Widget
15.10.2024 / Profis

Der 1. FC Köln im Gegnercheck

Die beste Offensive der Liga reist an das Böllenfalltor. Im bisherigen Saisonverlauf steht der 1. FC Köln insbesondere für eins: Viele Tore. 33 Treffer fielen bislang bei den Partien mit „Effzeh“-Beteiligung, Höchstwert. 31 Tore sind es bei Partien, in denen die Lilien mitwirken. Gut möglich also, dass sich die Zuschauer am Freitagabend (18.10./18.30 Uhr) auf einige Treffer einstellen können. Vor dem Aufeinandertreffen haben wir die Kölner unter die Lupe genommen.

Foto: Eibner

Vergangene Saison begegneten sich beide Teams noch in der Bundesliga, nun trifft man im deutschen Unterhaus aufeinander. Bisher konnten die Lilien zwei Spiele gegen den 1. FC Köln gewinnen, eins davon im letzten Aufeinandertreffen am 30. Spieltag der Vorsaison mit einem 2:0 Auswärtserfolg. Nun sind die Karten neu gemischt und es treten zwei „neue“ Mannschaften aufeinander. Damit ihr über den kommenden Gegner Bescheid wisst, hier im Gegnercheck ein paar Keyfaktoren für Euch.

Top-Scorer

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Damion Downs (8 Spiele / 4 Tore) Leart Paqarada  (8 Spiele / 6 Vorlagen)
Timo Hübers (7 Spiele / 3 Tore) Tim Lemperle (8 Spiele / 4 Vorlagen)
Tim Lemperle (8 Spiele / 3 Tore) Linton Maina (8 Spiele / 4 Vorlagen)

Der Trainer

Von der Versicherungsbranche zum Profitrainer, über Österreich, England, New York zum 1. FC Köln – ein Karriereweg, der viele Fans überraschen dürfte. Gerhard Struber wäre diesen Freitag nicht im Bölle an der Seitenlinie der Gäste zu sehen, hätte es Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick nicht gegeben. Ein Testspiel zwischen dem SV Kuchl und Salzburg war der ausschlaggebende Moment für seinen Wechsel von der Versicherung ins Profi-Trainerleben. „Nach dem Spiel lud mich Ralf Rangnick zum Gespräch ein. Mit seiner Begeisterung und Überzeugungskraft legte er mir nahe, den Weg als Fußballtrainer hauptberuflich einzuschlagen. Das war damals eine sehr mutige Entscheidung, denn ich hatte einen wirklich guten Job mit besten Perspektiven“, berichtet der heute 47-Jährige.

Wie einst in Barnsley betreut Struber in Köln nun einen der jüngsten Kader der Liga. Mit dem Umgang und der Förderung von jungen Spielern ist der Österreicher seit Jahren bestens vertraut hoch. Lange Zeit prägte er die Jugendakademien in Salzburg und coachte junge Talente auf höchstem Niveau. Bekannt ist Struber vor allem für seine offensive Spielweise – ein Stil, den er bereits zu Beginn der Saison erfolgreich zeigt. Kein Team hat in der 2. Liga aktuell mehr Tore erzielt als die „Geißböcke“. Im vergangenen Heimspiel gegen Ulm zeigte Struber aber auch, dass er der vollen Offensive auch eine gewisse Balance verleihen kann. Aus einer stabilen Ordnung heraus gewann der „Effzeh“ gegen den Aufsteiger mit 2:0 und blieb zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. 

Foto: Lukas Schulze/Bundesliga/Getty Images

Prunkstück

Das Prunkstück des 1. FC Köln in dieser Saison ist zweifellos die Offensive. Mit 20 erzielten Treffern stellen die Domstädter den torhungrigsten Angriff der Liga. Acht unterschiedliche Akteure konnten sich dabei bereits in die Torschützenliste eintragen, erfolgreichster Schütze ist bislang Damion Downs mit vier Treffern. Insgesamt finden sich gleich fünf Kölner Spieler unter den Top 17 der Torschützenliste und drei weitere unter den zehn besten Scorern der Liga. Nach dem KSC wartet damit die nächste anspruchsvolle Herausforderung auf die Abwehrreihe der Darmstädter.

