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17.09.2024 / Profis

Der FC Schalke 04 im Gegnercheck

Roda Kerkrade. Trabzonspor. Club Brügge. Valencia. Teneriffa. Und dann im Finale gegen den haushohen Favoriten von Inter Mailand. Kein Problem für die Eurofighter des FC Schalke 04. Am 21. Mai 1997 gewinnen die Königsblauen den UEFA-Cup. Der größte Erfolg der Vereinshistorie. Die Gegner von damals? Von internationaler Klasse. Die Gegner heute heißen dagegen Braunschweig, Nürnberg, Magdeburg, Köln, Karlsruhe und nun am 6. Spieltag der 2. Bundesliga die Mannschaft des SV Darmstadt 98. Zweitliga-Alltag im Jahr 2024.

Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze

Und das harte Geschäft der 2. Liga bekamen in der laufenden Spielzeit bereits beide Mannschaften zu spüren. Während die Lilien bis dato zwei Punkte auf dem Konto haben und noch nicht gewinnen konnten, fuhren die Schalker erst einen Sieg ein und holten zudem ein Remis. Der 5:1-Erfolg von S04 gegen Eintracht Braunschweig datiert derweil vom 1. Spieltag. Danach folgte ein 1:3 beim 1. FC Nürnberg sowie ein 2:2 in Magdeburg. Ins Duell mit den Lilien gehen die knappen nach zwei Niederlagen gegen Köln (1:3) und Karlsruhe (0:2). Wer wird das Aufeinandertreffen in der Veltins-Arena für sich entscheiden? Kann der SV Darmstadt 98 erstmals einen Dreier einfahren? Oder holen die Königsblauen ihren zweiten Saisonerfolg? Wie nehmen den Gegner des SV 98 einmal genauer unter die Lupe. Der FC Schalke 04 im Gegnercheck.

Transferfenster

Top-Zugänge Top-Abgänge
Moussa Sylla (Angriff, Pau FC) Assan Ouedraogo (Leipzig)
Emil Højlund (Angriff, FC Kopenhagen) Keke Topp (Werder Bremen)
Ron-Thorben Hoffmann (Torhüter, Eintracht Braunschweig) Marius Müller (VfL Wolfsburg)
Felipe Sanchez (Verteidiger, Gimnasia) Thomas Ouwejan (NEC Nijmegen)
Christopher Antwi-Adjei (Angriff, VfL Bochum) Simon Terrodde (Karriereende)

Der Trainer

Hingabe. Zunächst als Spieler auf dem Platz, dann später als Trainer an der Seitenlinie. Dazu der Glaube an die Ergebnisse harter Arbeit: Das sind zwei wesentliche Merkmale von Karel Geraerts, dem Chefcoach des FC Schalke 04. Dabei ist der 42-jährige Belgier noch gar nicht allzu lang im Trainergeschäft. Erst 2019 begann er als Co-Trainer beim belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise, später in der Saison 2022/23 stand er dort als Chefcoach an der Seitenlinie und heimste direkt mal den Titel „Trainer des Jahres“ in Belgien ein. Seine eindrucksvolle Bilanz bei Saint-Gilloise: 35 Siege in 57 Pflichtspielen samt 116 geschossener Tore und einem Punkteschnitt von 2,04.  Mit Union schloss er seine erste Cheftrainer-Spielzeit als Drittplatzierter ab, zog bis ins Viertelfinale der Europa League sowie ins Halbfinale des belgischen Pokals ein.

Dann der Wechsel in den Ruhrpott. Gelsenkirchen. Schalke. Seit Oktober 2023 sitzt er dort bei den Königsblauen im Sattel. „Ich bin stolz, Teil dieses großen Vereins zu sein“, sagte Geraerts bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz: „Als ich jung war, habe ich Schalke als großes Team gesehen. Ich erinnere mich an Momente mit belgischen Spieler wie Marc Wilmots.“ Roda Kerkrade. Trabzonspor. Club Brügge. Valencia. Teneriffa. Und dann im Finale gegen den haushohen Favoriten von Inter Mailand? Erinnerungen an Eurofighter-Momente also…  

Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze/

Prunkstück

Das Prunkstück des FC Schalke 04? Das ist ein königsblaues Duo: Kenan Karaman und Moussa Sylla. Die beiden Offensivspieler erzielten zusammen sieben der bisherigen neun Saisontore der Schalker. Während Sylla drei Treffer auf dem Konto hat, ist Karaman der aktuell erfolgreichste S04-Torschütze in der laufenden Saison – vier Tore, dazu eine Vorlage. Ohnehin ist der 30-Jährige der Gefahrenherd der Knappen. Mit saisonübergreifend 16 Scorerpunkten ist Karaman der Spieler mit den meisten Torbeteiligungen in der 2. Bundesliga im Kalenderjahr 2024.

All Eyes on ...

… Moussa Sylla. Ein neues Gesicht beim FC Schalke 04. Der 24-jährige Flügelspieler verstärkt die Gelsenkirchener seit diesem Sommer und hat sein Können auf dem Platz auch direkt mal unter Beweis gestellt. Doch was steckt in diesem Jungen, der in der laufenden Spielzeit bereits vier Torbeteiligungen vorweisen kann?

Das Fußballspielen erlernte Sylla zunächst in seiner französischen Heimatstadt Étampes, südlich von Paris. Es folgten Stationen in der Jugend bei Brétigny und der AS Monaco, für letzteren Klub feierte er später sein Erstliga-Debüt in der Ligue 1. Doch seine eigentliche Blütezeit begann, als er im Sommer 2020 in die Niederlande zum FC Utrecht wechselte. Dort fand der dynamische Angreifer seine ideale Rolle auf dem Flügel und erzielte in 61 Pflichtspielen neun Tore und bereitete vier weitere Treffer vor.

Bei SM Caen, seiner nächsten Station, konnte sich Sylla dagegen nicht durchsetzen, wurde stattdessen zunächst an Pau FC verliehen und wechselte in der Saison 2023/24 fest dorthin zum französischen Zweitligisten. Und seine Torgefährlichkeit? Die zeigte er bei Pau eindrucksvoll: 16 Tore und sieben Vorlagen stehen in der 37 Pflichtspiele andauernden Pau-Vita des technisch versierten Dribblers, der durch seine explosive Beschleunigung zu überzeugen weiß. Ist er, der Neuzugang auf dem Flügel, die neue Trumpfkarte der Königsblauen?

 

 

 

Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze

Blick in die königsblaue Vitrine

  • UEFA-Cup-Sieger: 1996/97
  • Deutscher Meister: 1933/34, 1934/35 , 1936/37, 1938/39, 1939/40, 1941/42, 1957/58
  • Deutscher Pokalsieger: 1937, 1971/72, 2000/01, 2001/02, 2010/11
  • Deutscher Superpokalsieger: 2011/12
  • Deutscher Zweitligameister: 1981/82, 1990/91, 2021/22
  • Deutscher Ligapokalsieger: 2005/06

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