bestätigte: "Die Mannschaft kann sich noch ein wenig Urlaub verdienen. Das hängt vom Ergebnis und der Leistung ab."
Zunächst richtet sich aber der komplette Fokus auf die verbleibenden 90 Minuten, zu denen der SV 98 von rund 800 Anhängern begleitet werden wird. Fragezeichen stehen hingegen erneut hinter den Einsätzen von Marcel Franke (Wade) und Slobodan Medojevic (Oberschenkel), die bislang nicht vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen konnten.