FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Im heutigen Mediengespräch bilanzierte Dimitrios Grammozis die letzten Tage und blickte auf das morgige Pokalspiel gegen den KSC (29.10./20:45 Uhr). Der Cheftrainer erinnerte sich dabei an seine eigenen Erfahrungen im DFB-Pokal und verwies auf die Besonderheit des Wettbewerbs.
Grammozis über:
… die kommende Woche:
„Wir haben jetzt eine Woche mit vielen Spielen vor uns. Mit dem positiven Gefühl nach dem Sieg gegen Aue gelingt die Regeneration aber schneller. Wir haben sehr viel Positives aus dem letzten Spiel rausziehen können gegen einen Gegner, der uns alles abverlangt hat. Wir freuen uns jetzt auf das Pokalspiel, was eine schöne Abwechslung zum Liga-Alltag darstellt. Für uns ist es ein absolutes Highlight. Ein Flutlichtspiel um 20:45 mit unseren Fans hat man auch nicht jeden Tag. Ich hoffe, dass morgen noch der ein oder andere Fan kommt und uns unterstützt. Die letzten Heimspiele haben gezeigt, wie wichtig diese Unterstützung für unsere Spieler ist. Ich würde mich freuen, wenn das Stadion morgen voll ist.“
… den Torjubel gegen Aue:
„Ich habe mich auf diese Situation brutal gut vorbereitet und habe es ein paar Mal mit meinen Co-Trainern geübt. Und Dario hat gut trainiert, damit er meinem Gewicht auch standhält (lacht). Wir freuen uns natürlich, wenn die Jungs die Arbeit des Trainerteams auch schätzen. Wir sehen uns als Einheit und versuchen, alles gemeinsam anzugehen. In der Zeit, wo die Ergebnisse nicht gestimmt haben, haben wir immer versucht, als Team zusammenzuhalten. Das war aber eine schöne Geste, die mich natürlich sehr gefreut hat. In erster Linie freue ich mich natürlich für die Mannschaft, die viele Sachen wieder gut umgesetzt hat. Im Bezug darauf, wie wir Fußball spielen wollen.“
… das Personal:
„Yannick Stark hatte in den letzten Tagen in der Bauchmuskulatur Probleme und ist deshalb auch gegen Aue ausgefallen. Da müssen wir nun von Tag zu Tag schauen. Ich warte heute noch auf das Signal von den Physiotherapeuten, inwieweit wir wieder mit ihm planen können. Igor Berezovsky ist leider krank. Felix Platte und Braydon Manu befinden beide weiter im individuellen Aufbau.“
… Marcel Heller:
„Es zeigt, dass wir einen breiten Kader haben und viele Optionen in der Offensive besitzen. Dass Marcel Heller nur auf der Bank saß, bedeutet nicht, dass er es gegen St. Pauli schlecht gemacht hat. Es ist immer entscheidend, auf welchen Gegner wir treffen. Gegen St. Pauli sind wir eher aus einer defensiveren Formation gekommen und hatten viele Räume nach vorne. Dort konnte Helle seine Stärken eher ausspielen. Im Spiel gegen Aue hatten wir dagegen mehr Ballbesitz und mussten Lösungen zwischen den Linien finden. Dort wollten wir einfach Spieler haben, die diese Spielweise eher bevorzugen. Wir versuchen, die Mannschaft immer auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Diesmal war es so, dass der Marcel Heller mal auf der Bank saß. Wir hatten ein super Gespräch und haben insgesamt eine offene Kommunikation. Er war zwar nicht glücklich, hat aber meine Entscheidung sehr professionell aufgenommen.“
… das kommende Spiel:
„Laut der Statistik müssen wir uns auf eine Verlängerung einstellen (grinst). Wir werden auch das Elfmeterschießen auf jeden Fall trainieren, weil ich finde, dass dies in solchen Spielen eingeplant werden muss. Es kann alles passieren. Wir wissen, dass wir auf einen Gegner treffen, der sehr gut organisiert ist und bis zur letzten Minute fightet. Die Spieler haben viel Moral, deshalb müssen wir uns auf eine große Herausforderung einstellen. Meine Mannschaft hat gegen Aue wieder Geduld bewiesen. Sie sind nicht in unnötige Konter gelaufen, sondern haben versucht, die defensive Stabilität zu wahren. Wir müssen aber auch unsere defensiven Standards gut verteidigen. Beim letzten Spiel gegen den KSC hat man sehen können, dass es eine große Trumpfkarte des Gegners ist. Wir schießen aber auch gute Standards, von daher kann man sich auf ein spannendes Spiel einstellen.“
… das letzte Aufeinandertreffen mit dem KSC:
„Ich finde, dass wir gegen den KSC eine gute Leistung gezeigt haben und auch in der zweiten Halbzeit unsere Chancen hatten. Wir müssen den gleichen Ansatz weiterverfolgen, wissen aber auch, dass die Karlsruher eine gute Kontermannschaft sind. Sie haben zudem großgewachsene Spieler, die bei Standards gefährlich werden. Die Marschroute wird demnach ähnlich sein. Wichtig ist aber, dass wir an uns denken und unser Spiel aufziehen. Das wollten wir auch in den letzten Spielen gegen St. Pauli und gegen Aue machen, was die Mannschaft schließlich auch sehr gut umgesetzt hat.“
… die Anreize des Weiterkommens:
„Wir sehen nicht nur was auf dem Platz geschieht, sondern sehen auch den Verein. Wir wissen, dass ein Weiterkommen im Pokal für den Verein eine lukrative Angelegenheit darstellt. In erster Linie konzentrieren wir uns aber auf das Sportliche. Unsere Aufgabe ist es, uns so gut wie möglich vorzubereiten. Das gilt nicht nur für den Pokal, sondern auch für jedes Meisterschaftsspiel.“
… den DFB-Pokal:
„Wir wissen, dass es morgen wieder eine große Herausforderung wird. Jedes Spiel ist für uns aber machbar. Wir werden alles reinlegen, um eine Runde weiterzukommen. Ich glaube, dass der Pokalwettbewerb ein besonderes Flair hat. Man merkt, dass eine andere Atmosphäre bei den Jungs herrscht und sie Lust darauf haben. Im Fußball kann man generell nichts ausschließen. Wir wissen, dass jede Runde verdammt schwer ist. Der Pokal ist aber vielleicht nochmal ein Anreiz für den ein oder anderen Fan, ins Stadion zu kommen. Man spielt nicht jeden Tag Pokal. Ich würde mich daher freuen, wenn so viele Fans wie möglich kommen.“
… die eigenen Pokalerfahrungen:
„Ich hatte das Glück, mit dem 1. FC Kaiserslautern in das Finale einzuziehen. Ich habe aber im Halbfinale beim Stande von 3:0 gegen Werder Bremen die rote Karte gesehen und durfte deshalb im Finale nicht mitspielen. Das hat mir sehr wehgetan und war eines meiner dunkleren Kapitel in meiner Profikarriere. Ich habe trotzdem die Atmosphäre damals sehr genossen und weiß, wie schön es ist, soweit wie möglich zu kommen.“