FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
33 Punkte in der Rückserie. Eine beeindruckende Rückrundenausbeute der Lilien, die am 34. Spieltag noch einmal ihre beeindruckenden Comeback-Qualitäten unter Beweis stellten. Gegen Holstein Kiel kam der SV Darmstadt 98 wie schon in den letzten Wochen nach einem 0:1-Rückstand stark zurück und drehte die Partie. Es war der der fünfte Sieg in Folge, dank welchem der SV 98 die Spielzeit 2020/21 mit 51 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz abschließt. Überglücklich über diese Leistung zum Saisonabschluss zeigten sich die blau-weißen Protagonisten nach Spielende an den Mikrofonen. sv98.de fasst alle Stimmen zusammen.
Ole Werner:
„Natürlich sind meine Spieler und ich enttäuscht. Wir haben es nach einer guten ersten Hälfte nicht geschafft, eine ordentliche zweite Hälfte auf den Platz zu bringen und sind dementsprechend schnell auf eine sehr einfache Weise ins Hintertreffen geraten. Die letzten Wochen haben uns die Beine kaum noch getragen. Nach dem 1:1 ist in den Köpfen einiges passiert, was dazu geführt hat, das wir das Spiel dann komplett aus der Hand gegeben haben. Insgesamt haben wir aufgrund der zweiten Halbzeit verdient verloren.“
Markus Anfang:
„Die Mannschaft hat eine richtig gute Rückrunde gespielt. Und heute konnten wir diese mit der besten Rückrunde krönen, die der Verein jemals in der 2. Liga gespielt hat. Der sportliche Gedanke stand bei uns immer an erster Stelle, nur darauf haben wir uns konzentriert. Wir sind aber nicht gut in die Partie gekommen. Holstein hat verdient geführt und hätte das Spiel sogar im ersten Durchgang zumachen können. Für die zweite Halbzeit muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Wir sind jetzt zum vierten Mal in Folge nach Rückstand wieder zurückgekommen und haben das Spiel gedreht. Ich freue mich riesig für die Mannschaft und Serdar, dass wir es geschafft haben, den Torschützenkönig zu stellen. Dennoch ist es gerade aufgrund meiner Vergangenheit in Kiel eine emotional sehr schwierige Situation für mich.“
Immanuel Höhn:
„Das war der perfekte Saisonabschluss. Wir haben eine sensationelle Rückrunde gespielt und heute nochmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Die zweite Halbzeit war unglaublich und einfach geil. Wir sind wieder nach Rückstand zurückgekommen. Darüber freuen wir uns riesig. Wir hätten auch gerne zu Null gespielt. Aber wenn wir nach Rückstand immer wieder die Spiele drehen, dann nehmen wir natürlich lieber die drei Punkte mit (grinst). Hinzukommt, dass wir Serdar auch noch belohnen konnten und er die Torjägerkanone geholt hat. Für mich persönlich war es einfach schön, einen Teil zu den drei Punkten beitragen zu können und damit der Mannschaft ein gutes Gefühl zu geben. Natürlich kommt ein bisschen Wehmut auf, dass man in dieser Konstellation nicht mehr zusammenspielt. Meine fünf Jahre hier in Darmstadt gehen nicht spurlos an einem vorbei. Ich hatte eine Riesenzeit und bin wahnsinnig dankbar dafür.“
Marcel Schuhen:
„Wir haben eine sensationelle Rückrunde gespielt, die so auch bitternötig war. Im Fußball geht es oft sehr schnell. Deswegen sollten wir uns einmal an vor acht bis zehn Wochen zurückerinnern und daran denken, wo wir zu diesem Zeitpunkt standen. Wir haben mit aller Bescheidenheit jeden Punkt mitgenommen, von denen wir uns jeden einzelnen hart erarbeiten mussten – genauso wie die drei Zähler heute. Mir geht es ehrlich gesagt auf den Sack, dass wir gefühlt erst immer anfangen, wenn ich schon einen kassiert habe. Aber wenn wir danach jedes Spiel gewinnen, ist das für mich am Ende auch ok (lacht). In der Mannschaft ist eine Selbstverständlichkeit entstanden, dass wir die Spiele selbst nach einem 0:1-Rückstand noch drehen können – so war es auch heute bei so einem starken Team wie Holstein Kiel. Für uns gab es nichts herzuschenken. Es ist ganz wichtig, dass man auch in solchen Spielen den Wettkampf total annimmt. Das haben wir heute getan.“
Serdar Dursun:
„Unsere Mannschaft ist wirklich stark. Seit März sieht man, was für gute Jungs im Team stecken. Wir sind zusammengewachsen und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Schade, dass die Saison jetzt zuende ist. Wir hätte gerne noch weiter gute Ergebnisse geholt. In der ersten Halbzeit war Kiel wirklich sehr stark. Aber in der zweiten Hälfte war es wichtig, dass wir weiter dran geglaubt und sofort das Tor gemacht haben. So konnten wir innerhalb weniger Minuten das Spiel drehen, wodurch Kiel nervös wurde. Wir haben großen Charakter gezeigt. Respekt an alle dafür. Wenn ich die Torjägerkanone ansehe, bekomme ich Gänsehaut. Es ist Wahnsinn. Als ich vor fünf Jahren wieder nach Deutschland gekommen bin, habe ich immer daran geglaubt. Da steckt viel Arbeit, Fleiß und Glaube dahinter.“