All Eyes on ...

… Eric Martel. Kaum ein Spieler schrubbt in der zweiten Liga so viele Meter auf dem Platz wie der 22-Jährige. Beeindruckende 12,25 Kilometer läuft er durchschnittlich in den 90 Minuten eines Spiels. Im Mittelfeld des 1. FC Köln ist er längst zu einer unverzichtbaren Stütze geworden.

Seit 2022 gehört der Kapitän der deutschen U21 fest zum Kölner Kader. Damals wechselte er aus dem Osten, aus Leipzig, ins Rheinland. Bereits mit 18 Jahren debütierte Martel unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann im DFB-Pokal. Nach einer Leihe zu Austria Wien fand er schließlich seinen Weg zum 1. FC Köln, wo er langfristig unterschrieb. Auch nach dem Abstieg in die zweite Liga bekennt sich Martel zum Verein: „Der FC und vor allem die Fans hier sind etwas ganz Besonderes. Ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit der Stadt und dem Verein. Dafür werde ich alles geben, und ich freue mich sehr, auch in Zukunft für diesen großartigen Klub spielen zu dürfen.“

Lukas Schulze/Bundesliga/Getty Images

Blick in die 1. FC Köln-Vitrine

  • Deutscher Meister: 1961/62, 1963/64, 1977/78
  • Deutscher Pokalsieger: 1967/68, 1976/77, 1977/78, 1982/83
  • Deutscher Zweitligameister: 1999/00, 2004/05, 2013/14, 2018/19
  • Westdeutscher Pokalsieger: 1952/53, 1963/64

Ähnliche Artikel

Alle anzeigen
Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie
28.05.2026

Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie

Grayson Dettoni wird auch zukünftig das Trikot des SV 98 tragen. Die Lilien haben die Kaufoption für den bislang vom FC Bayern München ausgeliehenen Verteidiger gezogen.

Profiverträge für Herbst und Merx
21.05.2026

Profiverträge für Herbst und Merx

Der SV 98 hat Milian Herbst und Manolo Merx mit Profiverträgen ausgestattet. Die beiden Nachwuchsspieler werden damit in der kommenden Saison dem Profikader der Lilien angehören.

Will und Co.: So lief die Rückrunde der Lilien-Leihspieler
21.05.2026

Will und Co.: So lief die Rückrunde der Lilien-Leihspieler

Zwischen Klassenerhalt, Abstiegskampf und Saisonabschluss ging es für die Leihspieler des SV Darmstadt 98 in der Rückrunde um einiges. Während Paul Will mit der SpVgg Greuther Fürth noch um den Ligaverbleib kämpft, haben Leon Klassen (Grazer AK), Meldin Dreskovic (Nyíregyháza Spartacus FC), Fabio Torsiello (Alemannia Aachen) und Othmane El Idrissi (Viktoria Aschaffenburg) ihre Spielzeiten bereits beendet. Wir schauen auf die vergangenen Wochen der Leihspieler der Lilien.

Lange Pause für Papela
21.05.2026

Lange Pause für Papela

Merveille Papela hat sich beim Auswärtsspiel der Lilien in Karlsruhe (03.05.) eine Meniskusverletzung zugezogen. Das ergaben die Untersuchungen in den vergangenen Wochen. Der 25-Jährige wurde bereits erfolgreich operiert. Papela wird dem SV 98 damit in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung stehen.

Dreiviertelmehrheit
20.05.2026

Dreiviertelmehrheit

Mit dem Heimspiel des SV 98 gegen den SC Paderborn endete die Spielzeit 2025/26 für die Lilien. Eine Saison, die mit Blick auf die Endplatzierung, die Punktzahl und viele Momente weiterhin das Prädikat „bemerkenswert gut“ verdient. Betrachtet man die komplette Wegstrecke des Jahres aus der Vogelperspektive, so fällt das Fazit für den Großteil absolut positiv aus. Dennoch gehören selbstverständlich auch die abschließenden Wochen der Runde, die sich durchaus beschwerlich gestalteten, zum gesamten Resümee. Wir blicken in unserer Saisonanalyse noch einmal zurück.

