FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Der SV Darmstadt 98 war über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft. Und das auswärts bei einem Bundesliga-Absteiger, der in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Dennoch stehen die Lilien trotz besserer Chancen am Ende mit leeren Händen da. "Unfassbar", so die einhellige Meinung aller Darmstädter Protagonisten an diesem Abend. sv98.de hat alle Stimmen zur 2:3-Auswärtsniederlage bei Fortuna Düsseldorf zusammengefasst.
Markus Anfang:
Es ist eine dieser Niederlagen, nach denen ich richtig Bauchschmerzen habe. Bei allem Respekt vor Fortuna Düsseldorf, aber heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Was mein Team hier bei einem Bundesliga-Absteiger gespielt hat, war richtig gut. Wir haben gut ins Spiel gefunden und müssen in der ersten Hälfte schon 2:0 führen. Nur machen wir die Tore nicht. Hinten haben wir bis auf den Schuss von Zimmermann nicht eine Chance zugelassen. Im zweiten Durchgang gehen wir verdient in Führung. Wir kriegen dann aber Gegentore, bei denen wir den Gegner durch unsere Fehler eingeladen haben. Dass Rouwen Hennings mit dem ersten echten Torschuss überhaupt trifft, zeigt die individuelle Qualität der Düsseldorfer. Nach dem Ausgleich gehen wir aber wieder in Führung und müssen kurz danach den Sack zumachen. Wir haben das Spiel ganz klar in der eigenen Hand, wir haben es dominiert. Dann kriegen wir aus zwei weiteren Torschüssen zwei Gegentore. Das tut mächtig weg. Denn die Jungs haben bei einem Aufstiegskandidaten ein richtig gutes Spiel gemacht.
Uwe Rösler:
Wir sind extrem nervös ins Spiel gekommen. Die Verletzungspause von Kastenmeier hat uns geholfen. Wir haben dann wieder Ruhe ins Spiel gebracht und bis zur Halbzeit nicht mehr viel zugelassen. Aus ganz wenig Torchancen machen wir den Ausgleich. Wir hatten damit das Momentum auf unserer Seite, dass durch zwei dumme Aktionen wieder gebrochen wurde. Das war ein weiterer Nackenschlag für uns. Darmstadt war in dem Spiel die bessere Mannschaft. Wir waren heute vielleicht nicht das beste Team, aber wir waren das mental stärkere Team. Unsere Tore haben wir heraufbeschwört. Wenn du das nicht machst, schießt du auch keine Tore. Durch den Glauben haben wir das Spiel gewonnen. Ich bedanke mich bei meiner Mannschaft für ihre unglaubliche Mentalität.
Tobias Kempe:
Es ist sehr bitter, wenn man den Spielverlauf sieht. Wir waren über die 90 Minuten das klar bessere Team, sind in Führung gegangen und müssen dann auch den Deckel drauf setzen. Vielleicht kann mir jemand verraten, wie Düsseldorf heute die Tore gemacht hat – ich weiß es nicht. Gefühlt hatten sie eine Torchance und wir kassieren drei Tore. Für uns ist es unfassbar. Aber es hilft nichts, wir haben das Spiel verloren und das tut weh.
Fabian Holland:
Es fällt schwer, jetzt Worte zu finden. Auf der Anzeigetafel steht 3:2 für Düsseldorf, aber erklären kann man es sich nicht. Es ist absoluter Wahnsinn. Selbst mit einem Punkt wären wir unglücklich gewesen. Düsseldorf ist gespickt mit starken Spielern, aber wir hatten sie die komplette Zeit im Griff. Natürlich können wir den Sack früher zu machen, aber trotzdem lassen wir quasi nichts zu und bekommen drei Gegentore.