FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Was darf der gelbgesperrte Torsten Lieberknecht am Spieltag? Wie schätzt er den kommenden Gegner ein? Und wie sieht es personell bei den Lilien aus? Vor dem Auswärtsspiel des SV Darmstadt 98 beim FC St. Pauli (23.4./20.30 Uhr) beantwortete der Darmstädter Cheftrainer auf der Pressekonferenz am Böllenfalltor diese und weitere Fragen. sv98.de hat die wichtigsten Lieberknecht-Aussagen zusammengefasst.
… zur eigenen Vertragsverlängerung (siehe Extrameldung):
Der Verein kam mit dem Wunsch auf mich zu, meinen Vertrag zu verlängern. Wir haben dann recht schnell Einigkeit gefunden. Zusammengefasst: Der Verein hat gesagt, dass es passt. Und für mich passt es auch. Ich fühle mich hier sehr wohl und sehe die Aufgabe im Klub in den nächsten Jahren als sehr reizvoll an. Mir macht es unglaublich viel Spaß hier zu arbeiten und ich kann mich mit unglaublich vielen Dingen identifizieren. Ich habe zudem eine extrem geile Mannschaft, die mit ihrer Performance auch dafür gesorgt hat, dass der Verein und ich überhaupt über eine Vertragsverlängerung sprechen konnten. Mein Dank gilt daher meinen Spielern und den Menschen in meinem Trainerteam.
… zum Personal:
Aaron Seydel steht nicht zur Verfügung. Seine Verletzung ist sehr diffus und es gab bislang noch keine klare Besserung. Zudem wird Lasse Sobiech ausfallen, weil er sich immer noch mit der Gehirnerschütterung aus dem Schalke-Spiel herumplagt. Er hat in dieser Woche noch gar nicht trainiert. Bei Marcel Schuhen sieht es dagegen gut aus, er macht gute Fortschritte und hat heute wieder komplett mit der Mannschaft trainiert.
… zur eigenen Gelbsperre beim Pauli-Spiel:
Ovid Hajou wird gegen St. Pauli federführend an der Seitenlinie stehen – mit der Unterstützung von Kai Peter Schmitz, Dimo Wache und Christopher Busse. Bis auf während des Spiels darf ich mich frei bewegen. Ich darf die Ansprache vorm Spiel halten, ich darf auch in der Halbzeit in die Kabine. Auch die Interviews vor und nach dem Spiel darf ich führen. Nur das Spiel an sich werde ich auf der Tribüne verfolgen und vermutlich bei unseren Videoanalysten Max Kohl sitzen, der ohnehin immer über Funk mit der Bank verbunden ist. Trotzdem wird es sicherlich ein komisches Gefühl sein, nicht unten an der Linie zu stehen. Dennoch: Die Mannschaft ist vorbereitet. Jeder weiß, was er zu tun hat.
… über die Herangehensweise:
Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie trotz der Enttäuschung der Niederlage stabil bleibt und wieder aufsteht. Hier im Verein gibt es das Motto ‚Du musst kämpfen‘. Das müssen wir leben und uns immer wieder in Erinnerung rufen. Wir besitzen noch immer alle Möglichkeiten in dieser Saison und haben trotz der Niederlagen gezeigt, dass wir zurecht dort oben mitmischen dürfen. Doch müssen wir diese Aufstehmentalität immer wieder zeigen – bis gar nichts mehr geht. ‚Du musst kämpfen‘ ist ein Slogan, der hier nicht mal nur gelebt wurde, sondern eben immer noch gelebt wird.
… zum kommenden Gegner:
St. Pauli wird höchstwahrscheinlich mit einer Raute spielen. Gerade im Offensivbereich haben sie herausragende Spieler. Auch dahinter verrichten die Jungs viel Laufarbeit. Zudem können sie auf eine aufmerksame Viererkette bauen. St. Pauli spielt insgesamt mit viel Intensität. Dazu haben sie ihr Heimpublikum im Rücken, dass die Mannschaft nach vorne treiben möchte.
… zum Reiz des Millerntors:
Das Millerntor-Stadion ist eine ganz besondere Fußballstätte in Deutschland. Es ist daher auch ein ganz besonderes Spiel. Nicht nur wir als Mannschaft freuen uns sehr darauf, sondern auch unsere Fans. Es ist eine Reise samt ihrem Flair und allem drumherum, die von vielen gern gemacht wird.
… zur tabellarischen Gemengelage:
Wenn wir nach St. Pauli fahren, wollen wir gewinnen. Wir denken nicht an eine Niederlage. Wie es nach den 90 Minuten dann im weiteren Saisonverlauf tabellarisch aussehen wird, wissen wir nicht. Da fehlt uns die Glaskugel. Mein Gefühl sagt mir, dass es bis zum letzten Spieltag gewisse Konstellationen geben wird, mit denen man jetzt noch nicht rechnet. Insgesamt bleibt der Hamburger SV mein großer Favorit, Schalke hat gefühlt am vergangenen Spieltag den Aufstieg schon klar gemacht. Trotzdem wünsche ich es uns und St. Pauli am meisten (grinst). Wir stehen aktuell auf dem ungeliebten vierten Tabellenrang. Der Platz, den keiner braucht. Und wir schauen nun, dass wir von diesem runterkommen – natürlich in die richtige Richtung.