„Ich spüre eine Riesen Wertschätzung“
17.05.2026

„Ich spüre eine Riesen Wertschätzung“

Trotz einer aufopferungsvollen Leistung mit einigen Chancen unterliegt der SV Darmstadt 98 dem SC Paderborn mit 0:2. Die Lilien beenden diese Saison dennoch auf dem fünften Tabellenplatz. Im Vordergrund dieser Partie stand auf Seiten der 98er aber die Verabschiedung einer Vereinslegende - Fabian Holland. Was sagen die Trainer und Spieler zum heutigen Nachmittag? Wir haben die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

Nichts Zählbares zum Saisonende
17.05.2026

Nichts Zählbares zum Saisonende

Viel probiert, aber der Treffer wollte einfach nicht fallen: Mit 0:2 (0:1) unterliegen die Lilien dem SC Paderborn. Damit beendet der SV 98 die Spielzeit 2025/26 mit 52 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Fabian Holland stand bei seiner letzten Partie mit der Lilie auf der Brust 69 Minuten lang auf dem Feld.

Holland startet als Lilien-Kapitän
17.05.2026

Holland startet als Lilien-Kapitän

Das letzte Heimspiel der Saison 2025/26 – und ein ganz besonderes dazu. Fabian Holland wird die Mannschaft in seinem 319. und damit letzten Pflichtspiel als Kapitän aufs Feld führen. Er rückt für Raoul Petretta in die erste Elf des SV 98. Außerdem setzt Florian Kohfeldt am 34. Zweitliga-Spieltag auf Aleksandar Vukotic, der für den verletzten Patric Pfeiffer beginnt, und Sergio Lopez, der für Yosuke Furukawa startet. Bartosz Bialek fehlt aufgrund von Problemen am Fuß im Kader des SVD.

Matchday kompakt: Alle Infos zum Paderborn-Spiel
15.05.2026

Matchday kompakt: Alle Infos zum Paderborn-Spiel

Auf ein letztes! Einmal noch Fußball in dieser Saison, einmal noch am Bölle und ein letztes Mal mit Fabian Holland. Am 34. Spieltag trifft am Sonntag (17.5./15.30 Uhr) der SV Darmstadt 98 auf den SC Paderborn. Wer wird die Partie pfeifen? Wo wird sie übertragen? Und wird auch am Himmel die Sonne scheinen? All das erfahrt ihr wie üblich in „Matchday Kompakt“ - übersichtlich mit allem, was ihr zum Spieltag wissen müsst.

„Dafür werden wir alles tun“
15.05.2026

„Dafür werden wir alles tun“

Wie steht es um einen Einsatz von Fabian Holland? Was macht die Nummer 32 zu einer wahren Lilien-Legende? Wie blickt Florian Kohfeldt auf das Duell am Sonntagnachmittag (17.5./15.30 Uhr) gegen den SC Paderborn? Und welche Schulnote vergibt er an die Saison 2025/26? Viele Fragen, ausführliche Antworten. Wir haben die wichtigsten Aussagen des Darmstädter Cheftrainers auf der Pressekonferenz am Freitag (15.5.) für Euch zusammengetragen.

Lilien verabschieden sechs Spieler
15.05.2026

Lilien verabschieden sechs Spieler

Der SV 98 wird rund um das abschließende Heimspiel gegen den SC Paderborn (17.5./15.30 Uhr) insgesamt sechs Spieler verabschieden.

Der SC Paderborn im Gegnercheck
15.05.2026

Der SC Paderborn im Gegnercheck

Die Ausgangslage ist nahezu einmalig: Platz 2 – 59 Punkte, Platz 3 – 59 Punkte, Platz 4 – 59 Punkte. Drei Teams sind punktgleich im Kampf um einen direkten Aufstiegsplatz, und das am letzten Spieltag. Elversberg, Hannover und dann der Lilien-Gegner SC Paderborn: Aktuell entscheidet die Tordifferenz über Aufstieg, Relegation und den undankbaren vierten Rang.